Zwei Wochen auf der Yucatan Halbinsel

Seid ihr auch Sonnenanbeter, liebt türkis blaues Meer, einsame Strände, Kultur und Tapas? Dann ist Mexico unser absoluter Tipp für euren nächsten Urlaub!



Nachdem wir den Pauschalreisen für immer lebe wohl gesagt haben, ging es für uns im Februar 2017 auf unseren ersten gemeinsamen Roadtrip durch Mexico. Die Reisezeit war perfekt da wir wieder zu Hause waren als die feierwütigen Spring-Break Urlauber kamen. Der Spring-Break findet nämlich traditionell in den Frühlingsferien der amerikanischen und kanadischen Universitäten statt. Diese gehen je nach Uni von Ende Februar bis Anfang April. Das nur so als kleiner Tip am Rande.

Als ideale Reisezeit für die Halbinsel Yucatán gilt der Zeitraum von November bis März. In diesen fünf Monaten ist es in der Regel tagsüber nicht zu heiß und die Regenschauer halten sich in Grenzen. Zur Weihnachtszeit und während der Osterfeiertage herrscht auf Yucatán jedoch Hochsaison, viele amerikanische und europäische Touristen nutzen die Ferien um dort Urlaub zu machen.


Good to know: Von Frankfurt gibt es Direktflüge die euch in 12 Stunden nach Cancun bringen. Was auch super ist, als deutsche Staatsbürger benötigt man für die Einreise nach Mexico kein Visum.


Nachdem wir "nur" zwei Wochen Zeit hatten, haben wir uns zuvor schon eine grobe Route geplant und auch den Mietwagen gebucht. Man kann sich auf der Halbinsel zwar relativ gut mit öffentlichen Bussen fortbewegen aber wir wollten flexibler sein und haben uns deshalb für das Auto entschieden. Wahrscheinlich werden die meisten von euch wie wir auch in Cancun landen. Da die Stadt jedoch kaum Charme hat, hauptsächlich für den Tourismus erbaut wurde und die Strände dementsprechend voll sind, haben wir uns gleich für zwei Stunden ins Auto gesetzt und sind zu unserem ersten Stop Richtung Süden nach Tulum gefahren.

Tulum

Tulum ist vor allem wegen der wunderschönen Lage der alten Maja-Ruinen direkt am karibischen Meer sehr beliebt. Wir empfehlen euch direkt um 08:00 Uhr hinzugehen um der Flut an Touristen zu entkommen.

Je nachdem welches Budget ihr zur Verfügung habt, könnt ihr entweder in einer der traumhaft gelegenen Cabanas mit eigenem Strandabschnitt übernachten, oder so wie wir, auf der gegenüberliegenden Seite in den etwas günstigeren Hotels ohne Strandzugang. Es gibt auch die Möglichkeit eine Unterkunft in der Stadt zu buchen, dann braucht man aber ein Auto oder Fahrrad um zum Strand zu kommen. Wir haben über Airbnb einen Jungle Beach Room gebucht. Es war alles sehr einfach aber trotzdem schön und hat definitiv seinen Zweck erfüllt.


In Tulum erwarten euch weiße Sandstrände soweit das Auge reicht. Allerdings ist es teilweise schwierig einen Strandabschnitt zu finden, der nicht zu einer der luxuriösen Unterkünfte gehört. Man hat aber meistens die Möglichkeit sich eine Liege zu mieten und trotzdem den ganzen Tag dort zu verbringen. Wir haben uns stattdessen Räder geschnappt und sind in den Nationalpark Sian Kaan gefahren, wo euch auch türkisblaues Wasser mit unberührten Stränden erwartet, mit etwas Glück sogar menschenleer. Die Straßenverhältnisse sind zwar nicht der Hit aber man muss gar nicht weit fahren um schöne Strände zu finden.


Bacalar

Nach drei Tagen sind wir weiter Richtung Süden zur Laguna Bacalar gefahren. Als wir den Süßwasser-See zum ersten Mal gesehen haben, wussten wir sofort warum man ihn auch See der sieben Farben nennt. Man kann gar nicht in Worte fassen in wie vielen Blautönen das Wasser dort schimmert.



Drei Tage waren wir in Bacalar und haben tagsüber die meiste Zeit auf dem Wasser verbracht. Viele Unterkünfte stellen kostenlos Kajaks zur Verfügung und es ist ein absolutes Highlight damit in den Sonnenuntergang zu paddeln. Was wir euch außerdem wärmstens empfehlen können ist eine Boot- und Schnorchel Tour zu buchen. Mit einem kleinen Motorboot fährt man in die Mangroven, durch die verschiedenen Kanäle des Sees und geht im glasklaren Wasser schnorcheln.

Die Stadt Bacalar hat außer einer kleinen Festung nicht viel zu bieten. Es gibt aber einige leckere Cafés und Restaurants wo man den Tag in der Lagune perfekt ausklingen lassen kann.


Valladolid - Chichén Itzá & Cenoten

Wir hätten unseren Chillmodus definitiv noch etwas beibehalten können aber es ging für uns weiter nach Valladolid um ein bisschen in die Kultur Mexicos einzutauchen. In der Nähe der Stadt (mit dem Auto ca. 45 Minuten) befindet sich Chichén Itzá, die bedeutendsten Ruinenstädte Yucatans. Die im Dschungel gelegenen Ruinen stammen aus der Maja-Zeit und gehören zu den neuen 7 Weltwundern. Es lohnt sich für den Besuch früh aufzustehen um das riesige Areal zumindest am Morgen noch ohne Massen an Touris zu erkunden. Ab dem frühen Nachmittag rollen die Reisebusse im Minutentakt an und noch dazu wird es extrem heiß. Um alles in Ruhe anzuschauen haben wir etwa zwei Stunden gebraucht. Die große Stufenpyramide "Castillo" war klar das Highlight aber leider darf man diese seit einigen Jahren nicht mehr begehen. Naja der Vorteil ist, dass man so tolle Fotos von der Pyramide machen kann.



