2 Wochen Kambodscha - Unsere schönsten Ziele

Anreise / Einreise

Das etwas kleinere Land in Südostasien hat einiges mehr zu bieten als die Tempelanlagen von Angkor und für uns lag es perfekt auf der Reiseroute zwischen Thailand und Vietnam. Wir fanden dort die für uns schönste Insel Südostasiens und haben uns auf Anhieb in die traumhaften Strände verliebt. Das Land hat uns aber auch vor allem wegen der allgegenwärtigen Armut und dem unübersehbaren Müllproblem zum Nachdenken gebracht. Luxus kommt einem plötzlich völlig überflüssig vor. Wir beschreiben wie es uns ergangen ist und wo wir übernachtet haben. Unsere Kosten für zwei Wochen Kambodscha findet ihr am Ende dieses Beitrags.


Von Bangkok sind wir in 8 Stunden mit dem Bus über die Grenze nach Siem Reap gefahren. Falls ihr das gleiche vor habt, lohnt es sich definitiv verschiedene Reisebüros in Bangkok abzuklappern, da jedes seine eigenen Preise macht. Wir hatten Glück und ergatterten ein Ticket für nicht mal 9 €. Bereits zuvor hörten wir von einigen Schauermärchen bei der Einreise auf dem Landweg und waren zugegebenermaßen etwas nervös. Ihr habt entweder die Möglichkeit ein Visa on Arrival für 30 Tage direkt an der Grenze zu beantragen (30 $) oder mit Hilfe der Busgesellschaft, was in unserem Fall 10 $ extra kosten sollte.


Wir und zwei Andere entschieden, das Visum auf eigene Faust zu organisieren während alle anderen brav ihren Reisepass an einen Wildfremden abgaben. Erstmal mussten aber alle auf der thailändischen Seite Ausreisen und sich den Stempel im Pass geben lassen. Anschließend sind wir zu viert über die Grenze während der Rest wieder in den Bus gestiegen ist. Etwas mulmig war uns schon als wir am Stacheldraht vorbei liefen und überall bettelnde Kinder saßen. Es lief aber alles reibungslos und als wir das Visum hatten mussten wir noch die eigentliche Einreise nach Kambodscha machen und hierfür ein Formular ausfüllen und von allen 10 Fingern Abdrücke abgeben. Letztendlich würden wir das jederzeit wieder so machen, auch wenn wir an einen der Polizisten noch 2,50 € Schmiergeld zahlen mussten um einreisen zu dürfen! Nach gut 1,5 Stunden waren wir happy das unser Bus noch da stand und voller Vorfreude was uns in Kambodscha erwarten würde.​


Siem Reap

Etwas abseits von Siem Reap haben wir für vier Nächte das Hotel Maison Damnak gebucht. In die Stadt sind es nicht ganz 2 km und somit kann man gut zu Fuß gehen oder zur Not ein Tuk Tuk nehmen. Wir haben die Unterkunft geliebt, der Preis war unschlagbar, es ist eine Oase der Ruhe und das Highlight ist die Abkühlung im Pool nach einem heißen Tag in Angkor. Das Termometer kann hier im März nämlich schonmal auf 35-40 Grad klettern.



Am Abend habt ihr die Möglichkeit in Siem Reap auf einen der vielen Nachtmärkte zu gehen. Ob Souvenirs, Kunst oder leckeres Khmer Food, hier gibt es wirklich Alles. Danach solltet ihr auf jedenfall der Pub Street einen Besuch abstatten. Dort reihen sich unzählige Restaurants und Bars aneinander und es gibt Bier und Cocktails zum Schnäppchenpreis.


Als Proviant für den Heimweg haben wir uns immer noch eine leckere Ice Cream Roll gegönnt. Das wird in Siem Reap überall am Straßenrand verkauft und kommt ursprünglich aus Thailand. Alles wird frisch zubereitet. Und zwar wirklich frisch! Statt einer fertigen Eismasse wird das Eis vor euren Augen zubereitet und jeder kann seine eigene Geschmacksrichtung zusammenstellen – egal wie verrückt die Kombi auch sein mag!




