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  • Daniela

Marokko im Wohnmobil - Reiseplanung, Erfahrungen & Kosten

Während unserer dreimonatigen Reise durch Marokko sind wir mit unserem VW LT einmal quer durchs Land gefahren. Schneebedeckte Gipfel im Atlas Gebirge, nie zuvor gesehene Wüstenlandschaften, wunderschöne Surfstrände, herzensgute Menschen und der ein oder andere Minztee. In der Zeit konnten wir viele Erfahrungen sammeln, sicherlich auch nicht nur Positive. Deshalb haben wir in diesem Beitrag alles Wissenswerte, dass es bei einer Reise nach Marokko zu beachten gibt, zusammengefasst, vor allem auch Dinge, die wir gerne bereits im Voraus gewusst hätten.


10 Fakten über Marokko

  1. Der Satz "Insha'allah" (so Gott will) ist der wohl meistgenutzte Marokkos

  2. Das Symbol der Liebe ist in Marokko nicht das Herz sondern die Leber

  3. Essen mit der linken Hand anzufassen gilt als unhöflich

  4. Etwa 40% der Einwohner Marokkos gehören zu dem uralten Volk der Berber

  5. In Marokko befindet sich die älteste Universität der Welt

  6. Wangenküsse sind bei Marokkanern eine übliche Begrüßung (je enger die Beziehung zu einer Person, um so mehr Küsse werden getauscht)

  7. Marokko ist ein beliebtes Ziel für Filmemacher (u. a. Gladiator & Teile aus Game of Thrones)

  8. Eine Einladung kann aus purer Höflichkeit erfolgen, erst wenn sie dreimal ausgesprochen wird ist sie wirklich ehrlich gemeint

  9. Eines der größten Safran-Anbaugebiete der Welt liegt bei Tallouine im Anti-Atlas Gebirge

  10. Marokko ist die Heimat des Arganbaumes aus dessen Nüssen Arganöl hergestellt wird


Anreise über den Seeweg im Wohnmobil oder Camper

Um auf dem Seeweg nach Marokko einzureisen gibt es verschiedene Fährverbindungen von Frankreich, Italien oder Spanien aus. Nachdem wir in Deutschlnand auf Heimatbesuch waren und dann Ende Oktober schnellstmöglich ins Warme wollten, entschieden wir uns für die Variante von Sète (Frankreich) nach Tanger-Med (Marokko). Insgesamt hat die Überfahrt 50 Stunden gedauert inkl. einem Zwischenstopp in Barcelona. Die Ticketks haben wir direkt über GNV gebucht und auch wenn der Preis mit 550 Euro kein Schnäppchen war, haben wir uns am Ende im Vergleich zum Landweg aufgrund der teuren Spritkosten ein bisschen was gespart. Der Preis war inkl. Van, Hund und Kabine (die in dem Fall mit Hund Pflicht war). Über Direct Ferries kann man super Preise vergleichen, wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass es am Ende trotzdem günstiger ist, direkt beim entsprechenden Anbieter zu buchen. Die Fähre war etwas in die Jahre gekommen und vor allem der Hundebereich war alles andere als schön aber für zwei Tage völlig in Ordnung.


Zurück aufs Europäische Festland ging es für uns dann über die spanische Exklave Ceuta. In dem Fall sind wir noch auf dem afrikanischen Kontinent nach Spanien eingereist, von dort auf die Fähre und bei der Ankunft in Algeciras in Spanien mussten wir dann nur noch einmal kurz Pässe zeigen. Die Rückfahrt hat eine knappe Stunde gedauert und uns 115 Euro gekostet, gebucht haben wir diese direkt über die Fährgesellschaft FRS. Es gibt auch die Möglichkeit ein offenes Return Ticket zu buchen, was aber unseres Wissens nach nur geht, wenn man für Hin- und Rückfahrt die gleiche Verbindung wählt. Viele Reisende kaufen ihre Fährtickets bei Carlos in Algeciras, hier soll man wohl günstige Tickets bekommen und man kann außerdem auch seine Drohne dort einlagern. Diese Variante haben wir aber auch nur von Erzählungen mitbekommen.


