Hanoi und der Norden Vietnams

Hanoi

Hanoi ist die Hauptstadt und nach Ho Chi Minh die zweitgrößte Stadt Vietnams. Sie liegt im Norden ganz in der Nähe der chinesischen Grenze.​ Wir hatten eigentlich gar keine Lust auf Großstadtflair aber nachdem wir übers Wochenende in Hanoi waren und das Old Quarter hier immer zum größten Teil für den Verkehr gesperrt wird war es etwas angenehmer.​


Außerdem lag die Stadt auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel in den hohen Norden und wir wollten ihr zumindest für zwei Tage eine Chance geben. Trotzdem ist der Funke irgendwie nicht übergesprungen.



Unterkunft

Über Airbnb haben wir uns für zwei Nächte ein Zimmer in der Stadt gebucht. Es war blitzsauber, wir konnten kostenlos unsere Wäsche waschen und hatten noch dazu das bequemste Bett seit Monaten. Es gab etwas Probleme hinzufinden aber die nette Besitzerin half uns mit Bildern das richtige Haus zu finden.​ Von hier konnten wir alles zu Fuß erreichen und haben keinerlei öffentliche Verkehrsmittel gebraucht. Wobei wir es wahrscheinlich auch locker geschafft hätten zwei Tage das Haus nicht zu verlassen!


Unsere Highlights

Unser erster Weg führte uns zum Note-Coffee. Wie schon der Name sagt ist das ganze Kaffee von oben bis unten vollgeklebt mit Notizzetteln. Und es werden täglich mehr, denn auf allen Tischen liegen leere Post-Its die beschrieben werden können. Hier gibt es außerdem mega leckeren Kaffee, gute Baguettes und Kuchen zu richtig fairen Preisen. Noch dazu hat man vom ersten Stock einen tollen Blick über den See von nebenan.



Versteckt inmitten der hektischen, engen Gassen der Altstadt lag unser Highlight der Stadt, die Train-Street. Hier sind es plötzlich nicht mehr die Rollerfahrer vor denen man sich in Acht nehmen muss, sondern der Hochgeschwindigkeitszug der mehrmals am Tag mitten durch das Wohngebiet fährt. Kurz zuvor und unmittelbar danach findet auf den Schienen das alltägliche Leben der Bewohner statt. Es wird Wäsche aufgehängt, der Abwasch gemacht und die Kinder spielen auf den Gleisen. Die Straße selbst ist mit schmalen, hohen Gebäuden eigentlich wie jede andere Straße in Hanoi, nur eben mit dem Unterschied das eine Eisenbahnstrecke durchführt.​ Am ersten Tag haben wir den Zug knapp verpasst und mussten am nächsten Tag unbedingt nochmal hin. Die Zeiten ändern sich wohl öfters deshalb muss man einfach auf gut Glück vorbeischauen und nachfragen.



Bis der Zug kommt kann man sich die Zeit im Railway Station Cafe vertreiben. Die ganze Stimmung dort mit cooler Musik und leckeren Drinks war einfach nur toll.​ Zehn Minuten vorher kam leichte Hektik auf und entlang den Schienen musste alles entfernt werden. Jeder musste sich ganz eng an die Wand lehnen und plötzlich war es dann so weit. Wir dachten der Zug wird in der engen Gasse schon etwas abbremsen aber er ist an uns vorbei gedonnert und wir konnten an der Wand den Luftzug spüren. Wir hätten nur die Hand ausstrecken brauchen um den Zug zu berühren. Kurz danach ging der Alltag der Vietnamesen weiter als wäre nichts gewesen. Was für ein tolles Erlebnis.



Die restliche Zeit sind wir durch die Stadt gebummelt, haben leckere Banh Mis (vietnamesische Baguettes) gegessen und uns um unsere Weiterreise gekümmert.


Um 5:30 Uhr mussten wir am letzten Tag leider unser kuscheliges Bett wieder verlassen weil es mit dem Bus weiter Richtung Sapa ging. Zwei Tage sind für die Hauptstadt völlig ausreichend und wir waren froh, dass auf unserer Route keine weiteren Großstädte mehr lagen.



