• Daniela

Mit dem Campervan Überwintern in Griechenland

Ihr plant mit einem Camper oder Wohnmobil in Griechenland zu überwintern? Wir haben es gemacht und waren von November bis Februar für vier Monate mit unserem VW LT 28 in Griechenland unterwegs. In der Zeit sind wir einmal durchs ganze Land gedüst und teilen jetzt unser Fazit mit euch. Lange haben wir überlegt ob wir für den Winter in Richtung Portugal oder Griechenland fahren sollen. Nachdem wir aber von vielen Seiten mitbekamen, dass Wildcampen in Portugal aktuell recht schwierig ist und Griechenland eh besser zu unserer Route passte, entschieden wir uns für das Überwintern im Balkan. Kleiner Spoiler vorweg: Wir haben den wohl kältesten Winter seit Jahren erwischt und von Sturm, über sintflutartigen Regen und Schneechaos war wirklich alles dabei. Dazu aber gleich mehr.


Frau sitzt auf VW LT 28 Kastenwagen mit Meerblick

Allgemeines für eine Reise nach Griechenland im Camper


Einreise Griechenland über den Landweg

Für uns ging es von Albanien aus über die Grenze nach Griechenland. Im Voraus lasen wir von den wildesten Dingen wie z. B. das der gesamte Van auf den Kopf gestellt wurde aber bei uns verlief die Einreise total unspektakulär. Benötigt wird nur ein Personalausweis (oder Reisepass), der Fahrzeugschein und je nach aktueller Lage noch die Covid Dokumente. Diesbezüglich empfehlen wir immer vor Einreise nochmal die entsprechende Seite des Auswertigen Amts zu lesen.


Maut in Griechenland

In Griechenland sind die meisten Autobahnen gebührenpflichtig. Gezahlt wird direkt an den Mautstationen entweder bar oder mit Karte. Die Einstufung der Fahrzeuge erfolgt in verschiedene Klassen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Höhengrenze entweder bei 2,20 oder aber bei 2,70 (in dem Fall sind wir immer genau drunter) liegt. Wir versuchen fast immer die Mautstraßen zu umfahren, da sich selbst kleinere Beträge wie etwa 4 Euro auf mehrer Monate hochgerechnet ziemlich summieren. Oftmals gibt es direkt neben der Autobahn auch eine Parallelstraße bei der man gar nicht viel länger braucht und die alternativen Routen sind auch landschaftlich wesentlich schöner.


Freistehen in Griechenland und Campingplätze im Winter

Die meisten Campingplätze schließen im Oktober und öffnen erst wieder im Frühling. Nur ganz Wenige haben das ganze Jahr über geöffnet (ausgenommen in Großstädten). Wie bereits erwähnt hatten wir teils ziemlich schlechtes Wetter, was für uns ohne Warmwasser und geöffnete Campingplätze manchmal ziemlich herausfordernd war. Ansonsten stehen wir aber am allerliebsten frei und auch wenn Wildcampen mit dem Wohnmobil offiziell nicht erlaubt ist, wird es außerhalb von Touri Hotspots meist geduldet. In der Hochsaison sieht es teils anders aus, dann wird vor allem in Naturschutzgebieten regelmäßig kontrolliert und wenn es doof läuft sind dann auch Strafen fällig.


Temperaturen im griechischen Winter

Auch wenn der griechische Winter milder ist als der deutsche Winter, haben wir am eigenen Leib miterlebt, dass auch hier die Temperaturen weit unter Null sinken können. Natürlich hängt es auch stark von der Region ab, allerdings war der Winter 21/22 insgesamt wesentlich kälter als die Jahre zuvor. Während wir im November noch bei angenehmen 15 Grad im Meer baden waren, wurden wir nur wenige Wochen später in der Region um Athen komplett eingeschneit. Rein grundsätzlich kann man aber schon sagen, dass es im Norden kälter als im Süden wird. Die beiden beliebtesten Orte für die Wintermonate sind übrigens die Halbinsel Peloponnes und Kreta. So ab Mitte Februar wurde es dann auch langsam wieder wärmer und es fing alles an zu blühen, was super schön war. Was wir aber fast über die gesamte Zeit definitiv nicht hätten missen wollen, war unsere Standheizung.


