Zentralvietnam

Hoi An

Hoi An - Der schönste Fleck in Zentralvietnam! Die gesamte Altstadt ist Weltkulturerbe und selten haben wir so schöne Häuser wie hier gesehen. Überall findet man nette Lokale, Galerien, Märkte, Schneidereien und natürlich die bunten Lampions.


Aus Nha Trang kamen wir nach über 9 Stunden Fahrt mit dem Nachtbus morgens in Hoi An an. In Nha Trang haben wir nur eine Nacht als Zwischenstop verbracht, da die Fahrt von Mui Ne nach Hoi An zu lange gewesen wäre. Die Stadt ist alles andere als schön, darum gibt es hierzu auch keinen Bericht von uns!​ Dafür ist Hoi An umso schöner und für uns war es Liebe auf den ersten Blick!




Unterkunft

Wir hatten schon so viel tolles über die Stadt gelesen, dass wir beschlossen dort vier Tage zu bleiben. Noch dazu war Danielas Geburtstag und Patrick hatte als Überraschung drei Nächte in der Green World Hoi An Villa gebucht. Dort wurden wir herzlich von unserer Gastmama und ihrem Baby begrüßt und haben erstmal ein kleines Frühstück bekommen. Unser Zimmer war zwar schon etwas in die Jahre gekommen aber dafür riesig und direkt vor der Tür hatten wir einen Pool. Hier lies es sich also gut aushalten! Die Unterkunft lag etwas außerhalb der Altstadt aber man konnte sich Fahrräder mieten und war so trotzdem schnell überall.



Die Altstadt

Hoi An wurde vom Vietnamkrieg verschont und ist somit die einzige nicht zerbombte Stadt. Das macht es so authentisch und wir hätten stundenlang durch die Gassen mit den vielen Restaurants, Cafés und Geschäften schlendern können. Wir konnten uns gar nicht entscheiden wo wir zuerst hin sollten. Den besten Café haben wir in der Hoi An Roastery getrunken wo es auch leckeres Eis und Kuchen gibt. Die Stadt ist vor allem für ihre Schneiderkunst bekannt und man kann sich hier für wenig Geld so ziemlich alles schneidern lassen was ihr euch nur vorstellen könnt. Auch sonst ist Hoi An das reinste Shopping-Paradies mit den vielen Märkten und schönen Geschäften. Hätten wir nur mehr Platz in unseren Backpacks...


Wir haben die ganze Altstadt auf eigene Faust erkundet. Um mehrere Highlights besuchen zu können müsst ihr euch aber ein Ticket kaufen. Dieses kostet knapp 5 € (der Preis wird aber öfter mal angepasst) und berechtigt euch für den Eintritt von insgesamt fünf verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem sind Versammlungshallen, alte Häuser, Museen oder Tempel beinhaltet.




Speziell am Abend hat die Stadt nochmal einen ganz besonderen Flair und ist einfach nur wunderschön und zauberhaft. An dem kleinen Fluss werden hunderte von Laternen ins Wasser gelassen und überall fahren kleine Holzboote die von einheimischen Frauen gesteuert werden. Wir haben uns gefühlt wie in 1001-Nacht. Auf dem Foodmarket haben wir uns einmal durch alle Stände gefuttert. Unser Highlight waren die Tacos mit den hausgemachten Soßen. Unbedingt probieren müsst ihr auch eins der leckeren Banh Mi - Baguette mit Fleisch oder Fisch und leckeren Soßen, Gewürzen und Gemüse. Zum reinlegen...




Im Irish-Pub The Dublin Gate haben wir dann gebührend auf Danielas Geburtstag angestoßen und dazu gab es noch Live Musik vom Feinsten. Wir hätten uns keinen schöneren Abend zum Feiern vorstellen können!