Marokkos Einreisebestimmungen (mit Hund)

Für eine Einreise von 90 Tagen brauchen Deutsche Staatsbürger kein Visa. Wer länger im Land bleiben möchte, kann direkt bei der Direction Générale de la Sûreté Nationale (DGSN) ein Visa für die Verlängerung beantragen. Hierüber haben wir auch Verschiedenes gehört, haben aber selbst keine Erfahrung bzgl. dem Prozedere. Die Passkontrolle fand bei uns schon auf der Fähre statt, im Hafen wurden dann jeweils nochmal die Ausweise inkl. der Fahrzeugpapiere kontrolliert. Sollte der Camper/Wohnmobil auf eine andere Person zugelassen sein, wird eine Vollmacht benötigt. Viele der Fahrzeuge wurden komplett bis ins kleinste Detail kontrolliert, bei uns wurde allerdings nur ein kurzer Blick reingefworfen und wir konnten weiter fahren. Man erhält außerdem eine Auto Registrierungskarte die immer mitzuführen ist, quasi ein Nachweis, dass das Fahzeug temporär importiert wurde. Danach wurde bei uns auch mehrfach bei Verkehrskontrollen gefragt. Direkt am Hafen kann man auch zu einem ganz guten Kurs Geld wechseln/abheben und es gibt (zumindest in Tanger) auch WLAN um sich erstmal etwas zu "sortieren". Für Maja hat sich eigentlich keiner wirklich interessiert und wir mussten nur einmal kurz ihren Pass zeigen. Für die Wiedereinreise in die EU ist es aber wichtig, eine anrei nachzuweisen und die entsprechende Titer Bestimmung dabeizuhaben. Offiziell muss man auch ein Gesundheitszeugnis vorzeigen, welches bei uns aber nicht verlangt wurde.

Internet / SIM Karte in Marokko

Bevor es für uns nach Marokko ging hatten wir schon etwas Bammel vor den hohen Internetkosten, weil bei den meisten Anbietern pro GB 1 Euro berechnet wird und wir als digitale Nomaden teilweise um die 150 GB im Monat brauchen. Die gängigen Anbieter sind Maroc Telekom, Orange und Inwi, wobei letzterer ein ziemlich geniales Angebot hat (dazu gleich mehr). Die jeweiligen SIM Karten bekommt man in jedem noch so kleinen Shop und man kann hier auch meist direkt Rubbelkarten kaufen die SIM aufzuladen. Es gibt auch die Möglichkeit über bestimmte Tastenkombinationen Daten zu buchen, das hat bei uns aber nie wirklich funktioniert.


Beim Anbieter Inwi besteht die Möglichkeit für ca. 1,80 Euro eine SIM Karte zu kaufen und über die App "win by inwi" kann man dann monatliche Pläne erstellen und zahlt für die maximal möglichen 70 GB 16 Euro. Für zusätzlich 3 Euro erhält man sogar noch unlimited Daten für Social Media. Der Preis ist wirklich unschlagbar auch wenn die Aktivierung etwas kompliziert ist und bis zu zwei Tagen dauern kann. Offiziell braucht man hierfür marokkanische Passdaten aber letztendlich ging es dann auch mit unserem Reisepass. Sollten die 70 GB während dem Monat aufgebraucht sein, hat man leider nicht die Möglichkeit diese erneut zu buchen sondern muss bis Ablauf der 30 Tage warten. Wir haben uns dann einfach eine zweite gekauft und über die App aktiviert, was immer noch günstiger war als alle anderen Anbieter. Am Ende unserer Marokkoreise haben wir über ein Formular (welches wir uns über den Chat per Mail haben schicken lassen) den monatlichen Datenpass ganz unkompliziert wieder kündigen können. Von anderen Reisenden haben wir im Nachhinein gehört, dass auch die Möglichkeit besteht in einem Inwi Store direkt eine Karte mit unlimited Internet (für beispielsweise 3 Monate) zu bekommen. Das war im Verhältnis zwar etwas teurer, man hat dafür aber unlimited Daten, muss am Ende der Reise nichts kündigen und man erspart sich das Aktivierungsprozedere.


KFZ-Versicherung für Camper / Wohnmobil

Für Marokko wird die Grüne Versicherungskarte benötigt, in unserem Fall war Marokko aber nicht abgedeckt und wir mussten an der Grenze eine extra Versicherung abschließen. Diese hat uns für drei Monate 187 Euro gekostet. Manchmal lohnt sich auch ein kurzer Anruf bei der Versicherung, es gibt nämlich auch die Möglichkeit gewisse Länder wie Marokko oder Tunesien zeitweise zu versichern, dies war bei uns aber leider nicht möglich. Wir mussten bei einer Verkehrskontrolle das Dokument zeigen und würden definitiv nichts riskieren und die Versicherung (auch wenns teuer ist) an der Grenze abschließen.