Frischwasser auffüllen

Wo findet man Frischwasser in Griechenland? Tatsächlich ist es relativ einfach an öffentlichen Quellen und Brunnen Wasser fürs Wohnmobil zu finden! Wir haben uns mittlerweile einen klassischen Gartenschlauch zugelegt, da viele der Brunnen ein Gewinde haben, was das Auffüllen wesentlich flexibler und schneller macht. Ansonsten haben wir einen kleinen mobilen Wasserkanister für den Fall das wir den Schlauch nicht an der Quelle anzapfen können oder die Wasserstelle nicht direkt mit dem Van zugäglich ist. Die Orte für Frischwasser fanden wir entweder durch Zufall beim Vorbeifahren oder aber über die App Park4Night. Oftmals kann man beispielsweise auch an Tankstellen auffüllen. Auch wenn wir bei uns einen Trinkwasserfilter verbaut haben, checken wir immer zuvor nochmal die Waserqualität. In seltenen Fällen kann es nämlich vorkommen, dass man Salzwasser oder extrem trübes Wasser erwischt.



Unsere Route durch Griechenland


Die Halbinsel Lefkada

Unser erstes Ziel war die Insel Lefkada (auch Lefkas genannt) und ihre bilderbuchartigen Traumstrände, die zu den schönsten des Landes gehören. Die 35 km lange und 15 km breite Insel liegt im Westen des Landes im Ionischen Meer und ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Lefkada bedeutet „Die Weiße“, der Name kommt von den weißen Felswänden im Westen der Insel. Hier gibt es tatsächlich noch Strände die komplett unerschlossen sind und an denen man vergeblich Strandbars und Kneipen sucht. Knapp 10 Tage haben wir die Halbinsel erkundet und wollen euch unsere Highlights und schönsten Stellplätze natürlich nicht vorenthalten.


Porto Katsiki

Der Porto Katsiki ist vermutlich der bekannteste Strand von Lefkada und das geniale ist, dass man direkt oberhalb der Bucht mit traumhafter Aussicht mit dem Van stehen kann. Die Highlights von diesem Strand sind zum einen das türkisfarbene Wasser und die weiße Felswand, die hinter dem Strand aufsteigt. Über eine lange Treppe kommt man nach unten zum Strand, an dem im November kaum mehr was los war, auch das Kiosk hatte bereits geschlossen.



Kathisma Beach

Ein weiterer Strand der bei Vanlifern sehr beliebt ist, ist der Kathisma Beach. Hier ist es nämlich möglich direkt am Strand auf einer Schotterstraße zu Parken. Selbst im November war hier noch einiges los aber da der Strand ewig langgezogen ist, hat man trotzdem jede Menge Platz für sich. Auch hier ist die Farbe des Wassers unglaublich schön türkisfarben, was den Ort zu einem ziemlich perfekten Camping Spot macht.


Gialos Beach

Der für uns schönste Stellplatz auf Lefkada war am Gialos Beach. Die Anfahrt über die steile Passstraße war nicht ganz ohne aber dafür wurden wir mit einem einsamen Traumstrand belohnt. Das Meer war hier im Vergleich zu den anderen Stränden der Insel relativ rau aber trotzdem wunderschön.


VW LT 28 Kastenwagen am Kamari Beach Griechenland | Schönste Strände Lefkada

Kamari Beach

Alle zuvor genannten Strände befinden sich im Westen der Insel, wo wir jeden Abend wunderschöne Sonnenuntergänge hatten. Der Kamari Beach hingegen ist auf der Ostseite, wo man traumhafte Sonnenaufgänge bestaunen kann. Auch hier steht man direkt am Strand auf einem Schotterweg, was diesen Ort auch zu was ganz besonderem fürs Campen macht.





