Buntes Marrakesch

Minztee trinken, Datteln essen, treiben lassen auf den Souk-Märkten und die bunten Mosaiksteine bestaunen - das alles ist Marrakesch.


Schon lange hatten wir davon geträumt nach Marrakesch zu reisen. Die Highlights unserer viertägigen Reise und warum ihr die Stadt lieber nicht im Juli besuchen solltet erfahrt ihr hier!





Wo übernachten

In vielen Reiseberichten hatten wir bereits gelesen, dass man sich als Übernachtungsmöglichkeit eines der vielen, schönen Riads aussuchen soll. Das sind die traditionellen Häuser in Marokko mit Innenhof und Gartenund einige besitzen auch einen Pool. Über Airbnb haben wir das Riad Lola gefunden. Das können wir euch wirklich wärmstens empfehlen. Man ist mitten in der Medina aber sobald die Türe geschlossen wird befindet man sich in einer Oase der Ruhe. Auf der Dachtrasse gibt es einen kleinen, schönen Pool wo wir uns mehrmals am Tag abgekühlt haben, da es im Juli eigentlich viel zu heiß für Marrakesch ist!  Die Hitze war auch das einzige Manko. Es war mit fast 40 Grad einfach unerträglich heiß und bei unserem nächsten Besuch werden wir uns definitiv einen etwas kühleren Monat aussuchen.




Djemaa El Fna

Um euch einen ersten Überblick über den zentralen Marktplatz und das lustige Treiben zu verschaffen geht ihr am besten auf eine der Dachterrassen und trinkt dort einen leckeren Minztee. Besonders schön ist das Ganze am Abend, vor allem weil es dann im Hochsommer auch etwas abkühlt. Danach heißt es ab ins Getümmel und spätestens jetzt fühlt ihr euch wie in 1001 Nacht. Die orientalische Atmosphäre und das wilde Treiben mit Gauklern, Schlangenbeschwörern, Wahrsagern und Frauen die einen aufdringlich mit Henna bemalen wollen, muss man einfach erlebt haben. Außerdem gibt es alle kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region.




Souk

In dem exotischen Labyrinth aus kleinen, engen und verwinkelten Gassen kann man sich leicht verirren. Solange man wieder rausfindet ist das aber nicht schlimm weil viele Geschäfte dort das Gleiche anbieten. Definitiv schlägt hier jedes Shoppingherz höher und es gibt wirklich alles was man sich nur vorstellen kann. Über 8.000 Geschäfte mit Teppichen, Gewürzen, Taschen, Schuhen.... Bevor man hier jedoch zuschlägt muss man unbedingt handeln. Am Besten erst mal mit der Hälfte des aufgerufenen Preises anfangen. Die Menschen sind eigentlich alle sehr freundlich, nach zwei Tagen waren uns die Händler jedoch etwas zu aufdringlich. Daniela hatte es z. B. auf einen Rucksack abgesehen und sobald man für etwas Interesse zeigt wird man nicht mehr losgelassen. Nachdem leider nicht die richtige Farbe dabei war hat der Händler uns 10 Minuten durch sämtliche Gassen geführt um uns bei seinem "Kumpel" einen anderen Rucksack zu zeigen. Nachdem wir schließlich doch dankend abgelehnt haben war er natürlich zutiefst beleidigt hat uns aber zum Glück noch aus dem Labyrinth rausgeholfen:-)




Essen & Trinken

In den vier Tagen haben wir uns gefühlt einmal durch ganz Marrakesch gefuttert. Das wahrscheinlich bekannteste Gericht ist der "Tajine Eintopf". Die Tajine ist ein rundes Lehmgefäß in dem der Eintopf mit Lamm, Mandarinen, Zimt und vielen weiteren Zutaten gekocht wird. Unsere Lieblings-Cafes waren das Atay- und das Earth-Cafe, wo Daniela als Vegetarierin auch voll auf ihre Kosten kam. Natürlich durfte auch an keinem Tag ein leckerer Minztee und ein frischer Orangensaft vom Markt fehlen. Dort kann man außerdem günstig leckere Oliven und Datteln kaufen.




Ben Youssef Mederas mit Umweg über die Gerberei

Die ehemalige Koranschule im Herzen der Medina hat uns mit den hunderten bunten Mosaiksteinen besonders gut gefallen und ist auch ein tolles Fotomotiv. Der erste Versuch dorthin zu kommen ist leider gescheitert da uns einer der Händler unterwegs erzählt hat, die Koranschule sei ausgerechnet heute geschlossen aber er führt uns dafür gerne durch die Gerberei. Blauäugig wie wir waren dachten wir uns nichts dabei und sind ihm gefolgt. Als erstes hat er uns Minze in die Hand gedrückt und als wir in die Nähe der Gerberei kamen wussten wir auch warum. Es hat bestialisch gestunken und ohne uns die Minze an die Nase zu halten wäre es nicht zum aushalten gewesen. Irgendwann hatten wir genug und wollten umdrehen allerdings hatten wir die Rechnung ohne unseren Händler gemacht. Er hat uns erst gehen lassen nachdem wir (ohne was zu kaufen) in einem Lederwarenladen vorbeigeschaut haben und natürlich wollte er für seine "Führung" auch ein Trinkgeld.



Naja das wird uns nicht mehr passieren und am nächsten Tag sind wir auf direktem Weg zur Koranschule marschiert. Man sollte sich dort wirklich Zeit lassen weil es so schöne Sachen zu entdecken gibt. Unter anderem das imposante Eingangsportal, die schöne Kuppel der Mihrab-Nische oder den Lichthof und die Studentenzimmer.




Bahia Palast

Am Rand der Medina befindet sich der Bahia Palast der zu einem der schönsten Sehenswürdigkeiten von Marrakesch gehört. Für die über 8000 qm große Fläche sollte man mindestens 1,5 Stunden einplanen. Wir haben den Palast auf eigene Faust erkundet aber es gibt auch einheimischen Führer die einen Rundgang anbieten. Da der Bahia-Palast mit zu den meistbesuchten Attraktionen gehört, solltet ihr möglichst früh kommen um wenigstens halbwegs alleine zu sein.






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