Angkor

Unser Hauptziel in Siem Reap war natürlich wie das der meisten die Tempelanlage Angkor. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden bis heute mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer entdeckt. Man hat die Wahl zwischen einem Tagesticket (37$), 3-Tagesticket (62$) oder Wochenticket (72$). Im Jahr 2017 wurden die Eintrittspreise saftig erhöht weshalb wir uns für das Tagesticket entschieden. Kauft ihr dieses am Vorabend ab 17:00 Uhr könnt ihr mit dem Ticket am Abend z. B. schon den Sonnenuntergang in einer der Anlagen anschauen.​


Kommen wir zum Thema Fortbewegung in Angkor. Die sportlichen unter euch können sich einfach ein Radl mieten und von Tempel zu Tempel fahren. Bei uns war es aber so heiß das wir uns für ein Tuk Tuk entschieden. Für den ersten Abend haben wir 10 $ bezahlt und wurden erst zum Ticketschalter und dann zum Tempel Angkor Wat gefahren. Dort hat unser Fahrer gewartet um uns anschließend wieder zum Hotel zu bringen. Für den nächsten Tag haben wir 20 $ gezahlt und wurden frühs um 6:30 Uhr abgeholt und den ganzen Tag von einem zum nächsten Tempel gefahren. Wir fragten bei mehreren Fahrern nach aber die Preise waren überall identisch. Wir konnten in dem Fall leider nicht handeln aber einen Versuch ist es natürlich immer wert!


Tag 1

Gegen viertel sechs kamen wir also an unserem ersten Abend in Angkor Wat an und hatten so noch fast eine Stunde bis wir von den Mitarbeitern quasi rausgeschmissen wurden! Bevor wir das Areal betreten durften wurde von den "Tempelwächtern" geprüft ob wir uns an die Kleiderordnung halten, also ob Schultern und Knie bedeckt sind. Schon nach wenigen Minuten waren wir völlig überwältigt; man muss wirklich kein Geschichts-Fan sein um von Angkor Wat begeistert zu sein. Es waren zwar um die Uhrzeit immer noch viele Besucher da aber die Stimmung zum Sonnenuntergang war für uns was ganz Besonderes. Zuerst kommt man an den Bibliotheken und Seen vorbei bis man zum eigentlichen Tempel gelangt. Weiter als zu den äußeren Gängen sind wir am ersten Tag nicht gekommen weil es einfach so viel zu entdecken gibt.



Tag 2

Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir an unserem zweiten Tag wieder in der Tempelanlage und mit uns noch hunderte Andere. Speziell am beliebten Fotomotiv, dem Seerosenteich, wurde um den besten Platz gekämpft. Nachdem es ziemlich bewölkt war haben wir uns gleich ein etwas ruhigeres Plätzchen gesucht und dort leider vergeblich auf DEN Sonnenaufgang gewartet. Während die meisten noch auf ihr perfektes Foto gewartet haben konnten wir fast alleine die restliche Anlage erkunden.







Als nächstes ging es weiter mit dem Tuk Tuk nach Angkor Thom, der alten Hauptstadt vom Khmer Reich. Dort befindet sich unter anderem der Tempel Bayron, der uns mit seinen riesigen, steinernen Gesichtern mit am Besten gefallen hat. Einziger Nachteil: Noch nie haben wir so viele fotoverrückte Chinesen an einem Fleck gesehen!





Es war so unfassbar heiß, dass wir uns schon auf die Fahrt zum Ta Phrom Tempel gefreut haben um etwas Wind abzubekommen. Dieser ist auch bekannt als Tomb Raider Tempel weil dort der gleichnamige Film gedreht wurde. Das Highlight sind hier die Bäume, deren Wurzeln ganze Gebäude überwachsen.



Der letzte Tempel den wir erkundet haben war der etwas kleinere und vor allem menschenleere Banteay Kdei. Hier konnten wir in aller Ruhe durch die Anlage schlendern und tolle Bilder machen. Natürlich hätte man noch viel mehr entdecken und anschauen können aber wir waren froh, dass wir uns für das Tagesticket entschieden haben und würden es beim nächsten Mal wieder so machen.