Nidri Wasserfall auf Lefkada | Sehenswürdigkeiten Lefkada | Schönste Wasserfälle Griechenlands

Nidri Wasserfall

Im Osten der Insel, etwas außerhalb der Stadt Nidri befindet sich der gleichnamige Wasserfall. Mit dem Campervan kann man bis auf ein paar hundert Meter heran fahren. Vom Parkplatz aus führt dann ein schmaler Pfad durch eine kleine Schlucht zum Wasserfall. Als wir dort waren kam relativ wenig Wasser die 30 Meter hohe Felswand runter aber wir fanden es trotzdem richtig beeindruckend und das Highlight war ein Sprung vom Felsen ins türkisfarbene Becken.

Peloponnes

Die Halbinsel Peloponnes zählt mit ihren "vier Fingern" zu den schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften des Landes und liegt im Süden Griechenlands. Wir fanden hier wunderschöne Sandstrände, eine paradisische Insel mit türkisblauem Wasser aber auch beeindruckende, geschichtsträchtige Städte. Die Halbinsel selbst ist durch die Charilaos-Trikoupis-Brücke mit dem griechischen Festland verbunden und führt direkt zur größten Stadt der Insel – Patras. Die kurze Fahrt über die Brücke hat uns mit Campervan stolze 20 Euro Mautgebühr gekostet. Alternativ gibt es auch eine Fähre die wohl nur die Hälfte kostet, da es bei uns aber schon stockdunkel war, in Strömen geregnet hat und wir einfach nur ankommen wollten, entschieden wir uns für die Brücke. Dann starten wir mal mit unseren Highlights der Peloponnes.

Kalamata

Unser erstes Ziel war die Stadt Kalamata und nachdem es in Städten mit dem Freistehen immer eher schwierig ist, entschieden wir uns für eine Nacht auf den Campingplatz Fare zu fahren. Direkt vor der Tür fährt der Bus in Richtung Zentrum ab, man ist aber in ca. 20 Minuten auch zu Fuß in der Stadt. Immer Mittwochs und Samstags findet in der Markthalle ein riesiger Wochenmarkt statt der sehr zu empfehlen ist. Ansonsten sind wir einfach gemühtlich durch die Stadt und den Hafen geschlendert, haben Kaffee getrunken & lecker Pizza gegessen. Besonders bekannt ist Kalamta übrigens für den weltweiten Export von Oliven.



Neratziona Beach

Wir standen auf dem Peloponnes wirklich auf unzähligen Stellplätzen direkt am Meer aber der am Neratziona Beach blieb uns besonders in Erinnerung. Wir standen hier fast eine Woche und wurden jeden Abend mit einem unfassbar schönen Sonnenuntergang beschenkt. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Wasserquelle und es ist nur ein Katzensprung bis zum Hafen, von welchem die Fähren auf die Insel Elafonisos ablegen.



Die Insel Elafonisos - Das Geheimnis des Peloponnes

Die wunderschöne Insel Elafonisos gehört zu den Ionischen Inseln und ihre Fläche beträgt gerade mal 19 km². Wir sind mehr oder weniger durch Zufall auf dieses kleine Paradies gestoßen, wobei Elafonisos sogar zu den schönsten Inseln Griechenlands zählt. Vom Hafen Vegafia fährt etwa einmal pro Stunde die Fähre rüber auf die Insel (gezahlt wird direkt auf der Fähre). Die Überfahrt dauert 10 Minuten und kostet pro Person 1 Euro, für den Van haben wir 20 Euro gezahlt. Im Dezember war das Wetter leider nicht das Beste und entsprechend waren wir mit ein paar wenigen anderen Vans gefühlt komplett alleine. Der berühmteste Strand ist die karibische Doppelbucht des Simos Beach. Nur einen Katzensprung entfernt kann man auf einer kleinen Anhöhe mit dem Van stehen. An der Nordwestküste befindet sich ein weiterer schöner Sandstrand, der Kato Nisi Beach. Nach drei Nächten ging uns leider das Wasser aus und es gab auf der gesamten Insel keine Wasserquelle. Es empfiehlt sich auch die Lebensmittelvorräte vorher aufzustocken, da es nur ein paar wenige, sehr teure Mini Märkte gibt.



