Neuseeland: Highlights der Südinsel

Nach sechs atemberaubenden Wochen auf der Nordinsel, warteten sechs weitere Wochen vollgepackt mit jeder Menge Abenteuer auf der Südinsel. Auch hier wollen wir euch unsere Highlights nicht vorenthalten und haben euch unsere Route kompakt zusammengefasst.


UNSERE ROUTE - Teil 1


Marlborough District

Die größte Weinregion des Landes liegt an der Spitze der Südinsel und aufgrund der atemberaubenden Lage und der wunderschönen Aussichten gehörte sie zu unseren absoluten Favoriten der Südinsel.



Picton

Nach 3,5 Stunden kamen wir mit der Fähre in Picton an und konnten es kaum erwarten wieder auf Erkundungstour zu gehen.


Queen Charlotte Drive

Los ging es mit dem malerischen 35 km langen Queen Charlotte Drive welcher entlang der Küste von Picton nach Havelock führt. Unterwegs gibt es jede Menge Aussichtspunkte mit großartigen Ausblicken auf das Fjordland.


Onahau Hilltop Lookout

Einer der schönsten Aussichtspunkte auf dem 72 km langen Küstenwanderweg, dem Queen Charlotte Track, ist der Onahau Lookout. Während es 860 Höhenmeter zu überwinden gilt, wird man immer wieder mit grandiosen Ausblicken über die Fjorde der Marlborough Sounds belohnt und oben angekommen hat man eine 360 Grad Panorama Sicht.


Nelson Tasman

Die Region Nelson Tasman ist vor allem bekannt für die goldenen Sandstrände aber auch für die schroffen Berge. In dem Gebiet haben sich außerdem zahlreiche Künstler niedergelassen und bieten ihre handgefertigten Werke zum Kauf an.


Cable Bay Walkway

In der Cable Bay wurde 1876 das erste Überseekabel von Australien nach Neuseeland verlegt. Bis auf 350 Meter geht es steil Hügel rauf, vorbei an grasenden Schafen und Ziegen. Der Aufstieg hat es wirklich in sich, was wir von unten niemals gedacht hätten aber auf dem Gipfel angekommen wartet ein traumhaftes Panorama mit Blick auf die Bucht und die unendliche Weite des Ozeans.



Ganz in der Nähe gibt es direkt am Strand einen schönen kleinen Campingplatz, das McKee Memorial Reserve.


Able Tasman Coast Track

Der 51 km lange Wanderweg führt von Marahau bis zur Wainui Bay im Norden des Abel Tasman National Parks und ist einer der Great Walks Neuseelands. Man wandert entlang unzähliger Buchten mit goldenen Sandstränden und kann sich im kristallklarem Wasser immer wieder abkühlen. Für den gesamten Wanderweg sollte man mindestens drei Tagen einplanen, wobei wir uns entschieden in einer Tageswanderung nur den nördlichen Teil zu gehen. Unser Endziel war der Separation Point mit traumhaftem Blick aufs Meer, ein weiteres Highlight war die Anapai Bay, wo wir uns sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg eine Abkühlung gönnten.



Wharariki Beach

Der Wharariki Beach ist der wohl schönste Strand Neuseelands und zählt sogar zu den schönsten der Welt. Vor allem die Einsamkeit dort oben am äußersten Zipfel der Südinsel hat diesen Ort für uns zu etwas ganz besonderem gemacht. Der Strand liegt etwa 6 km westlich von Puponga, welche die letzte Siedlung der Golden Bay ist. Parken kann man auf dem Parkplatz des Archway Café und von dort führt ein ausgeschilderter Weg in etwa 20 Minuten direkt zum Strand.



Campingplätze in der Umgebung

Riverside Holiday Park Murchison, Totaranui Campground, Golden Bay Holiday Park


West Coast

Nur 31.000 Menschen leben in der 600 km langen West Coast Region. Es warten jede Menge Highlights darauf erkundet zu werden und die Great Coast Road zwischen Westport und Greymouth wurde sogar als eine der Top 10 Küstenstraßen der Welt ausgezeichnet.


Pancake Rocks

Unser erster Stopp an der Westküste waren die Pancake Rocks, die Felsformationen aus Steinschichten sehen aus wie gestapelte Pancakes und erhielten dadurch ihren Namen. Über einen etwa 20 minütigen Rundweg kommt man vom Visitor Center zu den Pancake Rocks.