Marokkos Straßenverhältnisse & Mautgebühren

Vor allem in touristischen Regionen wie Marrakesch sind die Straßen gut ausgebaut. Tatsächlich gibt es aber in ganz Marokko über 21.000 km unbefestigte Verkehrswege, was das Reisen dort teilweise auch ganz schön abenteuerlich gestaltet. Selbst auf den Autobahnen kann die ein oder andere Gefahr lauern, Esel und Schafherden sind hier nämlich an der Tagesordnung. In den Städten ist es teils ziemlich chaotisch & es ist auch völlig normal angehupt zu werden. Im Großen und Ganzen kamen wir mit unserem über 40 Jahre alten Kastenwagen aber fast überall hin, mit Ausnahme der Sahara, die haben wir stattdessen zu Fuß erkundet. Auf den Autobahnen fällt teilweise Maut an, diese wird aber für die entsprechenden Abschnitte direkt an den Mautstationen der Autobahnen gezahlt.

Wildcampen & Freistehen in Marokko

Offiziell ist Wildcampen mit Camper oder Wohnmobil auch in Marokko leider verboten. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Realität anders aussah (zumindest im Landesinneren). Als wir Ende Oktober eingereist sind hatten wir viele Stellplätze noch komplett für uns alleine. In der Zeit wurden wir an der Küste nachts einmal von der Polizei weggeschickt, da es angeblich nicht sicher war und einmal bekamen wir am Abend ebenfalls von der Polizei Besuch, um unsere Personalien aufzunehmen (das sollte aber nur unserer Sicherheit dienen). Im Landesinneren stellt das Wildcampen überhaupt kein Problem dar, wobei wir auch hier meist vesucht haben relativ unauffällig zu bleiben weil selbst in der allergrößten Pampas meist bereits nach kurzer Zeit Einheimische zu uns an den Bus kamen. Trotzdem können wir uns an keine Situation erinnern, in der wir uns in irgendeiner Weise unsicher gefühlt haben.


Tatsächlich standen wir aber für unsere Verhältnisse auch oft auf Campingplätzen weil diese meist so unlaublich schön und idyllisch lagen und noch dazu meist nur zwischen 3 und 10 Euro gekostet haben (inkl. Minztee und Brot). Ein weiterer Grund war außerdem, dass wir in einem Land wie Marokko, dass zum Großteil muslimisch ist, nicht unbedingt in Badesachen vor dem Van Duschen wollten. Ab Mitte Dezember wurde es dann vor allem an der Küste immer voller und wir haben teilweise mitbekommen, dass Plätze aus park4night gelöscht wurden oder die Eingänge von Plätzen auf denen wir noch vor ein paar Wochen standen mit Steinen zugeschüttet wurden.


Drohnen-Gesetz in Marokko

Drohnen sind im Marokko seit 2015 leider aus Sicherheitsgründen komplett verboten (inkl. der Einfuhr). Es besteht für beispielsweise Firmen die Möglichkeit, sich eine Sondergenehmigung bei der Regierung einzuholen, der private Gebrauch ist aber vollständig untersagt. Wir wurden bei der Einreise explizit dreimal danach gefragt, es empfiehlt sich also wirklich die Drohne zu Hause zu lassen. Wer bereits mit dem Van in Spanien unterwegs ist, kann sie dort beispielsweise am Hafen in Schließfächern lassen und anschließend wieder abholen.