Sapa

Wer nach Nordvietnam reist der kommt nicht vorbei an den traumhaften Berglandschaften und saftig, grünen Reisfeldern von Sapa. Sapa ist eine angrenzende Provinz zu China, liegt in 1.600 Metern Höhe und man bekommt dort hautnah das Leben der ethnischen Minderheiten mit. ​Die beste Reisezeit ist zwischen Mai und September, da leuchten die unendlichen Reisterrassen besonders grün. Wir waren im April und auch da war es wahnsinnig beeindruckend. Zu jeder Jahreszeit sollte man wärmere Klamotten im Gepäck haben da es vier verschiedene Wetterzonen gibt. Nicht selten kommt es vor, dass man Schnee, Nebel und Sonne an einem Tag erlebt.



Von Hanoi nach Sapa

Die Busfahrt von Hanoi nach Sapa hat gut 5 Stunden gedauert und war die bisher rasanteste Fahrt in Vietnam. Kurz vor Sapa geht es kilometerlang Serpentinen nach oben. Die Kurven haben unseren Fahrer natürlich nicht interessiert und wir haben trotzdem gefühlt jedes Auto vor uns überholt.​ Endlich angekommen wurden wir von ca. 20 Frauen in bunten, traditionellen Gewändern begrüßt. Zum einen wollten sie einen in Hotels bringen oder Wanderungen durch die Berglandschaften "verkaufen". Sie waren alles sehr freundlich, sprachen gut Englisch und haben sich für unsere Geschichte interessiert. Wir hatten unsere Unterkunft schon vorab gebucht und sind zu Fuß losmarschiert.


Unser Hostel

Für drei Nächte haben wir das Fansipan Terrace Cafe and Homestay gebucht. Dort angekommen haben wir nicht schlecht über die tolle Aussicht auf die Berge und Reisterrassen gestaunt. Sogar vom Dorm aus hatten wir diesen Hammer Blick. Um uns von der Busfahrt zu erholen haben wir uns erstmal auf die Terrasse gesetzt, was gegessen und einfach nur genossen.  Es war alles super lecker, insbesondere der Kuchen!​



Die Zimmer waren einfach aber schön, nur das Bad war ziemlich dreckig. In dem Gemeinschaftsbad sind auch alle Tagesgäste auf Toilette gegangen und nachdem es ein Homestay war eben auch alle Angestellten.​ Alles halb so wild bis zur zweiten Nacht. Daniela ist mit Stichen am ganzen Körper aufgewacht und ja das Grauen hat einen Namen: Bettwanzen! Wir haben sofort den Angestellten Bescheid gegeben und durften das Zimmer wechseln aber da kamen uns auch schon zwei von den Viechern entgegen gekrabbelt. Das Geld für die letzte Nacht haben wir zum Glück erstattet bekommen und sind dann kurz entschlossen am Abend mit dem Nachtbus weiter nach Cat Ba gefahren.​ Das Cafe können wir getrost weiterempfehlen aber übernachten würden wir in dem Homestay kein zweites Mal!


Sapa und Umgebung

Kommen wir zum schönen Teil unseres Aufenthalts:-) Für zwei Tage haben wir im Hostel einen Roller gemietet um die ganze Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Es gibt mehrere kleine Dörfer die über die Hänge und das Tal verteilt sind. Hier leben die ethnischen Minderheiten hauptsächlich vom Reisanbau. Sie bieten aber auch selbstgemachte Waren an und wollen so mit den Touris ins Gespräch kommen. Über Stock und Stein ging es zum ersten Stop ins Dorf Lao Chai. Die Straßen sind wirklich miserabel und das Rollerfahrer wurde zur Herausforderung aber dafür wurden wir mit grandiosen Aussichten belohnt. Auf dem Weg ins nächste Dorf Ta Van mussten wir immer wieder anhalten um kleine Schweine und Wasserbüffel über die Straße zu lassen. Unterwegs haben wir in den Bergen tolle, kleine Cafés entdeckt wo wir uns zwischendurch ein kühles Getränk gegönnt haben und aus dem Staunen gar nicht mehr raus kamen.​ Den restlichen Tag sind wir mit unserem Roller einfach kreuz und quer gefahren und haben einen tollen Fotostop nach dem nächsten entdeckt.



Am nächsten Tag sind wir nach Cat Cat Village gefahren. Hier zahlt man 2,50 € Eintritt um dann das künstlich angelegte Dorf besichtigen zu können und in das Leben der Einheimischen einzutauchen. Auch wenn mit uns kaum andere Touris dort waren erinnerte es uns etwas an ein Bauernhofmuseum oder einen Souvenir-Großmarkt.  Es ist sehr kommerziell aber die angebotenen Handwerkswaren sind schon authentisch. Leider ist es eben nicht der natürliche Lebensraum der Bergvölker sondern eher eine Kulisse. Am besten hat uns die Lage inmitten der malerischen Reisterrassen gefallen.