Koh Rong Samloem

Nach vier Tagen sind wir mit dem Sleepingbus über Nacht nach Sihanoukville gefahren um von dort in knapp 45 Minuten mit dem Speedboot weiter nach Koh Rong Samloem zu kommen. Das Ticket hat uns pro Person 27 $ gekostet und war inklusive Returnticket von Samloem aufs Festland. Wann ihr zurück wollt könnt ihr bis zu einem Tag vor Rückfahrt entscheiden.​


Koh Rong Samloem ist die kleine Schwesterinsel der bekannteren Insel Koh Rong und ist noch wesentlich ursprünglicher und unberührter weshalb wir uns bewusst für diese entschieden hatten. Es gibt hier keinen Geldautomaten (also unbedingt genügend Bargeld einpacken), keine richtigen Supermärkte, warmes Wasser und auch nicht den ganzen Tag Strom. Einziger Nachteil, die Insel ist ein ganzes Stück teurer als das Festland und man ist beim Essen auf die Restaurants und Hotels angewiesen. Mit dem Boot angelegt, mussten wir am Strand zu Fuß weiter um zum Hostel zu kommen, Straßen gibt es hier nämlich keine. Glücklicherweise lag unser Hostel in der Nähe vom Saracan Bay Anleger aber wir sahen einige die mit ihren Backpacks noch kilometerweit durch den Dschungel zur nächsten Bucht laufen mussten.​



Wir hatten erst einige Tage zuvor eine Unterkunft gesucht und mit unserem Budget war die Auswahl leider sehr begrenzt. Aber wir waren mit dem Beach Island Resort (mittlerweile leider geschlossen) mehr als zufrieden vor allem weil der eigene Strandabschnitt für uns der schönste der ganzen Insel war. Für vorerst drei Nächte (am Ende waren es sieben) haben wir uns eine Matratze mit Moskitonetz gebucht von der aus wir am Morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurden. Für den Sonnenaufgang mussten wir quasi nicht mal unser Bett verlassen.




Insgesamt gibt es auf Samloem sechs Strände, die teilweise durch den Dschungel zu Fuß erreichbar sind oder aber per Wassertaxi. Für einen Tag sind wir zum Sunny Beach gelaufen um dort zu schnorcheln aber sonst haben wir uns die meiste Zeit in den Schaukeln und Hängematten in der Nähe unserer Unterkunft aufgehalten. Der Sand war wirklich schneeweiß, das Wasser türkisblau und kristallklar. So was haben wir bisher erst einmal in Mexico auf der Insel Holbox gesehen. Koh Rong Samloem ist für uns die bisher schönste Insel in ganz Südostasien.




Otres

Nach einer Woche barfuß laufen mussten wir schweren Herzens zurück in die Zivilisation. Zum einen weil unser Geld ausging und zum Anderen weil wir uns um die Weiterreise nach Vietnam kümmern mussten. Das war auf Samloem durch das schlechte Internet schlichtweg nicht möglich.


Die letzten Tage in Kambodscha haben wir also für Rechere am Otres Beach verbracht. Dieser befindet sich nur eine 10-minütige Tuk-Tuk Fahrt von Sihanoukville entfernt ist aber kein Vergleich zu den Stränden von Koh Rong. 300 Meter vom Strand fanden wir das Boho Hostel (auch das ist leider mittlerweile geschlossen) wo wir uns pudelwohl fühlten und uns dank super WIFI perfekt auf unsere Weiterreise vorbereiten konnten. Die Anlage ist mit so viel Liebe zum Detail hergerichtet und jeden Abend findet ein anderes Event statt (Kinoabend, Barbecue, Joga...). Außerdem sind die Besitzer mega nett und helfen einem wo es nur geht. ​In Otres-Village gibt es super leckere Restaurants und hippe Bars mit cooler Musik. Einmal die Woche findet dort der Otres Market statt wo es noch mehr Essen und Trinken gibt und außerdem Verkaufsstände mit Schmuck und Kunst. Es lohnt sich in jedem Fall mal drüber zu schlendern.



Fazit

Auch wenn wir auf unserer Reise durch Kambodscha nur drei Stops hatten, hat uns das Land völlig umgehauen. Die Geschichte ist unfassbar und vor allem die Menschen sind es, die Kambodscha so authentisch machen und dem Land seinen ganz besonderen Reiz geben.



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