Franz Josef Glacier

Der Gletscher befindet sich etwa 5 Kilometer außerhalb vom gleichnamigen Ort. Vom Parkplatz gelangt man in etwa 20 Minuten zu einer Aussichtsplattform. Wer noch näher ran möchte, kann eine Eiswanderung oder einen Helikopterflug buchen. Wir entschieden uns für die kleine Wanderung, müssen jedoch sagen, dass wir etwas enttäuscht waren. Das liegt aber vor allem daran, dass der Gletscher von Jahr zu Jahr kleiner wird und wir zuvor nur Bilder sahen, die bereits mehrere Jahre alt waren.



Fox Glacier

Nicht weit entfernt befindet sich der Fox Glacier, welcher in unseren Augen jedoch noch etwas unspektakulärer war. Vermutlich muss man in diesem Fall wirklich eine Tour direkt zum Gletscher buchen, um diesen hautnah erleben zu können.


Wesentlich beeindruckender fanden wir ganz in der Nähe des Glacier den Lake Matheson. An klaren und ruhigen Tagen wird der Gipfel des Mount Cook und des Mount Tasman im Wasser reflektiert, was einfach nur unfassbar magisch aussieht. Zur Aussichtsplattform gelangt man über einen 40-minütigen Spaziergang (hin und zurück). Startpunkt ist die Clearwater River Hängebrücke in der Nähe vom Parkplatz.



Haast Pass

Von den Gletschern aus machten wir uns über den Haast Pass auf den Weg Richtung Wanaka. Der wohl bekannteste Halt am Pass sind die Blue Pools. Vom Parkplatz aus kommt man nach etwa 20 Minuten zu einer Hängebrücke unter welcher der Fluss in den strahlendsten Blautönen durchfließt. Besonders Mutige können von der Brücke in den Fluss springen. Patrick war kurz davor, die tausenden Sandflies hielten ihn aber letztendlich vom Sprung ab.



Wanaka

Der idyllische Ort Wanaka hat es vor allem Patrick ganz besonders angetan. Der gleichnamige, kristallklare Lake Wanaka ist einer der größten Seen des Landes und entlang des Ufers gibt es sogar einen kleinen Kiesstrand mit Liegemöglichkeiten. Am Lake Wanaka befindet sich außerdem der wohl berühmteste Baum überhaupt, er wächst nämlich im Wasser und mit der traumhaft schönen Bergkulisse im Hintergrund ist er ein sehr beliebtes Fotomotiv.



Wanderung auf den Roys Peak

Etwas außerhalb von Wanaka befindet sich eine der spektakulärsten (aber auch anstrengendsten) Wanderungen Neuseelands, nämlich der Aufstieg auf den Roys Peak. Insgesamt gilt es 1.200 Höhenmeter zurückzulegen und das fast ausschließlich bergauf und über einen serpentinenartigen Schotterweg. Dafür wird man schon währenddessen mit atemberaubenden Aussichten auf den Lake Wanaka und die umliegenden Gebirgsketten belohnt. Nach ungefähr zwei Stunden kommt man am berühmten Lookout an, für DAS Foto muss man sich jedoch meist erstmal in eine Schlange einreihen. Wer bis zum eigentlichen Gipfel des Mt. Roy möchte, muss nochmal weitere 30 Minuten Fußmarsch in Kauf nehmen. Der Weg nach unten führt über den selben Pfad zurück und ist aufgrund der extremen Steigung auch absolut nicht zu unterschätzen.



Campingplätze rund um Wanaka

Albert Town Campground, Campground Luggage Albion Cricket Club, Campground Ahuriri Bridge



Aoraki / Mount Cook Nationalpark

Diese Region ist wirklich das reinste Paradies. Es warten atemberaubende Gletscherseen und einzigartige Bergwelten darauf erkundet zu werden. Besonders beliebt ist die Wanderung durch das malerischen Hooker Valley. Unterwegs muss man insgesamt drei Hängebrücken überqueren und hat dabei traumhafte Aussichten auf Gletscher und die schneebedeckten Berggipfel. Der Track führt immer am Hooker River entlang und am Ende wartet vor allem an klaren Tagen ein ganz besonderes Highlight, nämlich die gigantische Aussicht vom Gletschersee auf den Mount Cook.



Vom Mt. Cook Village führt außerdem eine Straße zu dem Gletschersee Tasman Lake. Über den Tasman Valley Lake Walk kommt man ganz nah ans Wasser, von wo man einen grandiosen Ausblick auf die Ausläufer des Tasman Glaciers hat.