Als nächstes wollten wir zum Silver Waterfall, der eigentlich nur 10 km vom Dorf entfernt ist. Laut Maps gibt es von dort einen direkten Weg aber nach 20 Minuten Fahrt hat durch Schlaglöcher hat plötzlich die Straße aufgehört und wir mussten unseren Roller durch tiefen Schlamm schieben. Es wurde immer schlimmer und mitten im Nirgendwo kamen wir nicht mehr weiter. Um uns wimmelte es von kleinen Schweinchen und wir waren umgeben von Häusern aus Bretterbuden. Das war also das wirkliche Leben der Einheimischen. Weit und breit war niemand zu sehen und wir hatten keine andere Wahl als umzudrehen und doch über die Hauptstraße zu fahren.


Beim zweiten Anlauf hat es geklappt und wir kamen nach atemberaubenden Aussichten beim Silver Waterfall an. Pro Person hat es 1 € Eintritt gekostet aber was wir sahen war leider kein Highlight. Vielleicht ist es in der Regenzeit etwas spektakulärer. Kurz ein paar Fotos geknipst und weiter die Serpentinen nach oben bis zum Tram Ton Pass. Mit 1.900 Metern ist das der höchste Pass Vietnams und somit auch unser Highlight des Tages. Bis wir oben ankamen war leider die Sonne weg, es war windig ohne Ende und auch bitterkalt aber die Aussicht war einfach nur spektakulär.



Noch am gleichen Abend ging für uns das Abenteuer Sapa zu Ende und wir sind mit dem Bus weiter nach Cat Ba gefahren. Wäre das Bettwanzen-Drama nicht gewesen hätten wir gerne noch einen weiteren Tag dort verbracht und die Umgebung erkundet. Trotz allem hat es uns super gut gefallen und wir können euch die abenteuerliche Fahrt in den hohen Norden absolut empfehlen.​ Auch wenn wir keine tierischen Begegnungen in unserem Hostel gemacht hätten, würden wir beim nächsten Mal lieber in einem der Homestays in den anliegenden Dörfern übernachten. Dort kommt man besser mit den Einheimischen in Kontakt und erfährt noch mehr über das Leben der ethnischen Minderheiten.





Cat Ba & Halong Bucht

Lange haben wir überlegt wie wir die letzten Tage in Vietnam verbringen, vor allem aber auch die letzten Tage unserer Reise um die Welt. Die Halong Bucht sollte dabei nicht fehlen aber wir wollten unbedingt was individuelles und keine Kaffeefahrt. Nach ewigem recherchieren haben wir uns für die Insel Cat Ba entschieden und somit eine unserer Meinung nach tolle Alternative zu den Bootstouren die in Hanoi starten gefunden.


Cat Ba ist die größte Insel in der Halong-Bucht und gehört zu einem 1994 von der UNESCO eingerichteten Biosphärenreservat. Cat Ba beherbergt außerdem seit dem Jahr 1986 einen eigenen Nationalpark wo es so einiges zu entdecken gibt.



Anreise

Von Sapa ging es für uns mit dem Nachtbus über Hanoi nach Cat Ba. In Hai Phong mussten wir nochmal Bus wechseln und sind mit diesem auf die Fähre. Nach knapp 10 Stunden kamen wir früh um sieben in Cat Ba an. Wir sind mittlerweile große Fans von Nachtfahrten. Zum einen sind sie günstig, man spart eine Übernachtung und hat die Zeit sinnvoll genutzt.


Unterkunft

Beim Thema Unterkunft haben wir uns etwas schwer getan. Ganze sieben Tage hatten wir übrig bis wir mit einem Zwischenstop in Bangkok zurück nach Hause flogen. Einerseits wollten wir für die letzten Tage nochmal was besonderes aber andererseits natürlich auch nicht so viel dafür ausgeben.​ Leider sind wir vor unserer Ankunft nicht wirklich fündig geworden und haben uns erstmal für zwei Nächte ein Hotelzimmer in Cat Ba Stadt gemietet. Dort stehen die meisten Hotels aber die Stadt an sich ist alles andere als schön. Hohe, schmale Gebäude wurden in die Felswände gebaut und auch die Hafenpromenade wirkt etwas trostlos. Aber nach Cat Ba kommt man auch nicht wegen der Stadt, sondern wegen der Natur.

