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  • Daniela

Vanlife in Portugal - Ein Erfahrungsbericht

Steil abfallende Klippen, bizarre Felsformationen, tosende Wellen, kilometerlange Strände und quirlige Städte - bem-vindo a Portugal. Das Land stand schon so lange auf unserer Länderliste fürs Vanlife und auch wenn wir von so vielen Seiten gehört hatten, dass sich seit Covid so einiges vor allem im Bezug auf Freistehen verändert hat, wollten wir uns trotzdem unsere eigene Meinung bilden. Für etwa vier Wochen ging es also für uns entlang der wunderschönen Algarve und über Lissabon an die Atlantikküste. In diesem Beitrag teilen wir unsere Route, die schönsten Strände und außerdem Stellplätze an denen man nach wie vor ganz wunderbar Wildcampen kann, solange man sich an gewisse Regeln hält.


Allgemeines zu Portugal mit Wohnmobil


Maut in Portugal

Das portugiesische Mautsystem ist ziemlich kompliziert, was vor allem daran liegt, dass es unterschiedliche Bezahlsysteme gibt. Bis heute haben wir das Ganze nicht komplett durchstiegen aber versuchen euch trotzdem kurz die unterschiedlichen Optionen zu erläutern. An manchen Autobahnen zahlt man, indem man an der Mautstelle ein Ticket zieht und dann entsprechend bei der Ausfahrt die Gebühren zahlt. Das ist die einfachste Variante von der wir ursprünglich dachten, dass sei im ganzen Land so. Allerdings ist die Maut an den meisten Autobahnabschnitten (inkl. Algarve) elektronisch zu bezahlen. Das bedeutet, man muss sich vor der Auffahrt für eine der verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten entscheiden.


Die erste Variante ist Via Verde, bei der ein kleines Kästchen an die Windschutzscheibe kommt und wenn man einen Mautpunkt durchfährt, werden die Gebühren automatisch vom Guthaben oder der Kreditkarte abgezogen. Die Box ist nach dem Kauf für ein Jahr gültig und man kann sie entweder online oder an Tankstellen und bei der Post kaufen. Bei Mietwagen ist das Kästchen meist schon angebracht und die Maut wird automatisch abgebucht. Direkt nach der Grenze von Spanien nach Portugal kommt ein sogenannter Welcome-Point, hier kann man sich für die Maut registrieren. Man lässt sein Fahrzeug inkl. Kennzeichen registrieren und hinterlegt eine Kreditkarte, die Registrierung ist dann 30 Tage gültig. Das haben wir allerdings verpasst. Zu guter letzt besteht auch die Möglichkeit das Ganze komplett online zu machen, was bei uns leider zu spät war weil wir es erst gemerkt haben als wir bereits auf der Autobahn fuhren. Wir haben uns trotzdem für spätere Fahrten nachträglich registriert, was aufgrund des Ü im Kennzeichen aber auch nicht geklappt hat. Letztendlich sind wir also ohne Bezahlung auf der kostenpflichtigen Autobahn gefahren, haben aber von vielen anderen Reisenden gehört, dass selbst nach Jahren keine Post bzw. Strafe nach Hause kam. Eine weitere Option sind wohl sogenannte Rubbelkarten, die man auch an Tankstellen oder der Post bekommt, mit denen man dann online Guthaben aufladen kann. Erfahrung haben wir hiermit allerdings keine. Wir haben auch von verschiedenen Seiten gehört, dass man die Gebühren online nachzahlen kann oder als Einheimischer direkt bei der Post. Ihr merkt schon, ein ziemlich großes Durcheinander und jeder sagt ein bisschen was anderes. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist natürlich die beste Variante einfach die Nebenstraßen zu nutzen.


Freistehen in Portugal - das ist erlaubt

Wer möchte nicht jeden Morgen mit dem Rauschen der Wellen aufwachen und abends mit den letzten Sonnenstrahlen ins Bett gehen. Vor C war genau das in Portugal möglich. Anfang 2021 wurde dem Ganzen dann aber ein Riegel vorgeschoben und offiziell ist Wildcampen verboten. In der Zeit von 21 Uhr bis 7 Uhr dürfen campingfähige Fahrzeuge nicht auf Parkplätzen stehen, außer es ist ausdrücklich erlaubt. An der Algarve sind viele Plätze selbst tagsüber für Wohnmobile verboten. Es gibt aber nach wie vor Orte, an denen Camper 48 Stunden stehen dürfen, sofern es sich nicht um einen Nationalpark oder ein Naturschutzgebiet handelt. Und ebenso gibt es an den beliebten Surfspots große Parkplätze auf denen man kostenlos Freistehen darf, wenn man sich an die üblichen Regeln hält. Insgesamt standen wir tatsächlich nur ein einziges Mal auf einem offiziellen Campingplatz und hatten sonst auch absolut keine Probleme mit Anwohnern oder Polizei, letztendlich muss aber jeder für sich entscheiden, wie bzw. wo er sich am wohlsten fühlt.