Campingplatz im Nationalpark

White Horse Hill Campground


UNSERE ROUTE - Teil 2



Lake Tekapo

Der 25 km lange Lake Tekapo ist ein aufgestauter Gletschersee und wir haben selten so blaues Wasser gesehen. Der bekannteste Spot am südlichen Ende des Sees ist die Steinkirche Church of the Good Shepherd. Übrigens kann man vor allem in dieser Region aufgrund der dünnen Besiedlung und dem geringen Lichteinfluss nachts perfekt Sterne gucken.



Campingplatz in der Nähe am Lake Mc Gregor



Lake Pukaki

Ein weiteres Highlight ist der Lake Pukaki, einer der schönsten Gletscherseen die wir je gesehen haben (irgendwie sagen wir das ständig von Neuseeland). Vom südlichen Ende hat man bei schönem Wetter traumhafte Aussichten über den See und auf die Neuseeländischen Alpen. Es gibt am Straßenrand genügend Parkplätze, von wo man teilweise ganz alleine diesen Ausblick genießen kann. Die wohl schönste Aussicht hat man aber vom legendären Peters Lookout.



Campingplatz: Lake Poaka Amenity Area


Lindis Pass

Der beeindruckende Lindis Pass führt über den State Highway 8. Wer auf dem Weg vom Gebiet Mt. Cook in Richtung Queenstown unterwegs ist, wird vermutlich über diesen Pass fahren. Der Pass führt über einen Bergsattel bis rauf auf 971 Meter und entsprechend wird man wieder mit jeder Menge grandioser Aussichten belohnt.



Campground Bendigo in der Nähe der Passstraße


Queenstown

Pünktlich zu Silvester kamen wir in der traumhaft gelegenen Stadt Queenstown an. Wir staunten nicht schlecht als wir zum ersten Mal die Kulisse mit dem kristallklaren See und den Bergen im Hintergrund sahen. Die Stadt selbst hat aber auch einiges zu bieten und ist im Gegensatz zu den meisten anderen des Landes richtig lebendig (allerdings auch touristisch). Es gibt jede Menge Cafés, Restaurants und Bars. Das war eigentlich auch der Hauptgrund, weshalb wir hier Silvester verbracht haben. Außerdem zieht Queenstown Adrenalinjunkies aus der ganzen Welt an, nirgends sonst hat man nämlich so eine riesige Auswahl an Extremsportarten.



Queenstown Hill

Die rund 1,5 Stunden lange Wanderung auf den Queenstown Hill war für uns eines der Highlights der Stadt. Ganz oben hat man nämlich einen spektakulären Panoramablick auf den See und die umliegenden Berge. Bis zum Gipfel gilt es übrigens 500 Höhenmeter zu überwinden, was sich aber schlimmer anhört als es ist. Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz in der Belfast Terrace. Es gibt auch die Möglichkeit direkt in der Stadt loszulaufen, was aber rund 30 Minuten länger dauert.



Fergburger

Vermutlich kommt kein Besucher der Stadt am berühmten Burgerladen namens Fergburger vorbei. Um einen der begehrten Burger zu ergattern muss man zu fast jeder Tageszeit Schlange stehen, 30 Minuten sind hier übrigens keine Seltenheit. Sitzplätze gibt es kaum, wobei die meisten den Burger sowieso mitnehmen und direkt am See essen. Es gibt sogar ein paar vegetarische Burger und wir müssen gestehen: Uns hat es so gut geschmeckt, dass wir in den paar Tagen ganze dreimal in der Schlange standen.


Campingplätze in Queenstown: Twelve Mile Delta Campground, Cascade Greek Campsite


Glenorchy

Nach einer wilden Silvesternacht verbrachten wir das Neujahr und die darauf folgenden Tage im schönen und beschaulichen Glenorchy. Die Küstenstraße von Queenstown nach Glenorchy soll zu den schönsten der Welt zählen und die Strecke ist wirklich ein Traum. Wir campten etwas außerhalb auf dem "Sylvan Campsite", ein absolut traumhaft schönes Plätzchen inmitten der Natur.



Milford Sound

Der Milford Sound im Fiordland an der Westküste hat uns ganz schön verzaubert und schon die Anreise war ein unvergessliches Erlebnis. Von Queenstown aus geht es immer entlang des Ufer vom Te Anau See bis zum Homer Tunnel. Ab hier schlängelt sich die Straße bis zum Ort Milford Sound. Auch wenn die Strecke nicht sehr lang ist, sollte man genügend Zeit einplanen. Zum einen für Fotostopps und weil die Straße sehr kurvenreich ist.