Nach zwei Tagen haben wir auch nichts wirklich besseres gefunden und sind ins etwas außerhalb gelegene Central Backpackers Hostel umgezogen. Die ersten Tage waren wir im 10er Dorm und haben uns am Ende nochmal ein Bungalow gegönnt. Auch wenn es eigentlich ein Party-Hostel ist und es am Abend auch mal laut werden kann haben wir uns trotzdem super wohl gefühlt und um Punkt 23 Uhr war auch Ruhe. Die Mitarbeiter waren super nett, die Zimmer sauber und es gab sogar einen Pool.


Umgebung

Für die ersten zwei Tage haben wir uns einen Roller gemietet und die nähere Umgebung erkundet. In der Stadt gibt es einige leckere Cafés und vor allem eine super gute Bäckerei. Vom Stadtzentrum kommt man schnell mit dem Roller zu den drei Stränden (Cat Ca I, II & III), die durch einen kleinen Weg entlang des Berges miteinander verbunden sind. Die Aussichten zwischen den Stränden sind wirklich traumhaft schön und das Wasser klar und blau. Leider war zu unserer Zeit an einem der Strände Baustelle, am Anderen ab mittags eine Abschlussfeier. Also wirklich relaxen konnten wir dort nicht.

Nationalpark

Mit dem Roller sind wir in den Nationalpark gefahren und mussten am Ende der Strecke pro Person knapp 1,50 € Eintritt zahlen. Dann ging es zu Fuß für ca. eine Stunde Richtung Viewpoint. Wir hatten die Strecke ziemlich unterschätzt und waren etwas überrascht als wir teilweise sogar klettern mussten um weiter nach oben zu kommen. An der Aussichtsplattform angekommen war die Aussicht aber grandios und der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt.



Nach der Plattform ging es sogar nochmal ein Stück weiter nach oben und man wurde mit einer noch tolleren Aussicht belohnt.

Hospital Cave

Auf dem Rückweg haben wir noch bei der Hospital Cave halt gemacht, einem Rudiment aus dem Amerikanischen Krieg. Es handelt sich um ein Krankenhaus, das zum Schutz in einen Berg eingebaut wurde. Für die Besichtigung werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Höhle wieder 1,50 € verlangt. Wir waren die meiste Zeit komplett alleine dort drinnen, was teilweise schon etwas unheimlich war.

Das Gebäude innerhalb der Höhle besteht aus 17 Zimmern, einem Operationssaal, einem Kino und sogar einen Swimmingpool. Die einzelnen Räume sind noch komplett original erhalten und man kann förmlich spüren was sich dort damals abgespielt hat.

Lan Ha Bucht & Halong Bucht

Unser absolutes Highlight war die eintägige Fahrt durch die Lan Ha und Halong Bucht. Gebucht haben wir die Tour direkt in Cat Ba im Reisebüro von Cat Ba Green Trail. Der Anbieter steht aktuell auf Platz 1 und wir können ihn euch wärmstens empfehlen. Pro Person haben wir für die Tour nicht mal 20 € bezahlt.

Um 8 Uhr wurden wir am Hostel abgeholt und direkt zum Reisebüro gebracht wo die Tour startete. Von dort sind wir in einen Bus umgestiegen und zum Hafen gefahren. Das Wetter war traumhaft schön und dementsprechend war mit 30 Personen auch die Maximalanzahl erreicht. Am Hafen hat jeder ein Eintrittsticket für den Nationalpark bekommen und dann ging es auch schon aufs Boot.

Erstmal hat sich unser Guide "Thank" vorgestellt und uns den Tagesablauf erklärt. Er hat ein super Englisch gesprochen und hat uns den ganzen Tag über viel Interessantes erzählt.

Schon starteten wir unsere Fahrt durch die wunderschöne Lan-Ha-Bay, vorbei am Floating Village, wo bis zu 300 Familien vom Fischfang leben.

Unsere Fahrt führte uns durch traumhaft tolle Buchten mit herausragenden Felsspitzen und das Beste an der ganzen Sache: Wir sind kaum anderen Booten begegnet. Mitten zwischen den Kalksteinfelsen haben wir eine Badepause eingelegt, konnten vom Boot springen und haben uns gefühlt wie im Paradies. Kein Touristenboot weit und breit, dass uns die Sicht auf die traumhafte Umgebung versperrt hat.


Danach gab es auf dem Boot ein reichliches Mittagessen vom Feinsten. Von Fisch, Gemüse, Geflügel, Frühlingsrollen bis hin zu Erdnüssen, Tofu und natürlich Reis gab es wirklich alles. Anschließend ging die Fahrt weiter durch die Halong Bay und wir konnten uns an Deck in die Sonne legen und alle Viere von uns strecken.