Oberhalb von Lissabon ist es auch möglich direkt am Meer bzw. an den Klippen zu parken, da es in der Gegend insgesamt viel weniger touristisch ist. Die bezahlten Stellplätze sind aber meist auch relativ günstig. Wir hoffen sehr, dass die kostenlosen Möglichkeiten auch in Zukunft noch zur Verfügung stehen, da es natürlich immer Leute gibt, die sich auch hier komplett daneben benehmen, sich ausbreiten und Campingverhalten zeigen und sich einfach nicht respektvoll im Umgang mit der Natur verhalten. Da braucht man sich nicht wundern, wenn Verbotsschilder kommen, die Plätze geräumt und Strafen verteilt werden. Wir wollen auch niemanden zum Wildcampen in Portugal animieren, das waren einfach nur unsere Erfahrungen die wir in den vier Wochen gemacht haben.


Frischwasser & Entsorgung in Portugal

In Portugal gab es im Vergleich zu manch anderen Ländern relativ wenige Brunnen bzw. Quellen aber dafür hat sich die Supermarktkette Intermarche was tolles für Vanlifer einfallen lassen. Fast an allen Läden gibt es kostenlose Entsorgungsstationen, die Möglichkeit Frischwasser aufzufüllen und sogar Waschmaschinen inkl. Trockner. Meist sind die Plätze nicht die saubersten aber wir waren trotzdem froh, dass es die Möglichkeit gab. Wasser kann man auch an vielen Tankstellen auffüllen, was manchmal auch kostenlos ist, wenn man zuvor tanken geht. Ansonsten gibt es tatsächlich auch viele kostenlose Stellplätze an denen Entsorgungsstationen und Frischwasser mit dabei sind.


Unsere Route durch Portugal


Dragon Lake bei Odeleite

Als es für uns von Spanien über die Grenze nach Portugal ging, sind wir noch davon ausgegangen die meiste Zeit auf bezahlten Stellplätzen zu stehen. Durch Zufall fanden wir etwas im Landesinneren den wunderschönen Dragon Lake (der See sieht aus der Vogelperspektive aus wie ein Drache) an dem wir für einige Nächte komplett alleine standen, bevor es dann an die trubelige Algarve ging. Die Anfahrt war etwas holprig (der Stellplatz war offiziell auch ein 4x4 Platz) aber als wir ankamen wurden wir mit Wildblumen, summenden Bienen, unglaublichen Aussichten auf den See und absoluter Ruhe belohnt. Mit dem Wetter hatten wir auch wahnsinnig Glück und konnten bei 25 Grad sogar schon im See baden gehen.


Praia dos Tomates

In der Nähe von Albufeira fanden wir auch mehr oder weniger zufällig den Praia dos Tomates, einen langen, goldenen Sandstrand der seinen Namen durch die roten, steil aufragenden Klippen bekommen hat. In der Nebensaison kann man hier für 48 Stunden parken, was wohl auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird. Wir haben uns meist an die Regel mit den zwei Tagen gehalten und sind damit immer gut gefahren. Man steht zwar "nur" auf einem Parkplatz, ist aber trotzdem direkt am Strand an dem man kilometerweit spazieren gehen kann und die allerschönsten Sonnenuntergänge hat.


Die Höhle von Benagil

Die Cave von Benagil ist vermutlich DAS Postkartenmotiv der Algarve. Die Höhle ist allerdings nur übers Wasser erreichbar und entsprechend kommen tagsüber unzählige Touristen, die sich mit Booten reinfahren lassen. Wenn man aber früh morgens oder gegen Abend kommt ist die Höhle meist leer und es gibt oberhalb einen wunderschönen Küstenweg, von dem aus man sogar in die Höhle reinschauen kann. Hier lässt es sich unglaublich schön spazieren gehen und man hat fast die ganze Zeit faszinierende Ausblicke auf die traumhaften Strände wie den Praja da Marinha und die riesigen Felsen die vor der Küste ins Wasser ragen. Wohnmobile sind auf dem offiziellen Parkplatz leider auch tagsüber verboten, wir fanden aber etwa zwanzig Minuten zu Fuß entfernt einen schönen Platz auf einer Wiese wo wir es auch gut ein paar Tage aushalten konnten.