Bootstour durch den Milford Sound

Am besten kann man den Milford Sound mit einem Boot erkunden. Uns wurde im Voraus mehrmals die Seite bookme.co.nz empfohlen, wo es für alle möglichen Aktivitäten in Neuseeland tolle Angebote gibt. Über den Anbieter Jucy ergatterten wir ein richtiges Schnäppchen und sparten fast 50 %. Direkt am Milford Sound gibt es nur einen ziemlich überteuerten Campingplatz, weshalb wir etwas außerhalb übernachteten und entsprechend am Morgen schon gegen 7 Uhr aufbrachen. Pünktlich um 9 Uhr ging es los. Über einen Lautsprecher bekamen wir vom Kapitän alles rund um den Milford Sound erklärt und es gab außerdem ein kleines Frühstück und kostenlosen Tee und Kaffee. Das Highlight ist der Blick auf den berühmten Mitre Peak, der markanteste Berg des Milford Sound und die vielen Wasserfälle, an die wir mit dem Boot richtig nah rangefahren sind. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter und bekamen sogar etwas Sonne ab, man sagt, dass es im Milford Sound normalerweise an zwei von drei Tagen regnet.



Lake Marian

Die meisten Besucher der Region machen entweder eine Bootsfahrt oder wandern den Milford Track entlang. Es gibt jedoch rund um den Milford Sound noch ein paar Geheimspots, unter anderem den Lake Marian. Auf dem Weg zurück nach Te Anau bogen wir links ab in Richtung Hollyford. In der Nähe gibt es einen Wanderparkplatz, wo wir unseren Camper abstellten und los marschierten. Zuerst überquert man auf einer Hängebrücke den Hollyford River und nach rund 10 Minuten kommt man vorbei an wunderschönen Wasserfällen. Ab hier ist der Weg weniger schön, es wird ziemlich steil und matschig und man muss teilweise richtig kraxeln. Oben angekommen erwartet einen der allerschönste Bergsee überhaupt. Nachdem die Wanderung doch recht anspruchsvoll ist und zum Glück noch ein richtiger Geheimtipp, waren mit uns nur ein paar Andere da. Wir verbrachten mehrere Stunden in absoluter Stille und Patrick wagte sich sogar ins eiskalte Wasser. Hoffentlich bleibt dieser Ort noch ganz lange so einsam und wunderschön.



Mirror Lakes

Direkt am Highway lohnt es sich einen weiteren Stopp bei den Mirror Lakes einzulegen. Ihren Namen haben die Seen von der Oberfläche, die an windstillen Tagen die Landschaft wie einen Spiegel reflektiert. Am frühen Morgen und am Abend hat man die besten Chancen auf eine glatte Oberfläche.



Campingplätze rund um die Milford Sounds

Te Anau Holiday Park, Kumsden Parking Area


Southland

Die Region Southland ist bekannt für ihre rauen Küsten und ihre weltbekannten Bluff Austern. Wir fanden hier einige wunderschöne und einsame Strände, wobei es zum Baden definitiv zu kalt war.


Gemstone Beach

Die meisten sind an diesem Strand tatsächlich auf der Suche nach Edelsteinen. Wir haben unser Glück auch probiert aber können euch sagen, dass man bestenfalls ein klitzekleines Stückchen Quarz findet. Alles andere sucht man hier vergebens. Der Strand ist trotzdem sehr schön und ein Spaziergang lohnt sich allemal.


Monkey Island

Unser nächster Stopp war der Strand Monkey Island. Dort darf man sogar wildcampen, was dieses Plätzchen zu etwas ganz Besonderem macht. Vor dem Strand liegt eine kleine Insel zu der man bei Ebbe rüberlaufen kann.


Curio Bay

Am fast südlichsten Zipfel der Insel befindet sich die Curio Bay. Auch wenn es nach wie vor ziemlich kalt war, mussten wir hier einfach ins Wasser hopsen. Das hatte einen ganz bestimmten Grund: Delphine. Ja, ihr habt richtig gelesen! In die Bucht kommen mehrmals am Tag Hectordelphine und mit ein bisschen Glück (wovon wir ganz viel hatten) kann man mit diesen bezaubernden Kreaturen durch die Wellen hüpfen. Eigentlich ist dieses Erlebnis kaum mehr zu toppen aber es gibt dort ein weiteres Highlight, nämlich Gelbaugenpinguine. Die versammeln sich nämlich am Abend in der Nachbarbucht und auch wenn man natürlich nicht zu nah ran darf, um sie nicht in ihrem natürlichen Umfeld zu stören, man kann die kleinen Süßlinge mit einem Fernglas beobachten.