An Bang Beach

Nur fünf Minuten von der Altstadt entfernt ist der An Bang Beach. Wir haben unsere Räder gesattelt, sind hingefahren und waren leider etwas enttäuscht. Der Hauptstrand war völlig überfüllt und man wurde selbst mit dem Fahrrad auf einen "Parkplatz" eingewiesen und musste dafür noch Geld zahlen. Wer sich nicht an die Regeln hält wird mit Trillerpfeifen zurechtgewiesen. ​Wir sind direkt umgedreht und haben uns ein etwas ruhigeres Plätzchen gesucht wo wir wiederum von einer Dame abgefangen wurden und unsere Räder kostenlos parken konnten (wie nett)! Am Strand gab es Liegen mit Sonnenschirmen und gegen ein Getränk konnte man diese auch nutzen. Naja dafür war hier kaum ein Mensch und wir haben einige Zeit die Ruhe genossen. Bis heute verstehen wir nicht ganz warum manche bei dem Strand vom schönsten in ganz Vietnam sprechen aber vielleicht sind wir auch noch etwas verwöhnt von den Traumstränden in Kambodscha. Unser Highlight von Hoi An ist und bleibt definitiv die traumhafte Altstadt!




Fazit: Hoi An ist die schönste Stadt in Vietnam und ein Must Do für jede Vietnam Reise. Na klar sehr touristisch aber trotzdem entspannt und wir würden gerne wieder kommen. Beim nächsten Mal würden wir mit mehr Platz im Gepäck kommen und uns in einer der vielen Schneidereien was schneidern lassen und ein paar der wunderschönen Lampions für zu Hause mitnehmen.





Phong Nha

Der Nationalpark Phong Nha ist ein Naturschutzgebiet von dem aus es nicht mehr weit bis zur Grenze von Laos ist. Es erwarten euch Berge, tropische Wälder, unterirdische Flüsse und riesige Höhlennetzwerke. Unter anderem befindet sich dort die Höhle mit dem derzeit größten Höhleneingang der Welt - die Son Doong Cave. Das Höhlensystem umfasst mehr als 100 einzelne Höhlen, Seen und einen eigenen Dschungel. Um diese zu besichtigen muss man allerdings tief in die Tasche greifen (vierstelliger Euro-Betrag) und einige Zeit im Voraus buchen.


Anreise über den Wolkenpass

Eine Zugfahrt in Vietnam ist Pflichtprogramm und wir haben uns für die landschafltich atemberaubende Fahrt über den Wolkenpass entschieden. Dieser bietet die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam, liegt zwischen Hue und Da Nang und ist ca. 20 km lang.  Man hat großartige Ausblicke über die Berge und das südchinesische Meer und unsere Köpfe hingen die meiste Zeit staunend aus dem Fenster raus.​ Von Hoi An sind wir also mit einem Shuttle nach Da Nang gefahren und von dort mit dem Zug bis Dong Hoi. Die Zugfahrt hat uns 17 $ gekostet und war im Gegensatz zu den Busfahrten ziemlich teuer aber die Aussichten waren einfach unbezahlbar.​ Von Dong Hoi ist es nochmal eine knappe Stunde Fahrt bis Phong Nha. Wir wurden von unserer Homestay abgeholt, es gibt aber auch Busse die regelmäßig fahren. Ja die ganzen Städtenamen können ganz schön verwirrend sein, am besten ihr schaut euch die Strecken mal in Maps oder so an.



Unterkunft & Phong Nha Stadt

Übernachtet haben wir 2 Nächte im Highway 20 Homestay in einem rustikalen Holzbungalow der mit ganz viel Liebe zum Detail eingerichtet war. Die Decke war teilweise nach oben offen und dementsprechend hat sich das ein oder andere Krabbeltier zu uns gesellt. Ohne Moskitonetz hätten wir nachts wahrscheinlich kein Auge zugemacht. Der Besitzer war super freundlich und jeden Abend kamen alle Kinder aus der Nachbarschaft vorbei um mit Patrick Fußball zu spielen. Roller und Fahrräder konnten wir auch direkt in der Unterkunft für knapp 3 € am Tag mieten und damit die ganze Umgebung erkunden.​



In weniger als 5 Minuten waren wir mit dem Rad in der Stadt wo es jede Menge Restaurants, Caffes und auch Reisebüros gab. Unser Favourit war das Bamboo Coffee, dort gibt es leckeres Essen aber auch guten Caffee und Brownies. Mit den Schlingpflanzen die von der Decke hängen fühlt man sich fast wie im Dschungel. ​Auch toll sind die Restaurants oberhalb vom Fluss mit Blick auf die Berge. Auf dem Weg in die Stadt kommt man an mehreren vorbei und kann sie eigentlich nicht verfehlen.