Die einzigartige Stadt Monemvasia

Monemvasia bedeutet so viel wie "ein Eingang" und es gibt auch nur einen Zugang über einen Damm der auf die vorgelagerte Inselfestung führt. Hier erwartet einen das reinste Labyrinth aus kleinen Steinhäuschen, Ruinen, schönen Cafe´s und vor allem atemberaubenden Ausblicken. Monemvasia besteht aus zwei Teilen, einmal die ummauerte mittelalterliche Unterstadt am Abhang vom Felsen und die Zitadelle oben auf dem Felsen (dort rauf kommt man nur über einen steilen Weg). Die Kurzgeschichte der Stadt ist von einem der wichtigsten Häfen im byzantinischen Reich über ein verlassenes Seelen-Dorf in den 70er Jahren, vorübergehend zum Wochenendort reicher Athener und heute weltweite Touristenattraktion. Nur etwa fünf Minuten entfernt gibt es übrigens einen schönen Stellplatz direkt am Meer, der über die park4night App zu finden ist.



Nafplio

Die schnuckelige Stadt im Südosten Peloponnes gilt als eine der schönsten Griechenlands und auch hier gibt es die Möglichkeit kostenlos am Hafen mit dem Van zu stehen und die Stadt zu Fuß zu erkunden. Fünf Jahre lang war Nafplio übrigens sogar die Hauptstadt des Landes bis der 17 jährige König aus Bayern dann beschloss, dass es doch Athen wird. 216 m über der Stadt trohnt das Highlight Nafplios, die Palamidi Festung. Von dort oben hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt und das Meer. Im Sommer ist das Städtchen mit seinen schönen verwinkelten Gassen und Cafe´s vermutlich ziemlich mit Touris überlaufen, im Dezember war es zwar frisch aber dafür kaum was los. Wir können einen Abstecher auf jeden Fall empfehlen.



Strände rund um Porto Cheli

Frau im Meer bei Sonnenuntergang am Porto Cheli Strand | Schönste Strände Peloponnes

Bevor es für uns für ein paar Tage in die Hauptstadt ging, machten wir noch einen Halt am "4. Finger" von Peloponnes und fanden hier nochmal einen wundervoll, idyllischen Stellplatz am Ververonda Beach. Das Wetter war hier im Dezember noch so unglaublich warm und zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir hier das letzte Mal für eine sehr lange Zeit im Meer baden waren.





Athen

Über den Korinth Kanal ging es für uns nach Athen in die wunderschöne Hauptstadt. Direkt unterhalb der Akropolis gibt es einen Camper Stellplatz. Für 30 Euro kann man hier 24 h mit Blick auf die beeindruckende Stadtfestung stehen und die Stadt super zu Fuß erkunden. Wir waren damals zu Danielas 30. bereits für mehrere Tage in Athen, alles zu unserem Städtetripp könnt ihr hier nachlesen. Diesmal bekamen wir Familienbesuch und haben die Stadt ganz ohne Kamera und Handy mit unseren Liebsten genossen.


Die Insel Euböa

Wusstet ihr, dass die Insel Euböa die zweitgrößte Insel Griechenlands ist? Wir wussten bis kurz vorher noch nicht mal das es diese Insel überhaupt gibt. Das liegt daran, dass Euböa noch ein echter Geheimtipp ist obwohl die Insel nur 1,5 Stunden von Athen entfernt ist und speziell für Camper so viel zu bieten hat. Die Halbinsel liegt rund 1 Stunde nördlich von Athen und ist über zwei Brücken zu erreichen, die jeweils in die Hauptstadt Chalkida führen. Es gibt auch von Athen aus eine Fährverbindung in den Süden Euböas, hierzu haben wir aber leider keine weiteren Informationen. Tragischerweise wurde der Norden der Insel im Sommer 2021 von heftigen Waldbränden heimgesucht, was bis heute verheerende Auswirkungen hat. Für die ersten Tage haben wir uns eine schöne Unterkunft (EviaFoxhouse) in den Bergen der Insel gemietet und waren anschließend noch für ca 10 Tage mit dem Van unterwegs. Leider hat während der gesamten Zeit das Wetter nicht wirklich mitgespielt und wir konnten aufgrund überschwemmter Straßen nur einen Teil der Insel erkunden. Wir werden also in jedem Fall nochmal irgendwann zurückkommen.



