Städtetrip Athen & die Insel Agistri

Im März letzten Jahres verschlug es uns zu meinem 30. Geburtstag in die griechische Hauptstadt. Schon so lange stand die Metropole auf unserer Liste und wir freuten uns riesig, gemeinsam mit Freunden, für drei Tage die Stadt zu erkunden. Im Anschluss verbrachten wir noch vier Tage zu zweit auf der kleinen griechischen Insel Agistri. Dass es Ende März vermutlich noch keine 30 Grad haben würde dachten wir uns schon. Allerdings waren wir nicht auf den kalten Wind Athens und schon gar nicht auf zwei Tage Dauerregen in Agistri eingestellt. Natürlich haben wir trotzdem das Beste draus gemacht und teilen mit euch ein paar nützliche Tipps und unsere Highlights. Was uns die 7 Tage gekostet haben, könnt ihr am Ende des Artikels nachlesen.



Anreise Athen

Mit dem Flieger ist man von Frankfurt aus in rund 3 Stunden in Athen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten von dort in die Stadt zu kommen. Wir entschieden uns für die Metro (blaue Linie, ca. 10 €). Man kann aber auch mit dem Bus fahren, was etwas günstiger ist oder natürlich mit dem Taxi.


Exarchia

Das Stadtviertel Exarchia befindet sich nördlich vom Zentrum und ist das Studentenviertel Athens. Hier dominiert die alternative Szene und es gibt jede Menge Streetart zu entdecken. Das Viertel ist auch bekannt für sein Nachtleben und leider auch für seine Probleme mit dem Drogenhandel. Nicht selten kommt es hier zu Ausschreitungen. Wir kamen an zahlreichen in die Jahre gekommenen und mit Graffiti besprühten Häuser vorbei und ich muss gestehen, uns hat es gefallen.


Im Marktviertel ist tagsüber einiges geboten, es gibt einfach alles was das Foodie-Herz begehrt. Übernachtet haben wir im Dryades & Orion Hotel welches sich ebenfalls in Exarchia verbindet. Es ist günstig und hat seinen Zweck erfüllt. Das Highlight war die Dachterrasse mit einem tollen Blick über die Stadt.



Lykabettus Hill

Absolut atemberaubend war der Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang vom Lykabettus Hill. Der Spot ist einer der beliebtesten in Athen und entsprechend gut besucht. Mit seinen 277 Metern ist er der höchste Hügel Athens und kaum zu verfehlen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten um nach oben zu kommen, wir sind ein Stück mit Uber gefahren und den Rest gelaufen. Auf dem Markt haben wir uns mit Oliven, Käse und weiteren Leckereien eingedeckt und uns ein schönes und einigermaßen ruhiges Plätzchen für ein Picknick gesucht. Eine gefühlte Ewigkeit saßen wir über den Dächern Athens und beobachteten, wie langsam die Sonne unterging und nach und nach in der ganzen Stadt die Lichter angingen.



Panathinaiko Stadion

Das Panathinaiko Stadion in Athen ist das Olympiastadion der ersten Olympischen Spiele 1986 und befindet sich am Rande des Stadtzentrums. Bis heute ist es das einzige Stadion der Welt, das komplett aus Marmor gebaut ist. Für 5 € (mit kostenlosem Audio-Guide) kann man die Zuschauerplätze betreten, sich auf den Siegerpodest stellen oder selbst eine Runde auf der Laufbahn rennen. Durch einen imposanten Tunnel kommt man nach ca. 100 Metern in ein kleines Museum mit einer interessanten Ausstellung.



The World of Banksy

Für einen Monat verwandelten sich im März die Mauern von Technopolis in Athen in ein virtuelles Museum von Banksy. Der Künstler wurde durch seine Schablonengraffiti in Bristol und London bekannt. Mittlerweile kennt man ihn auf dem ganzen Planeten. Seinen bürgerlichen Namen und seine wahre Identität hat er allerdings bis heute geheim gehalten. In Palästina in Israel konnten wir schon einige seiner originalen Werke sehen und als wir von der Ausstellung in Athen erfuhren, wollten wir uns das nicht entgehen lassen.



Café Little Kook in Psyrri

Das verrückte Themencafé ist ein Muss eines jeden Athen-Besuchs und liegt in einer ruhigen Straße im Stadtteil Psyrri. Sobald man durch die Regenschirm-Gasse läuft hat man das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen. Mit den bunten Lichtern, Statuen und originellen Straßenlampen fühlt man sich wirklich wie im Märchen.



Im Hauptgebäude gibt es mehrere Themenräume die vom Dach bis zum Erdgeschoss mit Lichterketten, Gemälden und anderen zauberhaften Dingen dekoriert sind. Im Nachhinein haben wir gelesen, dass die Einrichtung sich wohl regelmäßig je nach Jahreszeit ändert.


Acropolis

Die Akropolis thront beeindruckend über Athen und liegt mitten in der Stadt. Aufgrund der oftmals langen Wartezeiten kauften wir uns schon im Voraus ein Ticket und obwohl wir nicht so früh wie geplant am Eingang ankamen, war relativ wenig los. So viele Bilder haben wir schon gesehen aber wenn man dann selbst vor der Akropolis steht ist es wirklich überwältigend. Das Gelände ist riesig und wir haben uns viel Zeit gelassen, um alles zu erkunden. Nach und nach kamen immer mehr Touristenbusse angerollt und es wurde richtig voll. Jetzt bereuten, nicht etwas früher aufgestanden zu sein.