Die Höhlen

Lange haben wir überlegt welche Tour wir buchen sollen und wie viele Höhlen wir uns anschauen wollen. Nach ewigem hin und her haben wir entschieden uns einen Roller zu mieten und den Tag so zu gestalten wie wir Lust haben. So waren wir flexibel und noch dazu haben wir jede Menge Geld gespart. ​Am nächsten Morgen sind wir gegen 7 Uhr zu unserem ersten Ziel der Paradise Cave aufgebrochen. Zuvor noch kurz den Roller aufgetankt weil es unterwegs keine Möglichkeit gibt. Allein die 30 Minuten Fahrt waren landschaftlich ein echtes Highlight.​



Auf dem Parkplatz angekommen konnten wir für 30 Cent unseren Roller abstellen und haben uns für 9 € pro Person das Ticket gekauft. Danach folgt ein 20 Minuten Marsch bis zum Eingang der Höhle. Alternativ könnt ihr euch für ein paar Euro auch hinfahren lassen. Bis auf ein paar Asiaten sind uns um die Uhrzeit kaum anderen Leuten begegnet.​ Die Paradise Cave war wirklich beeindruckend. Man betritt einen riesigen Raum mit Stalaktiten und Stalagmiten und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ein Holzsteg führt durch die Höhle und durch die künstliche Beleuchtung ist das Farbenspiel einfach der Hammer. An manchen Stellen ist die Paradise Cave bis zu 100 Meter hoch und hat eine Länge von 31 km- somit die längste bisher entdeckte trockene Höhle Vietnams. Besichtigen kann man allerdings nur die ersten 1,5 km.​ Auf dem Weg zum Ausgang kamen uns einige Gruppen entgegen, es lohnt sich also wirklich früh da zu sein.



Zurück in der Stadt haben wir erstmal gefrühstückt und dann den Roller am Touristik-Center direkt am Hafen für wieder knapp 30 Cent abgestellt. Zur nächsten Höhle der Phong Nha Cave wird man nämlich mit einem Drachen-Boot gebracht. Zuerst braucht man ein Ticket für die Höhle (5,50 €/Person) und dann kommen noch die Kosten für das Boot dazu. Ein komplettes Boot kostet 13 €, man hat aber die Möglichkeit es mit bis zu 12 Personen zu teilen. Nachdem bei uns sonst keiner anstand haben wir uns eins zu zweit gegönnt! Im Nachhinein hätten wir lieber etwas warten sollen. Es war zwar trotzdem relativ günstig aber irgendwie auch unnötig.


30 Minuten dauert die Fahrt auf dem schönen Son-River bis zum Eingang der Höhle. Hier war wesentlich mehr los wie am Morgen und wir mussten sogar kurz "anstehen" bis der schmale Eingang der Höhle frei war. Drinnen wurde der Motor ausgestellt und stattdessen gepaddelt. Ein etwa 14-jähriges Mädchen vorne und ein älterer Vietnamese hinten. Wir waren natürlich viel schneller als die vollgeladenen Boote mit 12 Personen! Trotzdem hat Patrick zwischendurch mit angepackt und das Mädchen abgelöst, das eigentlich um die Zeit eher in der Schule sein sollte.



Insgesamt ist die Phong Nha Cave 7,8 km lang und nur die ersten 600 Meter sind öffentlich zugänglich. Nachdem wir am Ende gedreht hatten und schon fast wieder am Ausgang waren, haben wir nochmal angelegt und sind an Land gegangen. Zu Fuß konnten wir nochmal zwei Grotten besichtigen die aber nicht annähernd so spektakulär wie die der Paradise Cave waren.



Wieder an Bord ging es den gleichen Weg zurück zum Hafen. Wir waren mehr als happy uns für die Variante "ohne gebuchte Tour" entschieden zu haben. Speziell die Fahrt durch die schöne Landschaft am Morgen zur Paradise Cave hätten wir in einem Bus definitiv nicht so genießen können.


Nach zwei schönen Tagen in Phong Nha ging es für uns mit dem Nachtbus weiter in die Hauptstadt Hanoi. Wir haben die Zeit sehr genossen und können einen Stop hier absolut empfehlen.



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