Königssee – Ein regenreiches Wochenende im Berchtesgadener Land

Endlich war unser Camper fahrbereit und wir wollten das lange Wochenende im Oktober nutzen um ein paar Tage am wunderschönen Königssee zu verbringen.



Camping Allweglehen

Nachdem das Wetter super gemeldet war und wir noch nicht so erfahren im wildcampen waren, haben wir uns schon vorab einen Campingplatz reserviert. Im malerischen Berchtesgadener Land ganz im Süden Deutschlands befindet sich inmitten einer prachtvollen Bergkulisse der Campingplatz Allweglehen. Zwei Highlights des Campingplatzes sind der beheizte Outdoor Pool und eine Wellnessoase, beides mit Blick auf die Berge.


Zum Glück hatten wir vorab reserviert, der Platz war nämlich komplett ausgebucht. Trotzdem hatten wir noch genügend Privatsphäre auf unserem Stellplatz ganz oben am Hang mit Blick auf den Watzmann. Nach unserer Ankunft war das Wetter so herrlich, dass wir den restlichen Tag dortblieben und den schönen Platz genossen (das würden wir am nächsten Tag noch bereuen). Für 2 Nächte haben wir ohne Strom ca. 80 € bezahlt. Klingt erstmal viel aber wir fanden das Preis- Leistungsverhältnis völlig ok!


Der Königssee ist nur wenige Minuten entfernt und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell zu erreichen. Mit der Benutzung der Gästekarte ist der Bus sogar kostenlos. Auch nach Salzburg sind es mit dem Auto nur 15 Minuten, also quasi ein Katzensprung hinter den Berg.




Natural Pools am Königssee

Trotz positiver Wettervorhersage sah die Realität leider ganz anders aus. Vor uns lagen 24 h DauerregenLAber wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung. An der Bushaltestelle angekommen waren wir aber trotz Regenjacken bereits komplett nass und durchgefroren. Einen Vorteil hatte das schlechte Wetter trotzdem, es waren nämlich kaum andere Menschen unterwegs.


Die Bootsfahrt über den See wollten wir uns für den nächsten Tag aufheben, in der Hoffnung, dass das Wetter sich bis dorthin bessert. Unser Ziel für heute waren die Natural Pools von denen wir schon vorher so viele tolle Bilder gesehen hatten. Laut Wegbeschreibung sind es rund 400 Höhenmeter und gesamt 7 Kilometer (Hin- und Rückweg). Start der Wanderung ist der Parkplatz des Königssees, von dort geht es die ersten 15 Minuten auf einem beschilderten Pfad zum bekannten Malerwinkel, einem (trotz schlechtem Wetter) wunderschönen Aussichtspunkt. Weitere 20 Minuten sind es bis zur Rabenwand. Ab hier ging es Offroad über einen sehr schmalen unbefestigten Pfad weiter Richtung Naturpool. Durch den Regen war es teilweise nicht ganz ungefährlich und wir wussten zwischendurch nicht ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Nach einer guten Stunde konnten wir endlich die Geräusche vom Wasserfall hören. Weit und breit war niemand zu sehen und wir hatten den schönen Felspool ganz für uns alleine, leider war es zum Baden natürlich viel zu kalt. Ein Grund mehr nochmal bei wärmeren Temperaturen herzukommen, der Aufstieg hat sich aber definitiv trotzdem gelohnt.




Bootsfahrt auf dem Königssee

Am nächsten Morgen hat es zwar immer noch leicht geregnet aber es wurde von Stunde zu Stunde besser und wir bekamen sogar noch etwas Sonne ab. Diesmal sind wir mit dem Van zum See gefahren (Parken kostet 5 €), weil es für uns danach direkt weiter nach München ging. Die Schlange am Ticketschalter war relativ überschaubar und so saßen wir schon kurze Zeit später in einem der Elektroboote. Leise gleiten diese über den smaragdgrünen See und die Stille auf dem Wasser kombiniert mit traumhaften Ausblicken ist einfach nur atemberaubend.


Nach etwa 30 Minuten kommt man an der malerischen Halbinsel St. Bartholomä an, die haben wir uns allerdings für den Rückweg aufgehoben. Unser erster Stop war die Haltestelle Salet (gleichzeitig auch Endstation)Von dort erreicht man nach knapp 15 Minuten zu Fuß den wunderschönen Obersee mit seinem glasklaren Wasser. Weitere 3 km am See entlang befindet sich der Röthbach-Wasserfall. Aus Zeitgründen haben wir diesen aber ausgelassen.


Auf dem Rückweg sind wir an der weltbekannten Wallfahrtskapelle St. Bartholomä ausgestiegen. Dieser Ort ist sonst nur über einen schweren Steig zu Fuß zu erreichen. Im ehemaligen Jagdschloss haben wir noch lecker (aber teuer) gegessen, bevor es mit dem Boot wieder zurück zum Startpunkt ging.




Obwohl der Königssee mittlerweile weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist, können wir einen Ausflug dorthin wärmstens empfehlen und werden sicher wiederkommen.

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