Reisen mit Hund - Straßenhunde in Marokko

Das Thema Straßenhunde begleitet uns schon seit Beginn unserer Reise und so auch in Marokko. Insgesamt leben hier in etwa 2 Millionen Straßenhunde und es gibt nur wenige Tierschutzorganistationen die sich den armen Seelen annehmen. Wir haben auch von verschiedenen Einheimischen gehört, die selbst Straßenhunde bei sich aufgenommen haben, dass in regelmäßigen Abständen Hunde auf furchtbare Weise umgebracht werden, was einfach nur absolut grauenhaft ist. Wir haben für die Mäuse immer Futter dabei und schenken so viel Liebe wie wir können auch wenn wir natürlich am liebsten alle retten würden und einem das manchmal das Herz zerbricht. Mit unserer Straßenhündin hatten wir im Großen und Ganzen keine Probleme und die Hunde waren alle friedlich und absolut nicht aggressiv. Wir mussten sie in manchen Situationen nur etwas zurückhalten weil sie zu dem Zeitpunkt nicht mal ein Jahr alt war und am liebsten jeden angesprungen hätte um sie zum spielen zu motivieren. Viele der Straßenhunde sind aber in wirklich schlimmen Zuständen was Flöhe & Co. angeht und da mussten wir Maja einfach auf Abstand halten.


Ansonsten empfanden wir das Reisen mit Hund in Marokko als super angenehm, die Temperaturen waren noch nicht zu hoch, wir konnten sie viel frei rennen lassen und hatten auch mit den Einheimischen keine negativen Erfahrungen. In Städten haben wir sie meist in einem schattigen Platz im Bus gelassen und ansonsten war sie überall mit dabei. Zuvor haben wir häufig in Foren gelesen, dass in vielen Orten von den Locals Giftköder ausgelegt werden aber nachdem wir Maja in Dörfern oder Wohngegenden eh immer an der Leine haben, hatten wir hiermit zum Glück keine Berührungspunkte. Es sollte einem aber bewusst sein, dass Hunde im Islam als unrein gelten und bei Begegnungen mit Einheimischen immer erstmal die Reaktion abwarten (vor allem wenn man so einen Frechdachs wie wir hat, der am liebsten gleich zu jedem hinrennt).


Geld & Währung in Marokko

In Marokko wird mit dem marokkanischen Dirham (DH) gezahlt. Es gibt Geldscheine zu 10, 50, 100 und 200 DH und Münzen zu 1 und 5 DH und zu 5, 10, 20 und 50 sog. Centimes. Aktuell bekommt man für 1 Euro 11,01 Dirham (Stand: 03/23). Für Marokko empfiehlt es sich immer genügend Bargeld dabei zu haben, da wir selbst an manchen Tankstellen die Erfahrung gemacht haben das keine Kartenzahlungsgeräte vorhanden sind. Geld abheben ist übrigens am günstigsten bei der Post Bank weil diese (so weit wir wissen) die einzige Bank in Marokko ist, die keine Gebühren verlangt.


Unsere Reisekosten für drei Monate Marokko

Nachdem wir alle Kosten für die drei Monate erfasst hatten, waren wir selbst etwas erstaunt wie viel wir in Summe für Lebensmittel gebraucht haben. Wir dachten zuvor einkaufen gehen wird in Marokko extrem günstig, was es auch ist wenn man Obst und Gemüse an Marktständen kauft. Wir waren aber auch einige Male im Carrefour um uns beispielsweise vegane Produkte zu kaufen und hatten dann das ein oder andere Mal einen Kassenbon von 100 Euro. Die Spritkosten sind bei uns eigentlich in jedem Land der größte Posten. Wenn man jedoch bedenkt, dass wir keine Miete oder sonstige Nebenkosten zahlen, ist es im Verhältnis wiederum günstig. Für 1 l Benzin haben wir durchschnittlich umgerechnet 1,30 Euro gezahlt. Insgesamt haben wir uns in den drei Monaten zweimal eine Unterkunft gemietet, was bei der ersten Position in etwa die Hälfte der Summe beträgt. Bei den Kosten handelt es sich um die Gesamtkosten für zwei Personen, somit hat jeder von uns im Monat durchschnittlich knapp 500 Euro gebraucht. Die Kosten für die An- und Abreise mit der Fähre haben wir hier nicht berücksichtigt (aber weiter oben erwähnt), da diese sehr individuell sind je nachdem von welchem Hafen aus man startet und wie lange die Überfahrt dauert.

Camping, -Stellplätze & Unterkünfte

350€

Tanken


1.037€

Einkaufen

750€

Essen & Café

175€

Wüstentour

372€

Sonstiges

Internet, Maut, KFZ-Versicherung

307€

Gesamt

2.991€

Du willst mehr über unsere Reise nach Marokko erfahren? Dann findest du hier alle Infos; die schönsten Stellplätze, unsere Route und Highlights.

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