Die Traumbuchten von Lagos

Die bekanntesten Strände rund um Lagos sind der Batata Beach, Praia De Dona Ana sowie das wunderschöne Kap Ponta da Piedade. Die unzähligen bizarren Felsformationen, Höhlen und das türkisfarbene Meer sind in der Gegend einfach einmalig. Oberhalb der Klippen gibt es auch einen Parkplatz an dem man super tagsüber mit dem Camper stehen kann. Von diesem führen knapp 200 Stufen runter zur Ponta da Piedade, was wir vor allem gegen Abend sehr empfehlen können. Ganz in der Nähe ist außerdem auch die kleine Badebucht Praia do Camilo, über eine Holztreppe mit 100 Stufen kommt man hier runter an den Strand und kann wunderschön schwimmen gehen. Allerdings sind Hunde leider nicht gern gesehen, weshalb Patrick alleine gegangen ist. Etwas außerhalb vom Ort gibt es einen recht bekannten Stellplatz an einem Sportplatz, hier kann man super am Abend zum Übernachten hinfahren und problemlos kostenlos stehen.


Die Surfergegend rund um Sagres

Sagres ist der südlichste Zipfel Portugals und ist mit seinen steilen Felsklippen und perfekten Wellen definitiv einen Stopp wert! Direkt bei der bekannten Festung gibt es einen riesengroßen Parkplatz an dem man übernachten kann. Kein Highlight aber wir standen doch einige Nächte hier, da Patrick sich endlich sein eigenes Board gegönnt hat und hier richtig toll Surfen konnte. Ganz in der Nähe von Sagres in Vila do Bispo ist nämlich das Surf Outlet Island Style, dass uns mehrfach empfohlen wurde. Hier gibt es sowohl gebrauchte Bretter als auch günstige Neue und so konnte er sich erstmal eins leihen um zu testen und dann seinen Favoriten kaufen. Ebenfalls einen Katzensprung von Sagres entfernt ist der mittlerweile schon berühmte Keramikladen Ceramica Paraiso. Zu wirklich tollen Preisen gibt es hier alles was die Keramikherzen höher schlagen lässt und es durfte die ein oder andere neue Tasse bei uns einziehen. Für den Ort Sagres haben wir auch noch zwei Tipps für euch, einmal die Laundry Lounge Sagres, bei der man zum einen im allerschönsten Ambiente Wäsche waschen und gleichzeitig ganz lecker Essen und Kaffee trinken kann. Und außerdem das Café Picnic Sagres. Hier gibt es so unglaublich leckeres Gebäck, guten Kaffee und es ist richtig schön & stylisch eingerichtet.

Auf dem Weiterweg sind wir tatsächlich das erste Mal in Portugal für zwei Nächte auf einen Campingplatz gefahren. Das Salema eco camp ist glaube ich der größte Campingplatz auf dem wir jemals waren, wobei es sich gar nicht so angefühlt hat, da sich die Plätze auf eine riesengroße Fläche verteilen und man nicht wie so oft in klassischen Parzellen steht. Gekostet hat er 22,50 Euro ohne Strom, davon waren 3,50 Euro für Maja. Nicht gerade günstig aber dafür bekommt man einiges geboten, es gibt ein Co working space, Yoga, veganes Essen, verschiedene Veranstaltungen und natürlich das absolute Highlight heiße und saubere Duschen.


Die Bucht von Sines

Bevor es so langsam in Richtung Hauptstadt ging, haben wir noch einen kurzen Stopp bei Sines gemacht. Ein ziemlich unspektakulärer Ort, der aber ebenfalls unter Surfern ziemlich beliebt ist. Wie auch in Sagres steht man auf einem großen Parkplatz zusammen mit vielen anderen Vans aber für zwei Nächte haben wir das nochmal in Kauf genommen. Die Wellen hier sind nämlich wirklich der Knaller und tagsüber kann man auch bis kurz vor den Strand fahren und quasi vom Bus aus in die Wellen hopsen.