Das nächste Highlight war die 1,5 stündige Kajaktour durch das ruhige, klare Wasser. Gerüstet mit Stirnlampen sind wir durch Höhlen gepaddelt, und konnten dabei einfach nur die traumhaft schöne Natur in mitten der riesigen Kalksteinfelsen genießen.


Nach einer weiteren Stunde auf dem Boot kamen wir bei Monkey Island an. Wie der Name schon sagt: eine Insel auf der Affen leben. Diese sind wirklich mehr als frech und man muss alles festhalten um es nicht geklaut zu bekommen.​ Wir waren ziemlich die letzte Gruppe die dort anlegten und sind im Gänsemarsch durch den Dschungelpfad die Klippen hoch gelaufen bzw. geklettert. Der Weg war extrem anstrengend und teilweise sogar richtig gefährlich. Oben angekommen wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wenn man mittags kommt ist es dort vermutlich ziemlich voll und man muss viel Zeit einplanen um nach oben zu kommen.



Bevor es über die Lan-Ha-Bay zurück zum Hafen ging konnten wir nochmal an Deck dieses einzigartige Naturschauspiel bewundern und alles aufsaugen was nur ging.

Der Tagesausflug hat uns sehr gut gefallen, vor allem weil die Touren von Cat Ba Green Trail nicht die üblichen Touristenrouten abfahren. Sicherlich wäre eine Übernachtung auf dem Wasser mit Sonnenauf- und untergang auch toll gewesen aber wir haben unseren Tagestrip voll und ganz genossen und würden ihn jederzeit wieder buchen.

Kajak Tour die 2.

Nachdem uns die Kajaktour bei unserem Trip durch die Halong Bucht so gut gefallen hat sind wir am nächsten Tag nochmal auf eigene Faust los um uns ein Kajak zu mieten. Mit dem Roller sind wir wieder zum Hafen und wurden direkt von einer Vietnamesin angesprochen. Was wir nicht wussten: Um ein Kajak zu mieten muss man sich erst mit einem Boot in die Lan-Ha-Bay fahren lassen, da direkt am Hafen wohl zu viele Unfälle passiert sind.

Also blieb uns nichts anderes übrig als für 20 € ein Boot mit Fahrer zu mieten und uns raus zu den Kajaks fahren zu lassen. Zuerst mussten wir aber noch für 1,50 € pro Person ein Ticket für den Nationalpark kaufen. Die Fahrt dauerte 30 Minuten und die Kajaks waren schon im Preis dabei. Wir haben Nummern ausgetauscht, konnten so lange bleiben wie wir wollten und am Ende anrufen um wieder abgeholt zu werden.

Zwischen den riesigen Kalksteinfelsen sind wir also losgepaddelt und es war gar nicht so einfach da die Orientierung zu behalten. Wir kamen an einigen tollen Stränden vorbei und sind auch mal an Land gegangen um uns in die Sonne zu legen und unser mitgebrachtes Proviant zu essen. Weit und breit kein Mensch; wir kamen uns vor wie Robinson Crusoe.


Als wir wieder im Kajak saßen ist uns in einer Bucht ein Ressort aufgefallen, dass direkt vor einen riesigen Felsen gebaut wurde. Es sah ziemlich verlassen aus und wir waren neugierig und sind hingepaddelt. Spätestens als wir an Land kamen war klar das hier alles unbewohnt und verlassen ist. Wir sind durch die Bungalows gelaufen und haben uns die komplette Anlage angeschaut die uns wie ein Geisterhotel vorkam. Überall lagen Bücher und es standen sogar noch Flaschen an der Bar, als wären von heute auf morgen alle Menschen dort verschwunden.​ Im Nachhinein haben wir gelesen, dass das Resort vor mehreren Jahren geschlossen wurde, weil ein Tourist dort durch Drogen starb. Ganz schön spooky.



Anschließend sind wir zurück gepaddelt, haben unseren Fahrer angerufen und 20 Minuten später kam er und hat uns zurück zum Hafen gebracht. Dafür das wir den ganzen Tag unterwegs waren haben sich die 20 € wirklich mehr als gelohnt.

Fazit: Cat Ba ist wahnsinnig vielseitig und war für uns ein toller Abschluss unserer Reise. Allerdings war eine Woche schon recht lange und wir sind der Meinung vier Tage wären perfekt gewesen.



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