Der Norden Euböas

Im Norden von Euböa befindet sich unser absolutes Highlight der Insel, die heißen Quellen Loutra Edipsou. Die Quellen liegen direkt am Strand, bestehen aus mehreren Becken und der Eintritt ist frei. Ein paar der Pools sind sogar im Meer wo sich das heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser vermischt, ein echtes Träumchen. Im Landesinneren gibt es außerdem eine wunderschöne Bergwelt, wo wir den wohl schönsten Sonnenuntergang aller Zeiten mit Blick auf den Mount Dirfys, den höchsten Berg Euböas, erleben durften. Die schönsten Strände sind zum einen der Limnionas Beach im Nordosten und der Hilladou Beach im Nordwesten der Insel.



Die Ostküste

Die allerschönsten Strände (aber auch die am schwierigsten zugänglichen) mit ihren steil aufragenden Klippen befinden sich im Osten der Insel, leider konnten wir diese aufgrund der starken Regenfälle in Verbindung mit den steilen und engen Straßen nicht anfahren.


Euböas Süden

Im Süden gibt es eine Küstenstraße, die zu unglaublich schönen Buchten führt, die meist ebenfalls komplett unerschlossen sind. In der Gegend gibt es außerdem ein riesiges Straßenlabyrinth, hier war wohl mal was ganz Großes geplant was nie fertig gestellt wurde und jetzt ein einziger großer lost place ist. Der Westen ist landschaftlich nicht ganz so spektakulär, da hier relativ viel Zivilisation und Städte sind.


Mount Parnass und der Lake Limni Mornou (Mornos)

Auf dem Weg in Richtung Chalkidiki entschieden wir uns für die Route durch die Berge und verbrachten Silvester in luftiger Höhe am Mount Parnass. An Neujahr war richtiges Kaiserwetter und wir konnten das Jahr mit einer traumhaften Schneewanderung beginnen. Durch Zufall fanden wir auf der Weiterfahrt den Lake Mornos, einen wunderschönen Stausee mit Blick auf die Berge. Somit gab es auch hier noch einen Zwischenstopp für ein paar Tage, was sich für uns mehr als gelohnt hat.


Mount Olymp - Der Berg der Götter

So oft schon hatten wir von weitem den höchsten Berg Griechenlands bestaunt und auch wenn dort oben im Januar noch ordentlich Schnee lag wollten wir zumindest probieren dem Olymp mit dem Van ein Stück näher zu kommen. Mehr oder weniger durch Zufall fanden wir an einer wenig befahrenen Straße eine kleine Parkbucht die unser zu Hause für zwei Tage wurde und wir sind mega happy den Schlenker durch die Berge gemacht zu haben. Übrigens ist der Olymp kein einzelner Berg sondern vielmehr eine Gebirgskette, von der der höchste Gipfel der des Mount Mytikas (2918 m) ist. Übersetzt wird Olymp unter Anderem mit Himmel oder der Leuchtende und in der griechischen Mythologie war er von den 12 olympischen Göttern bewohnt.



Chalkidiki

Südlich von Thessaloniki befindet sich die traumhaft schöne Halbinsel Chalkidiki mit ihren drei Landzungen Kassandra, Sithonia und Mount Athos. Wir fanden hier einige der schönsten Strände von ganz Griechenland und für uns war die Halbinsel ein wunderschöner Abschluss unserer viermonatigen Griechenland Reise. Bevor es aber auf die "Finger" ging standen wir für eine ziemlich lange Zeit am Flughafen Thessaloniki bei Camping Zampetas weil wir auf unsere neue Batterie gewartet haben. Es ist zwar nicht sonderlich hübsch da aber dafür gibt es kostenlos Wasser, Strom, sogar eine kalte Dusche und einen top ausgestatteten Camping Store. Einen richtig tollen Platz fanden wir auch noch links von Thessaloniki am Epanomi Beach. Hier kann man mit wundervollem Blick auf die Berge direkt an den Dünen stehen und die Reste eines Shipwreck bestaunen.


