Reiseplanung Tansania

Ihr habt euch für eine Reise nach Tansania und Sansibar entschieden? Dann steht eins schon mal fest: You will love it! Wir haben euch einige Infos und Erfahrungen zu unserer Reise nach Tansania zusammengefasst.


2019 wollten wir Weihnachten und Silvester unbedingt im Warmen verbringen und der oftmals stressigen Weihnachtszeit entfliehen. Die Entscheidung für Tansania ist uns relativ leichtgefallen, da ich (Daniela) dort seit einiger Zeit ein Waisenkind unterstütze und für mich von Anfang an klar war, dass ich dieses unbedingt persönlich kennen lernen möchte. Somit stand das Reiseland fest und es gab dort die perfekte Kombination für uns: Zeit mit den Kindern im Waisenhaus verbringen, Safari mit beeindruckenden Landschaften und Tieren und wunderschöne weiße Strände auf Sansibar.


Flüge

Nachdem die Weihnachtsferien zum Verreisen sehr beliebt sind, mussten wir schnellstmöglich Flüge buchen. Das diese zu der Zeit nicht günstig sein würden, war uns natürlich im Voraus klar. Nach tagelangem Suchen entschieden wir uns letztendlich für Direktflüge (9 Stunden) mit Condor von Frankfurt nach Kilimanjaro. Der Rückflug war ebenfalls nonstop von Sansibar nach Frankfurt. Pro Person haben wir etwa 1.100 € gezahlt. Alternativ hätten wir für 200 € weniger, Flüge mit zwei Stopps und einer Dauer von über 20 Stunden buchen können. Somit ist uns die Entscheidung am Ende relativ leichtgefallen.


Einreise

Für die Einreise nach Tansania wird ein Visum benötigt. Dieses kann entweder im Voraus über die Tansanische Botschaft, online als Electronic Visa oder direkt bei der Einreise beantragt werden. Wir entschieden uns für die zweite Variante und haben unser Visa im Voraus über „eservices.immigration.go.tz“ beantragt. Der Prozess ist relativ aufwendig, aber wir wollten es in Ruhe von zu Hause aus machen, da wir von langen Wartezeiten am Flughafen gelesen hatten. Die Kosten sind mit 50 $ jedoch identisch. Nach 3 Tagen bekamen wir per Mail die Bestätigung, die in ausgedruckter Form mitgeführt werden muss. Im Nachhinein hätten wir uns wohl doch für das Visa on Arrival entschieden, da wir bei der Ankunft letztendlich länger in der Schlange standen als die, die noch kein Visa hatten.


Sicherheit

Während unserer dreiwöchigen Reise haben wir uns nicht einmal unsicher gefühlt, obwohl wir nicht selten an Orten unterwegs waren, an denen wir die einzigen Touristen weit und breit waren. Trotzdem empfehlen wir, informiert euch vorab auf der Seite des Auswärtigen Amts.


Tatsächlich haben wir von einigen Fällen gehört, bei denen Touristen an der Straße von Taxifahrern angesprochen wurden und nach ein paar hundert Metern weitere Personen einstiegen, um die Leute dann auszurauben. Deshalb ist es ganz wichtig nur offizielle Taxis zu benutzen.


Geld

In Tansania wird mit dem Tansania Schilling gezahlt, es kann aber auch fast alles in Dollar und manchmal sogar Euro gezahlt werden. Es ist zwar nicht ganz korrekt aber zur Vereinfachung wird meistens mit 2.000 umgerechnet. Man sollte auf jeden Fall genügend Bargeld dabeihaben, da viele der Geldautomaten nicht funktionieren und man außerdem immer nur eine gewisse Summe pro Tag abheben kann. Bei Zahlung mit Kreditkarten werden oftmals noch Gebühren verlangt.


Vorsorge

Vor Antritt der Reise solltet ihr euch rechtzeitig in einem Tropeninstitut beraten und den Impfpass checken lassen. Die Kosten hierfür werden von den meisten Krankenkassen, zumindest teilweise, erstattet. Letztendlich gibt es für Tansania keine Bestimmungen, nur Empfehlungen und jeder muss für sich selbst entscheiden.


Speziell bezüglich der Gelbfieberimpfung waren wir nach unseren Recherchen ziemlich verwirrt und verunsichert. Da die Impfung jedoch lebenslangen Schutz bietet und nicht aufgefrischt werden muss, entschieden wir uns am Ende dafür. Wir mussten aber weder bei der Einreise nach Tansania noch bei der Einreise nach Sansibar unseren Impfpass vorzeigen. Es ist wohl wirklich nur dann notwendig, wenn man den Flughafen eines Endemiegebietes verlässt oder einen Aufenthalt länger als 12 Stunden hat.


