Kurztrip in die Dolomiten

Relativ spontan entschieden wir uns vor unserem Roadtrip durch Slowenien noch einen kleinen Abstecher nach Südtirol zu machen. Genauer gesagt in die Dolomiten, die standen nämlich schon eine halbe Ewigkeit auf unserer Bucket List. Da wir sowieso schon wieder ganz doll Bergweh hatten, kam dieser kleine Umweg genau richtig. Drei Tage waren wir in der wunderschönen Region unterwegs und haben euch unsere Highlights in einem kleinen Beitrag zusammengefasst.



Lago di Braies - Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee ist schon seit Jahren kein Geheimtipp mehr und vermutlich eines der meistfotografierten Motive Südtirols. Das bekamen wir direkt zu spüren, als wir nämlich am Nachmittag dort ankamen war der komplette Parkplatz voll und uns wurde gesagt, wir sollen doch in zwei Stunden nochmal wiederkommen. Gegen Abend war es schon wesentlich leerer und wir fanden ein schönes Plätzchen etwas am Rand wo wir für 6 Euro auch über Nacht stehen konnten.


Am See angekommen waren wir direkt hin und weg von der wunderschönen Lage und der spektakulären Bergkulisse drum herum. Als irgendwann auch das letzte Holzboot wieder zurück am Steg ankam, wurde das Wasser innerhalb kürzester Zeit komplett ruhig und die umliegenden Berge haben sich gespiegelt. Es war einfach nur wunderschön und obwohl es schon relativ spät war, sind wir noch eine komplette Runde um den See gelaufen (3,6 km).



Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir wieder am See und während sich vorne am Bootssteg bereits die Touris für ihr perfektes Foto tummelten, liefen wir ein Stück um den See und konnten ganz für uns alleine unseren Morgenkaffee genießen. Dort war es mindestens genauso schön und vor allem haben wir die Ruhe sehr genossen. Wer es sich leisten will, kann eine Bootsfahrt mit den traditionellen Ruderbooten machen. Die Boote können von Mitte Juni bis Ende September täglich von 10:00 Uhr – 17:00 Uhr ausgeliehen werden und der Preis liegt bei 18 Euro für eine halbe Stunde und bei 28 Euro für eine Stunde.



Toblacher See

Nur etwa 15 km vom Pragser Wildsee entfernt liegt der Toblacher See. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel haben wir hier einen Stopp eingelegt und in etwa 45 Minuten einmal den See umrundet. Die Strecke ist knapp 3 km lang und perfekt geeignet für einen kleinen Spaziergang mit herrlicher Bergkulisse. Einziger Nachteil waren die teuren Parkgebühren, für maximal 3 Stunden haben wir mit Van 10 Euro gezahlt. Mit dem PKW ist es allerdings wesentlich günstiger. Im Gegensatz zum Lago di Braies findet man am Toblacher See keine Menschenmassen, die für ihr perfektes Foto Schlange stehen. Hier kann man auch tagsüber ganz in Ruhe seinen idyllischen Spaziergang genießen.



Sorapissee

Für unsere Wanderung zum Sorapissee suchten wir uns in der Park4Night App einen Schlafplatz ganz in der Nähe des Startpunkt, so konnten wir schon früh am Morgen losmarschieren. Ganz zufällig war der Platz traumhaft schön und sogar kostenlos.



Ausgangspunkt der 11 km langen Wanderung ist der Passo Tre Croci. Parken kann man kostenlos direkt am Straßenrand. Von dort geht es immer entlang der Wegmarkierung Nr. 215, die kann man gar nicht verfehlen. Der Weg führt zunächst geradeaus durch den Wald und nach einiger Zeit über einen steinigen, etwas steileren Pfad. Einige Abschnitte sind mit Drahtseilen gesichert und es ist teilweise sehr rutschig aber alles machbar. Oben angekommen wird man reichlich belohnt, zu recht zählt der Sorapissee zu einem der spektakulärsten Bergseen. Wir haben ohne zu übertreiben noch nie zuvor so türkisfarbenes Wasser gesehen. Wie so oft bei solch wunderschönen Orten lohnt es sich früh aufzustehen. Auf dem Rückweg kamen uns mehrere hundert Leute entgegen und wir können uns kaum vorstellen, was zu späterer Stunde dort oben los ist.



Tre Cime di Lavaredo - Die Drei Zinnen

Die Umrundung der berühmten Drei Zinnen gehört wohl zu den Klassikern in den Dolomiten. Der Ausgangspunkt ist die Auronzo Hütte auf etwa 2.300 Metern Höhe, die am Ende einer Mautstraße liegt. Die Gebühr für Camper beträgt 45 Euro für 24 Stunden. Wir hatten Glück und mussten nur die Gebühr eines PKWs zahlen, die bei 30 Euro liegt. Es gibt einen separaten Parkplatz für Camper, bei dem es auch erlaubt ist mit traumhafter Kulisse zu übernachten.



Bei einer 7,6 km langen Wanderung kann man die Drei Zinnen einmal umrunden (2009 wurden diese übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt). Als wir ganz früh am Morgen losgelaufen sind, war von der schönen Aussicht die wir am Abend zuvor hatten rein gar nichts mehr zu sehen und wir waren schon etwas enttäuscht. Knapp 20 Minuten später, als wir direkt unterhalb der Drei Zinnen standen, verzog sich aber plötzlich innerhalb weniger Minuten der Nebel und wir hatten freie Sicht auf die beeindruckende Felsformation, die mehrere hundert Meter in die Höhe ragt. Da hatten wir mal wieder wahnsinniges Glück. Auf halber Strecke kehrten wir bei der Drei Zinnen Hütte ein und gönnten uns einen völlig überteuerten Cappuccino mit einem Stück Kuchen. Die Aussicht auf die Berge zahlt man eben mit und außerdem war unser letzter Tag in Italien. Auf der weiteren Strecke zog es leider immer mehr zu, bis sich die Drei Zinnen irgendwann komplett im Nebel versteckten. Trotzdem eine unfassbar schöne Wanderung, die Magie dort oben in den Bergen ist einfach unbeschreiblich.



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