Cannibal Bay

Am einsamen und rauen Strand der Cannibal Bay kann man freilebende Robben beobachten. Als wir dort am Strand entlang liefen sahen wir mindestens 20 Stück. Das lag evtl. daran, dass wir um die Mittagszeit dort waren und die Robben es genossen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Auf den ersten Blick erkennt man sie oft gar nicht, die Robben liegen meist so ruhig da, dass man sie auch für einen Stein halten könnte. Man sollte in jedem Fall immer einen Abstand von mindestens 10 Metern zu den Robben halten und ihnen nicht den Weg zum Wasser versperren. Ganz in der Nähe der Cannibal Bay befindet sich das "Kaitangata Riverside Motorcamp". Der Campingplatz wird von einem Deutschen betrieben und wir haben dort die leckerste Pizza seit langem gegessen.



Dunedin

Ein kleiner Stopp in der schottisch geprägten Stadt, auch bekannt als das „Edinburgh Neuseelands“, können wir euch wärmstens empfehlen. Parkplätze gibt es auch für größere Fahrzeuge am Bahnhof, das Railway-Gebäude zählt übrigens zu den schönsten der Stadt und hat uns sofort an Schottland erinnert.



Street Art Walk

Dunedin ist außerdem bekannt für seine ausgeprägte Kunstszene, was uns schon auf dem Weg in die Innenstadt auffiel. Die Künstler nutzen nämlich ganze Hauswände als Leinwand und so ist die Stadt das reinste Paradies für Street Art Fans. Es gibt einen sogenannten Street Art Trail bei dem man anhand eines Plans selbständig die aktuell 25 Kunstwerke erkunden kann. Die Pläne bekommt man in den Tourist Büros oder man kann sich diese auch online runter laden. Macht super viel Spaß und man entdeckt dabei außerdem richtig tolle Kaffees und Bars.



Baldwin Street

Im Norden der Stadt befindet sich die steilste bewohnte Straße der Welt, die Baldwin Street. Wir empfehlen die paar hundert Meter lange Straße zu Fuß abzulaufen bzw. nur dann zu fahren, wenn ihr das eurem Auto auch zu traut. Mit unserem Bongo hätten wir da keine Chance gehabt. Eigentlich ist das Ganze ziemlich unspektakulär und die Anwohner taten uns irgendwie leid, weil ständig Touristen kommen um Fotos zu knipsen. Wir finden trotzdem, dass sich ein kurzer Zwischenstopp lohnt, ich meine wer kann schon behaupten auf der steilsten Straße der Welt gelaufen zu sein.



Tunnel Beach

15 Minuten südlich von Dunedin liegt der Tunnel Beach. Vom Parkplatz aus führt ein ziemlich steiler Weg in etwa 30 Minuten nach unten an die Küste. Über einen ganz schmalen Tunnel kommt man bis ganz runter zum Wasser und bei Ebbe kann man direkt am Strand spazieren gehen.



Campingplätze rund um Dunedin

Campground Warrington Reserve, Herbert Forest Camping Ground, Waitaki Water Holiday Park, Campground Coes Ford


Canterbury

Unser Neuseeland Abenteuer neigte sich so langsam dem Ende zu und für die letzten Tage ging es für uns noch nach Canterbury, der flächenmäßig größten Region des Landes. Dort wartete zum Abschluss vielleicht DAS Highlight unserer Reise auf uns.


Banks Peninsula

Die Banks Peninsula ist eine ca. 1.000 km² große Halbinsel südlich von Christchurch. Das wohl bekannteste aber auch touristischste Städtchen in der Region ist Akaroa. Ein französischer Walfänger hatte 1838 die Idee, in der Akaroa Bucht eine französische Kolonie zu gründen. Heute sorgen noch ein paar Läden und vor allem die französischen Straßennamen für ein wenig französischen Flair. Uns blieben allerdings am meisten die leckeren Fish & Chips in Erinnerung, die dort am Hafen ganz frisch zubereitet werden.