Besonders beeindruckend fanden wir auch das Odeon, ein antikes Theater am Fuß des Akropolis Felsen. Aufgrund des guten Zustands wird es noch heute regelmäßig für Veranstaltungen genutzt.

Der Ausblick von dort über Athen ist fast so schön wie die Akropolis selbst.



Food & Drinks


Ama-Laxei

Exzellente traditionelle und griechische Küche mit schönem Innenhof. Das neoklassizistische Gebäude war früher eine Volksschule. Tipp: Alles in die Tischmitte stellen und teilen!




Aiolou 68

Für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten einer DER Adressen in Athen. Mitten im turbulenten Zentrum in einem „Hinterhof“ versteckt.



Falafellas – Street Food

Dort haben wir unsere leckersten Falafel seit langem gegessen (noch dazu günstig) - Da geht jedes Falafel-Herz auf.


six d.o.g.s Bar

Hier treffen sich die jungen Hipster, es gibt leckere Cocktails, manchmal sogar Live Musik und einen idyllischen Garten. Perfekte Location um in meinen 30. Reinzufeiern.


Zwischendurch haben wir uns außerdem durch die leckeren Bäckereien gefuttert, frisch gepresste Säfte geschlürft oder das leckerste Frozen Yoghurt Eis aller Zeiten gegessen.



Nach drei wunderschönen Tagen in Athen ging es für uns weiter auf die Insel Agistri. Zuvor verbrachten wir mit stundenlanger Recherche, um einen Strand bzw. eine Insel in der Nähe von Athen zu finden. Schließlich fanden wir sie, die kleine traumhafte Nachbarinsel der wesentlich größeren und bekannteren Insel Aegina.



Die Insel Agistri

Die kleine Insel Agistri ist noch ein echter Geheimtipp unter den griechischen Inseln und wie wir finden eine tolle Alternative zu den bekannteren Inseln wie Santorini & Co. (zumal wir nur vier Tage Zeit hatten und unser Flieger von Athen zurückging). In weniger als einer Stunde ist man von Piraeus, dem Hafen von Athen, mit der Fähre auf Agistri. Die Insel liegt im Saronischen Golf, ist nur 13 qm groß und hat rund 750 Einwohner. In den Sommermonaten muss es wohl sehr voll sein, weil die Insel auch für die Einheimischen ein beliebtes Reiseziel ist.


Unterkunft

Das Oasis Beach Hotel war eines der wenigen Hotels, das Ende März schon geöffnet hatte. Mit uns waren nur drei andere Gäste vor Ort und entsprechend war alles sehr familiär und wir haben uns super wohl gefühlt. Nachdem auf der kompletten Insel auch die Restaurants fast alle noch geschlossen hatten, aßen wir quasi ausschließlich im Hotel. War aber nicht schlimm, das Essen war sooo lecker und wir haben uns in den vier Tagen einmal durch die ganze Speisekarte gegessen. Direkt am Hotel befindet sich außerdem eine Badebucht, die allerdings Ende März noch voller Seegras lag und nicht wirklich einladend aussah.



Die Strände

Agistri ist wild uns felsig und besteht zum größten Teil aus Pinienwald. Um die Insel zu erkunden, haben wir uns einen Roller gemietet. Das Wetter war für die kommenden Tage ziemlich schlecht gemeldet, also wollten wir keine Zeit verlieren und so viel wie möglich im Trockenen erkunden.


Unser erster Stopp war der Strand von Chalkiada, der allerdings nicht ganz leicht zugänglich ist. Um ans Meer zu gelangen muss man nämlich erst einmal über Felsen und einen Hang klettern. Am Kiesstrand angekommen waren wir dann aber ganz alleine und konnten die letzten Sonnenstrahlen vom Tag genießen und sogar noch eine Runde baden gehen.



Wunderschön ist auch der Strand von Dragonera. Gelegen an der Westküste, inmitten von Pinienwald, mit kristallklarem Wasser. Wie alle Strände war auch dieser Ende März noch nicht bewirtschaftet und wir hatten ihn ganz für uns alleine.


In zwei Tagen sind wir einmal die ganze Insel abgefahren und fanden so viele idyllische Buchten und menschenleere Strände. Abseits der Straßen gibt es viele Pfade die durch den Wald ans kristallklare Meer führen. Wir können uns durchaus vorstellen, dass man selbst im Sommer ein schönes und ruhiges Plätzchen findet.



Die folgenden Strände haben wir zwar nicht alle selbst besucht, sie müssen aber mit zu den Geheimspots der Insel zählen:


Magiza und Bariama: Badebuchten nördlich von Aponissos, erreichbar über einen kleinen Pfad


Badestelle von Kiafa


Mariza: Badestrand von Limenaria aus zu erreichen, im Südosten der Insel


Die letzten beiden Tage hat es fast durchgängig geregnet und es war wahnsinnig windig. An Roller fahren und Baden war nicht mehr zu denken. Wir waren happy über unser schönes Hotel, haben es uns dort gemütlich gemacht und das Beste daraus gemacht. Am Abreisetag bekamen wir die Info, dass aufgrund des heftigen Sturms nur eine Fähre am Morgen zurück geht. Am Ende hatten wir tatsächlich noch Glück, einen Tag später und wir wären auf der Insel festgesessen. Auch wenn der Abschluss unseres Griechenland Urlaubs etwas anders lief als geplant, haben wir die Zeit auf Agistri sehr genossen und fanden die Kombination mit Athen genau richtig.





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