Tansania (mit Ausnahme Sansibar) ist außerdem Malariarisikogebiet und es wurde uns die medikamentöse Malaria Prophylaxe empfohlen. Da man jedoch keinen hundert prozentigen Schutz hat, entschieden wir uns dagegen. Stattdessen hatten wir unsere eigenen Moskitonetze dabei und haben uns in der Dämmerung mit Nobite eingesprüht. Das Spray hat einen hohen Deet-Anteil und hat super gewirkt. Allerdings ist der Geruch echt gewöhnungsbedürftig und man sollte aufpassen, nichts von dem Spray auf die Kleidung zu bekommen.


Fortbewegung

Die günstigste Alternative um sich fortzubewegen sind Daladalas. Allerdings sind diese Minibusse meist völlig überladen und es gibt auch keinen wirklichen Fahrplan. Als Touri zahlt man zwar immer etwas mehr als die Einheimischen, aber es ist trotzdem günstiger als ein Taxi. Bei einer Taxifahrt muss man unbedingt vorher den Preis verhandeln, da es kein Taxameter gibt. Da wir zu dritt unterwegs waren, haben wir uns speziell auf Sansibar öfter mal ein Taxi gegönnt. Für eine einstündige Fahrt vom Hafen nach Paje haben wir z. B. 25 $ (der Einstiegspreis waren 50 $) gezahlt.


Für längere Strecken gibt es auch Reisebusse. Diese sollte man jedoch vorab buchen, da sie auch oft von Einheimischen genutzt werden. Obwohl uns im Voraus jeder davon abriet, entschieden wir uns für eine 12 stündige Fahrt mit dem Kilimanjaro Express von Arusha zum Hafen nach Dar es Salaam. Nachdem uns die Flüge nach Sansibar zu teuer waren, hatten wir keine andere Wahl und die Busfahrt war mit ca. 12 $ eine super Alternative. Das Schlimmste war die Hitze, es gab keine Klimaanlage und draußen hatte es 35 Grad. Positiv war, dass regelmäßig Toilettenpausen gemacht wurden und man sogar kleine Snacks und Getränke bekam. Die Strecke wird nur am Tag befahren und so sahen wir noch einiges von der wunderschönen Landschaft.


Von Dar es Salaam sind wir mit dem Anbieter Azam Fast Ferry nach Sansibar übergesetzt. Die Tickets hierfür haben wir am Abend zuvor für 40 $ online gebucht. Der Anbieter wurde uns empfohlen und ist wohl der „Sicherste“. Der Checkin war recht hektisch und auch etwas chaotisch, da von allen Seiten irgendwelche Anweisungen kamen und wir nur die Hälfte verstanden. Die zweistündige Überfahrt war ein Abenteuer für sich: eingequetscht zwischen schreienden Kindern und stillenden Müttern, hoher Wellengang und unfassbare Hitze. Ich war kurz davor mir auch eine der Tüten geben zu lassen, die ausgeteilt wurden. Die letzte halbe Stunde saßen wir draußen, weil es drinnen einfach unerträglich war. Im Großen und Ganzen hat aber alles geklappt und wir waren happy als wir unser Gepäck hatten und das Abenteuer Sansibar endlich beginnen konnte.


Unterkünfte

Aufgrund der Reisezeit haben wir bereits alle Unterkünfte im Voraus gebucht. Wir hatten sowohl ein Dorm in einem Hostel als auch Hotels. Es kommt natürlich ganz darauf an, welchen Komfort und welche Ansprüche man hat. Da wir, wie schon erwähnt, zu dritt unterwegs waren, haben wir uns z. B. auf Sansibar auch mal einen Bungalow gegönnt und konnten die Kosten dann durch dreiteilen. Details und Links zu den einzelnen Unterkünften findet ihr in den jeweiligen Reiseberichten.


Safari

Die Auswahl des Anbieters ist uns alles andere als leichtgefallen und es gibt sehr große Unterschiede. Erst einmal muss man sich folgende Fragen stellen:


Gruppenreise oder Individualtour?

Camping, Lodge oder Luxus?

Welche Nationalparks?

Wie lange?


Wir entschieden uns für:


Gruppenreise

Camping, da am günstigsten und man nirgends sonst der Natur und den Tieren so nahekommt

Lake Manyara, Serengeti, Ngorongoro Crater

4 Tage


Nachdem diese Fragen geklärt waren, folgten lange Recherchen und wir schrieben verschiedene Anbieter an, um Preise zu verhandeln und Details zu erfragen. Letztendlich entschieden wir uns für 7 Wonders Safari. Dort haben wir uns von Anfang an gut aufgehoben gefühlt und konnten im Voraus per WhatsApp jederzeit Fragen stellen und haben immer super schnell eine Antwort erhalten. Direkt nach der Buchung mussten wir eine Anzahlung von 50 % machen und haben den Rest vor Ort bar in Dollar gezahlt. Gekostet hat uns das Ganze 720 $ pro Person und am Ende kam noch ein Trinkgeld für den Guide und Koch dazu.


Wenn man vor Ort mehr Zeit hat und vielleicht nicht zur Hauptreisezeit in Tansania ist, kann es um einiges günstiger werden sich kurzfristig einen Anbieter zu suchen. Für uns kam das allerdings nicht in Frage.




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