Parque Natural da Arrábida

Von Sines aus ist es gar nicht mehr weit bis nach Lissabon, wir haben aber zuvor für zwei Tage nochmal einen kleinen Umweg in den Nationalpark Natural da Arrábida gemacht. Auf park4night fanden wir dort nämlich einen traumhaft schönen Stellplatz oben auf den Klippen mit atemberaubender Aussicht aufs Meer. Hier gibt es auch einige tolle Strände wie den Praja da Foz, der allerdings je nachdem ob Ebbe oder Flut ist nur einen recht schmalen Streifen Strand hat und die Wellen teils riesengroß und nicht ganz ungefährlich sind. Unser eigentliches Highlight im Nationalpark war der Praia do Rebenta Bois, eine ganz kleine Bucht die nur zu Fuß erreichbar ist und in der man mit ewas Glück komplett alleine ist.


Ursa Beach

Einen allerletzten Stopp haben wir vor der Hauptstadt noch eingelegt und zwar ganz in der Nähe des wunderschönen Praia da Ursa. Die Anfahrt zum Stellplatz war ziemlich abenteuerlich aber Finn hat wie immer alles gegeben und oben an den Klippen angekommen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Die Felsformationen waren einfach nur atemberaubend und wir haben in den zwei Tagen hier wunderschöne Küstenwanderungen gemacht oder einfach nur mit einer Tasse Kaffee aufs Meer geschaut.


Highlights von Lissabon

Lissabon versprüht mit seinen gefliesten Häuserfassaden und den verwinkelten, engen Gassen einen ganz besonderen Flair. Direkt am Hafen kann man für ein paar Euro mit dem Camper übernachten und von hier auch weitestgehend alles zu Fuß erreichen. Für das Viertel Alfama, welches der älteste Stadtteil Lissabons ist, haben wir uns ganz unkompliziert einen Roller von Bolt gemietet. Wir standen insgesamt vier Nächte am Hafen, haben uns aber aufgrund der extremen Hitze immer nur stundenweise die Stadt angeschaut weil es für Maja sonst einfach zu heiß war. Unsere Lissabon Highlights haben wir euch hier zusammengefasst.


Ponte 25 de Abril

Ein absoluter Blickfang ist die Ponte 25 de Abril, eine 2278 Meter lange Hängebrücke die große Ähnlichkeit mit der Golden Gate Bridge in San Francisco hat. Den schönsten Ausblick auf die Brücke hat man von der Statue Cristo-Rei, welche auf der anderen Uferseite steht und eine der wichtigsten Pilgerstätten Portugals ist.


LX Factory

Die LX Factory ist einer der hipsten Orte der Stadt und ist nur etwa 15 Minuten vom Hafen entfernt. Auf dem alten Fabrikgeländes findet man tolle Cafés und Bars, kleine Mode-Boutiquen, Kunstateliers und die vermutlich schönste Bücherei aller Zeiten, die Livaria ler Devagar. In dem Gebäude war früher eine Druckerei und noch heute steht hier eine wunderschöne alte Druckmaschine inmitten all den Büchern und alten Schallplatten.


Electro 28 - Standseilbahn

Die gelbe, nostalgische Straßenbahn in Lissabon ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit der Straßenbahnlinie 28E kann man einmal durch die Altstadt fahren und kommt dabei an vielen schönen Plätzen Lissabons vorbei.


Castelo de Sao Jorge

Mitten im Stadtviertel Alfama steht auf einem 110 Meter hohen Hügel eines der Wahrzeichen der Stadt. Das imposante Schloss Castelo de Sao Jorge wurde auf den Ruinen einer Festung aus dem 5. Jahrhundert erbaut und schon alleine der Aufstieg ist lohnenswert. Er führt durch alte Stadtteile und vorbei an wunderschönen Aussichtspunkten. Oben angekommen hat man einen der schönsten Blicke auf die Stadt und kann im Garten die Pfaue beobachten und auch schön spazieren gehen.