Kassandra - Der erste Finger

Die westliche Halbinsel Kassandra ist die touristisch erschlossenste von Chalkidiki. Vor allem in den Sommermonaten ist die Region bei den Einheimischen sehr beliebt. Entsprechend sind dann die Strände oft völlig überfüllt und es könnte auch mit dem Wildcampen schwierig werden. In den Wintermonaten hingegen hat man die Strände meist ganz für sich alleine und findet wunderschöne Stellplätze direkt am Meer. Besonders schön war die traumhafte Lagune am Glarokavos Beach im Südosten der Insel und die langgezogene Sandbank am Poseidi Cape. Hier ist es zwar ohne 4x4 nicht möglich bis auf die Landzunge zu fahren aber etwas weiter gibt es schöne Plätze um dann zu Fuß zur Sandbank zu laufen.



Sithonia

Der mittlere Finger Chalkidikis lockt mit karibischen Stränden, ganz viel grün und atemberaubenden Ausblicken auf den oft schneebedeckten Mt. Athos. Da Sithonia wesentlich unerschlossener ist als Kassandra, ist es speziell mit dem Camper ein kleines Paradies. Die schönsten Strände die wir finden konnten waren der Karydi Beach in der Nähe der Blauen Lagune im Nordosten der Insel, hier kann man selbst im Sommer unter den schattenspendenden Pinien stehen. Außerdem wunderschön der Kavourotripes Beach und das Gebiet rund um den Tigania Beach, hier sollte mal was richtig Großes entstehen, wozu es jedoch nicht kam und man findet hier ein riesiges "lost place" Gebiet mit einem Wirrwarr aus Gassen und Wegen wo man mit traumhaftschönen Blicken auf den Athos stehen kann.


Mount Athos

Und dann wäre da noch das geheimnisvolle Gebiet rund um den Mount Athos. Bis in das Städtchen Ouranoupoli ist die Gegend jedem zugänglich, direkt danach beginnt eine autonome Mönchsrepublik mit rund 20 Klöstern die in den Klippen "hängen", zu welchen nur Männer Zutritt haben. Seit über 1000 Jahren haben Frauen hier Zutrittsverbot und dürfen sich der Region maximal 500 m nähern. Das gilt übrigens auch für weibliche Tiere außer Katzen, da diese Mäuse und Schlangen fern halten sollen. Jedoch braucht man auch als Mann zuvor eine Aufenthaltserlaubnis aus dem Pilgerbüro und die Region ist von Ouranoupoli aus nur per Schiff und nicht über den Landweg erreichbar. Für alle Neugierigen die sich die hängenden Klöster aus der Ferne anschauen wollen werden Bootstouren angeboten. Haben wir nicht gemacht, muss aber sehr schön und lohnenswert sein auch wenn es irgendwie etwas merkwürdig ist.


Heiße Quellen Eleftheres Griechenland | Lost Place | Top 3 Hot Springs Griechenland

Die heißen Quellen von Eleftheres

Bevor es für uns weiter in die Türkei ging, haben wir noch einen letzten Stop in den heißen Quellen von Eleftheres gemacht. Das war ein Erlebnis der besonderen Art, da das ganze Areal zum einen aus natürlichen heißen Quellen besteht, früher hier aber mal ein vornehmer Kurort war und die Badehäuser und Hotels mittlerweile komplett verlassen und runtergekommen sind. Das Baden in den heißen Quellen war eine echte Wohltat, für uns einfach immer wieder ein Highlight.









Unser Fazit zum Überwintern in Griechenland

Wenn wir an unseren Winter in Griechenland zurückdenken sind wir noch immer völlig überwältigt von der Vielfalt die das Land zu bieten hat. Und auch wenn wir den wohl kältesten Winter seit Jahren hatten, sind wir trotzdem dankbar für all die Erfahrungen und Begegnungen die wir in den vier Monaten hatten. Trotz teils schlechtem Wetter können wir das Land zum Überwintern definitiv empfehlen, da man all die wunderschönen Orte oftmals komplett für sich alleine hat und mit einer heißen Tasse Tee und traumhaftem Meerblick lässt sich auch das noch so größte Schmuddelwetter aushalten.