Safari in Tansania – Auf den Spuren der Big 5



Nach fünf aufregenden, aber auch emotionalen Tagen im Waisenhaus (lies hier mehr über unseren Aufenthalt) sollte das Abenteuer Safari endlich beginnen. Schon so lange haben wir davon geträumt und konnten es kaum mehr abwarten die atemberaubende Landschaft und die faszinierende Tierwelt Tansanias zu entdecken.


Über 7 Wonders Safaris buchten wir eine viertägige Campingsafari durch den Northern Circuit. Die Nacht zuvor verbrachten wir in Arusha im Ambassador Hotel, welches bei unserer Tour bereits beinhaltet war. Diese Unterkunft war tatsächlich das einzige Manko der Reise, da es im Zimmer nur so von Fliegen wimmelte und wir sogar Rattenkot auf dem Tisch fanden (ja ihr habt richtig gelesen). Leider hat man hierauf keinen Einfluss aber wir haben im Nachhinein die Infos an den Veranstalter weitergeleitet.


Tag 1

Lake Manyara National Park

Gegen 8 Uhr wurden wir am Hotel abgeholt und starteten Richtung Lake Manyara National Park. Die Fahrt hat etwa zwei Stunden gedauert und im Park angekommen, wurden wir von unserem Guide begrüßt und trafen auf unsere Reisegruppe für die nächsten Tage. Mit uns waren noch zwei Finnen dabei, also eine überschaubare Gruppe.



Der Lake-Manyara-Nationalpark umfasst eine Fläche von 330 km2, von denen etwa 220 km2 durch den Manyara-See bedeckt werden. Die Tiervielfalt ist einfach nur atemberaubend. Es gibt über 400 Arten an Vögeln, unfassbar viele Büffel und die wohl größte bekannte Dichte an Elefanten. Außerdem sahen wir unsere ersten Zebras, Giraffen, Antilopen und viele weitere Tiere.



Unser Mittagessen hatten wir mit Blick auf den See, an dem sich hunderte von pinken Flamingos tummelten. Das absolute Highlight des Tages war eine riesige Elefantenherde, die so nah an uns rankam, dass ich dachte jeden Moment einen Rüssel auf dem Schoß liegen zu haben.





Gegen Nachmittag sind wir wieder aus dem Park rausgefahren, um die Nacht im Sunbright Camp zu verbringen. Dort schliefen wir in einer einfachen Hütte, bevor am nächsten Tag die richtige Camping Safari begann. Am Abend lernten wir unseren Koch (ist bei Camping Safaris so üblich) kennen, der nur für unsere Gruppe zuständig war. Da mein Wunsch für vegetarisches Essen bei der Buchung irgendwie unterging, hat er kurzerhand improvisiert. Seine Kochkünste waren einfach nur fantastisch.




Tag 2

Ngorongoro Crater Viewpoint & Serengeti National Park

Bevor es am frühen Morgen losging, wurde unser Van für die nächsten Tage beladen. Bis oben hin bepackt mit Schlafsäcken, Kissen, Zelten & Verpflegung ging es zu unserem ersten Stopp, dem Ngorongoro Crater Viewpoint. Die Aussicht auf den eingebrochenen Vulkanberg war einfach nur atemberaubend und ist in dieser Form weltweit einmalig. Der Krater hat die größte Raubtierdichte in ganz Afrika und zählt außerdem zu den 7 afrikanischen Wundern.



Anschließend fuhren wir drei Stunden durch den Ngorongoro Nationalpark, bis wir das Gate der Serengeti erreichten. Das Wort Serengeti ist abgeleitet aus der Massai-Sprache und bedeutet „das endlose Land“ und genau das war auch unser erster Eindruck. Wir erlebten hautnah die „Great Migration“, bei der jährlich Millionen von Gnus, Zebras und andere Herdentiere die gesamte Serengeti durchqueren. Die größte Tierwanderung unseres Planeten, eine absolute „once in a lifetime“ Erfahrung. Bereits am Ende des zweiten Tages hatten wir dank unseres Guides 4 der Big 5 gesehen, fehlte nur noch das Nashorn.








Im Camp Seronera schlugen wir unsere Zelte für die Nacht auf und verbrachten unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel das außergewöhnlichste Weihnachten aller Zeiten. Das Camp war nicht eingezäunt und wir hatten wirklich Zweifel, ob die dünne Zeltwand uns vor wilden Tieren schützen würde. Es stand jedenfalls fest, dass in dieser Nacht keiner von uns auf Toilette gehen würde.






Wirklich viel schliefen wir aufgrund der Geräusche, die aus allen Richtungen kamen, nicht und am nächsten Morgen erfuhren wir von unserem Guide, dass sich nachts im Camp tatsächlich Hyänen rumtrieben und in nicht weiter Entfernung sogar Löwen.




Tag 3

Serengeti

Nach einem schnellen Frühstück fuhren wir noch vor Sonnenaufgang los, um möglichst viele Tiere bei der Pirsch beobachten zu können. Wir hatten Glück und konnten einen Geparden bei der Jagd auf eine Wildschweinfamilie beobachten. Erwischt hat er am Ende jedoch nur das Baby Wildschwein. Wie sagt man so schön: Des einen Freud, des anderen Leid. Die schönste Begegnung des Tages hatten wir mit mehreren Löwen, die mitten im Weg lagen und sich nicht durch uns aus der Ruhe bringen ließen, obwohl wir nur wenige Meter entfernt standen.





Die kommende Nacht verbrachten wir oberhalb des Ngorongoro Craters im Simba Camp. Aufgrund der hohen Lage war es dort eisig kalt und noch dazu regnete es die ganze Nacht durch.





Tag 4

Ngorongoro Crater

Um 04:30 Uhr war die Nacht vorbei und wir machten uns dick eingepackt auf den Weg in den Ngorongoro Crater. Mehr als 25.000 Tiere sind dort zu Hause, wobei hier die Anzahl an Elefanten überschaubar ist. Die Dickhäuter steigen mit ihrem Nachwuchs nicht gerne die steilen Kraterwände runter. Das ist auch der Grund warum man keine Giraffen sehen wird. Dank den guten Augen unseres Guides konnten wir dafür 8 von 45 Nashörnern sehen, die aktuell dort leben. Da diese allerdings sehr scheu sind, nur aus weiter Entfernung. Trotzdem schafften wir es so am letzten Tag, die Liste der legendären Big 5 komplett zu machen.



Verrückt war es auch zu beobachten, wie mehrere Löwen sich am Kadaver eines Zebras zu schaffen machten und die Hyänen schon ausharrten, um die Reste abzugreifen. Ein Stück weiter kamen wir an Raubkatzen vorbei, die zum Greifen nah waren und uns direkt in die Augen sahen. Einfach ein unbeschreibliches Erlebnis und der perfekte Abschluss unserer Safari. Wir können jetzt definitiv verstehen, warum der Crater auch „Achtes Weltwunder“ genannt wird.



Wir hatten wirklich sehr viel Glück mit den Tieren, die wir gesehen haben und nach vier Tagen in der Wildnis mussten wir das erlebte erst einmal verarbeiten. Welcher Ort wäre hierfür besser geeignet, als die paradiesischen Strände von Sansibar?





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