Campingplätze in der Umgebung

Waihora Park Reserve Camping, Scargill Recreation Resort, Cheviot Motel and Holiday Park


Kaikoura - Schwimmen mit Delfinen

Einmal mit Delfinen schwimmen, das war ein Traum seit einer halben Ewigkeit. In der kleinen Ortschaft Kaikoura wurde der Traum Wirklichkeit. Der Ort ist einer der wenigen weltweit wo man im offenen Meer mit Delfinen schwimmen kann! Der Grund warum das genau hier möglich ist, ist die einzigartige Lage Kaikouras. Durch einen tiefen Unterwassergraben, in dem ein kalter Strom der Antarktis mit einem warmen aus dem Norden zusammenfließt, gibt es jede Menge Nahrung für Wale, Robben und eben auch Delfine. Über "Dolfin Encounter" buchten wir für nicht ganz günstige 100 Euro pro Person den Dolphin swim und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so aufgeregt war. Während einer wirklich professionellen Einweisung bekamen wir erklärt, wie wir uns im Wasser verhalten sollen. Über eine Art Singen sollte man die Delfine auf sich aufmerksam machen, jedoch nicht aktiv zu ihnen hinschwimmen. Wenn die Delfine einen bemerken, sollte man sich um die eigene Achse drehen also ihre eigenen Bewegungen nachahmen.


Und dann gings auch schon raus aufs Meer. Wir bekamen richtig dicke Neoprenanzüge, das Wasser ist nämlich wirklich frisch, vor allem wenn man längere Zeit drinnen ist. Nach einer kurzen Fahrt sahen wir schon die ersten Delfine und es ging rein in die Fluten. Bis heute werde ich dieses Gefühl nicht vergessen, als wir unter Wasser förmlich von Delfinen umzingelt waren und singend und tänzelnd auf uns aufmerksam machten. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich auch gar nicht, dass man unter Wasser Freudentränen vergießen kann. Insgesamt waren wir glaube ich dreimal im Wasser und als wir das letzte Mal rauskamen, verfolgte uns ein Schwarm von mehr als 100 Delfinen und wir konnten die wunderschönen Kreaturen nochmal vom Boot aus bestaunen. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis und ich bekomme heute noch Gänsehaut wenn ich daran denke.



Christchurch

Unser allerletzter Stop war Christchurch, dort verkauften wir unseren Camper und flogen von dort zurück nach Auckland. Von hier ging das Abenteuer für uns weiter und zwar in Sydney. So wirklich konnten wir die Stadt erst am letzten Tag genießen, weil es so lang gedauert hat, bis wir unseren Van tatsächlich verkauft hatten. Wir standen zwischenzeitlich mit Schildern am Flughafen und fanden schließlich ein deutsches Pärchen, das sich genauso über Bongo freute, wie wir drei Monate zuvor.



Unsere letzte Nacht mit dem Van verbrachten wir übrigens auf dem Cashmere Hill Lookout. Entlang der Hügelkette rund um Christchurch gibt es traumhaft schöne Aussichtspunkte hoch über den Dächern der Stadt. Für uns ein wunderschöner Abschluss mit unserem geliebten Bongo, auch wenn es offiziell nicht erlaubt ist dort oben zu übernachten.



Im Februar 2011 wurde Christchurch von einem Erdbeben heimgesucht und ein Großteil der Stadt lag in Schutt und Asche. Bis heute sind die Folgen zu erkennen, ein Großteil der Häuser wird durch Container gestützt, überall in der Stadt sind Umleitungen und Absperrungen. Die Christuskirche, das Wahrzeichen der Stadt, wurde durch das Erdbeben fast vollständig zerstört. Die neue Kirche wurde komplett aus Pappe gebaut wurde, was jedoch erst beim näheren betrachten auffällt. Es wurden jedoch leider nicht nur Gebäude zerstört, sondern es kamen auch 185 Menschen dabei ums Leben. Für diese wurde das Denkmal "185 Empty White Chairs", in der Nähe der Cardboard Cathedral, erbaut. Auch wenn viele Touristen einen Bogen um Christchurch machen, fanden wir die Stadt irgendwie trotzdem oder genau deshalb so besonders.



Fazit Neuseeland

Uns bleibt eigentlich nur eins zu sagen: Neuseeland du hast uns täglich aufs Neue verzaubert, uns überwältigt und vor Freude zum Weinen gebracht. Kein anderes Land hat uns bisher so aus den Socken gehauen, wir werden dich unendlich vermissen. Irgendwann kommen wir wieder und versuchen jedes wunderschöne Fleckchen, dass wir noch nicht kennen weiter zu erkunden.