Unsere liebsten Cafés & Restaurants

Heim Cafe - gemütliches Café mit toller Atmosphäre und grandiosem Frühstück/Brunch

Neighbourhood Cafe - cooles Spezialitäten Cafe

Timeout Market - riesige Markthalle mit einer Vielzahl an unterschiedlichen kulinarischen Ständen

Vegan Nata - die leckersen Pastel de Natas der Stadt und noch dazu vegan

Copenhagen Coffee lab - dänische Kaffeekette mit eigener Rösterei und Bäckerei

Ortea vegan collective - veganes Restaurant mit ausgefallenen Gerichten


Der Surfer Hotspot Peniche

Die Halbinsel Peniche zählt zu DEN Surfspots in Portugal. Die Kombi aus dem flachen Abhang, den Meeresströmungen und Nordwind machen die Bedingungen zum Surfen perfekt. Wie in den meisten Orten mit guten Surfstränden gibt es auch in Peniche einen riesigen Parkplatz bei dem Übernachten erlaubt und von dem aus es nur ein Katzensprung ins Wasser ist. Die gesamte Küste rings um die Halbinsel ist wunderschön und man kann hier auch stundenlange Spaziergänge entlang den Klippen machen.


Obidos - die Stadt der Königinnen

Obidos ist eine charmante kleine Festungsstadt, die auch Stadt der Königinnen genannt wird und liegt etwa 85 Kilometer nördlich von Lissabon. Das Örtchen mit seinen engen Gassen, malerischen Häusern und der imposanten Burg aus dem Mittelalter ist daher ein sehr beliebter Ausflugsort. Die Rua Direita ist die Hauptgasse, die vorbei an kleinen Souvenirshops und süßen Cafés zur Burg führt. Die Stadtmauer umgibt die komplette Stadt und ist komplett begehbar, von dort oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Dächer der Stadt. Um 1570 ließ Katharina von Österreich in Obidos ein beeindruckendes Aquädukt erbauen, damit Wasser aus einer etwa sechs Kilometer entfernten Quelle angeliefert werden kann und über 200 Jahre lang diente das Aquädukt tatsächlich als Hauptwasserversorgung für die Stadt. Wir fanden in Obidos außerdem noch die süßeste (und vielleicht auch leckerste) Pizzaria ever. Bei A Janela wird nur aus einem kleinen Fensterchen verkauft und die Pizzen waren der absolute Knaller.


Costa Nova

Auf dem Weg in Richtung Nordspanien haben wir einen letzten Stopp in Costa Nova gemacht, ein kleines Fischerdorf direkt am Meer. Der Ort ist bekannt für seine schönen, bunten Häuschen und absolut einen Besuch wert um ein bisschen bummeln zu gehen. Im 8. Jahrhundert haben sich hier die ersten Fischer niedergelassen und sich einfache Strohscheunen gebaut. Die Holzscheite wurden dann mit bunten Farben bestrichen, sodass man sie vom Wasser aus gut sehen konnte, heute sind die Häuschen allerdings eher eine Touristenattraktion. Costa Nova liegt direkt am Meer und hier gibt es auch einen ganz netten Stell- bzw. Parkplatz, an dem man kostenlos hinter den Dünen stehen kann.


Unser Fazit zu Portugal mit Campervan

Wir haben unseren Roadtrip durch Portugal unglaublich genossen und waren vor allem begeistert von der Vielseitigkeit die das Land zu bieten hat. Die Einsamkeit und die dramatischen Küstenabschnitte des Atlantiks und die unfassbar schönen Felsformationen mit dem türkisblauen Wasser der Algarve. Beides hat uns mehr als einmal aus den Latschen gehauen, auch wenn es im Süden wesentlich touristischer und trubeliger zugeht. Vor allem zum Surfen ist Portugal einfach gigantisch, da man das ganze Jahr über gute Wellen und Bedingungen hat. Und auch wenn das Freistehen nicht mehr ganz so gern gesehen wird, gibt es vor allem an der Westküste unzählige Möglichkeiten zum Wildcampen und selbst an der Algarve gibt es in den meisten Gegenden Parkplätze an denen es nach wie vor geduldet wird solange man sich an gewisse Regeln hält. Das ist natürlich nicht ganz so wie man sich den Traum vom Vanlife vorstellt aber wir waren trotzdem dankbar, dass wir meist relativ nah am Strand parken konnten auch wenn es nur ein Parkplatz war. Was wir allerdings etwas schade fanden war, dass Portugal nicht wirklich hundefreundlich ist und an den meisten Stränden Hunde-Verbotsschilder aufgestellt waren. In der Nebensaison hat das zum Glück (fast) keinen gestört, weshalb wir wenn auch wieder nur in der off-season kommen würden, in der Zeit ist es ja meist eh viel schöner.

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