Im Anschluss sind wir nach Valladolid zu unsrer Unterkunft für die nächsten Tage gefahren. Wir hatten über Booking das Hotel Zentik Project & Saline Cave gebucht was der absolute Knaller war. Es gab einen tollen Pool, den wir den ganzen Nachmittag für uns hatten. Das Highlight war aber die unterirdische Höhle mit beheiztem Salzwasserpool, in der wir uns vorkamen wie in einer andren Welt. Ihr merkt schon hier konnte man es wirklich aushalten.


Die kleine, schnuckelige Kolonialstadt Valladolid hat uns aber auch super gut gefallen. Kleine, bunte Häuser, Musik auf den Straßen, so stellt man sich eine typisch mexikanische Stadt vor. Besonders schön ist es im Zentrum am Abend wenn die Kathedrale beleuchtet ist und gegenüber an dem großen Platz "Zecalo" alle möglichen Köstlichkeiten verkauft werden.

Am Marquesitas-Stand (mexikanische Form des Crepe) sind wir eigentlich nie vorbei gekommen. Die süße Variante mit Nutella und Banane war unser absoluter Favorit.


Ganz früh am nächsten Morgen sind wir mit dem Auto los zu den beiden Cenoten Xkeken und Samula die direkt nebeneinander liegen und nur knapp 15 Minuten von Valladolid entfernt sind. Cenoten entstehen, indem die Decke einer Unterwasserhöhle einbricht und es gibt auf der Halbinsel unzählige davon. Das Besondere an den beiden Höhlen ist, dass beide Löcher in der Kuppel haben und das Sonnenlicht sich auf dem Wasser spiegelt, was das Schwimmen zu einem noch tolleren Erlebnis macht.



Man zahlt für beide Cenoten zusammen um die 120 Pesos (ca. 5€) und kann solange bleiben wie man möchte. Nachdem wir so früh dran waren hatten wir beide Höhlen erstmal komplett für uns. Es hat uns einfach nur umgehauen und wir waren völlig überwältigt von dem Gefühl uns dort alleine im Wasser treiben zu lassen. In der Cenote Samula bekommt man noch einen kostenlosen Fischspa dazu. Hier gibt es nämlich viele, kleine Fische die die abgestorbene Haut an den Füßen abknabbern.


Die letzten vier Tage verbrachten wir auf der Isla Holbox. Auch wenn wir längst von Yucatan überzeugt waren, hat Holbox dem ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Aber dazu gleich mehr..


Isla Holbox

Das Auto mussten wir in Chiquila abstellen. Dort angekommen wurden wir von einer ganzen Menge Einheimischen empfangen die mit großen Schildern für "DEN" Parkplatz werben. Unterm Strich sind alle Parklücken ähnlich (klein) und wir mussten uns nun mal für einen entscheiden. Hat aber alles super geklappt. Nun unseren Flitzer abgestellt um dann mit der Fähre für ca. 45 Minuten nach Holbox zu kommen. Die Fähre geht stündlich und man kann das Ticket ganz unkompliziert direkt vor Ort kaufen. Auf Holbox angekommen wird man mit einem Golfcart zur Unterkunft gebracht (alternativ zu Fuß), Autos gibt es auf der Insel nämlich keine.


Das bekannteste Hostel für Backpacker ist wohl das Tribu-Hostel. Das Preis-Leistungsverhältnis ist super und dementsprechend solltet ihr speziell in der Hauptsaison früh dran sein. Der Strand direkt vor dem Hostel ist nicht ganz so geeignet zum Baden aber man kann einfach im Sand Richtung "Stadt" laufen und findet dort paradiesische Strände.

Für die unter euch, die etwas mehr ausgeben wollen (aber immer noch kein Vermögen) schaut euch mal das Hotel Villa Flamingos an. Auch hier gilt je eher desto besser buchen. Wir waren leider zu spät dran! Der Strand vor der Türe ist einfach Karibik pur und ihr könnt auf Hängematten direkt im Wasser die Seele baumeln lassen.


Wir wollten zum Abschluss unsrer Reise einfach am Strand liegen und nichts tun, wofür die Insel perfekt geeignet ist. Hier gibt es noch die Flecken, an denen man so gut wie alleine am Traumstrand liegt. Selten haben wir so weißen Sand und türkis blaues Wasser gesehen und wir können durchaus verstehen warum einige Backpacker dort "hängenbleiben".

Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit etwas aktiver zu sein und z. B. Kanu- oder Bootstouren zu machen, die auch echt toll sein sollen. Solltet ihr zwischen Mai und September auf Holbox sein, lasst es euch nicht entgehen dort mit Wahlhaien zu tauchen. Das muss ein grandioses Erlebnis sein.


Zum Essen sind wir immer in die "Stadt" gelaufen, wo es unzählige nette, kleine Restaurants und Cafés in den knallbunten karibischen Häusern gibt. Ihr solltet unbedingt genügend Bargeld dabei haben, da die wenigen Geldautomaten oftmals nicht funktionieren. Vergleichsweise zum Rest Mexicos sind die Preise hier auch um einiges höher. Das ist aber auch wirklich der einzige Nachteil:-)



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