10 Tage Roadtrip durch Israel

Um eines gleich vorwegzunehmen - Israel ist der absolute Oberwahnsinn und war für uns in jeglicher Hinsicht eine der intensivsten Reiseerfahrungen die wir je erlebt haben. Als wir die Flüge gebucht hatten mussten wir uns einige kritische Meinungen anhören und konnten es auch keinem verübeln. Man liest in den Nachrichten meist nur Berichte über den Gaza-Streifen, Bombenangriffe und von weiteren negativen Ereignissen. Zum Glück konnten wir uns eine eigene Meinung bilden, uns mit vielen Einheimischen austauschen und euch mit diesem Beitrag hoffentlich vom Gegenteil überzeugen. Alles zum Thema Reisevorbereitung und eine Kostenübersicht findet ihr hier.


Tel Aviv

Unser Roadtrip startete im bunten und lauten Tel Aviv. Drei Tage verbrachten wir in der verrückten Metropole und haben uns glatt verliebt. In nicht mal vier Stunden waren wir vom kalten und grauen Deutschland im angenehm warmen Tel Aviv. Um uns einen groben Überblick zu verschaffen, liessen wir uns am ersten Abend einfach durch die Stadt treiben. Unser Foodie-Herz hat ganz schnell höher geschlagen. Die israelische Küche ist speziell für Vegetarier das reinste Paradies. Wir haben euch unsere Highlights der Stadt zusammengefasst.


Abraham Hostel

Das Abraham Hostel befindet sich mitten im Herzen von Tel Aviv umgeben von den angesagtesten Hotspots. Aufgrund der tausenden guten Bewertungen entschieden wir uns für das Hostel und es hat uns wirklich unfassbar gut gefallen. Die herzliche Atmosphäre, die stylische Ausstattung, die günstige Lage, das freundliche Personal und die täglichen Veranstaltungen sind nur einige Pluspunkte. Für alle die das Hostel-Leben genauso lieben wie wir: Ihr werdet es mögen.


Neve Tzedek

Das berühmte Stadtteil Neve Tzedek bezaubert mit kleinen Gassen und uralten schiefen Häuschen und ist mittlerweile ein richtiges Szeneviertel geworden. Überall überwuchern herrliche Azaleen die Wände, ein Idyll inmitten der Großstadt. Es gibt unzählige Kaffees und kleine Boutiquen, einfach nur wunderschön und es lädt förmlich zum Verweilen ein.



Altstadt von Jaffa

Die Altstadt von Jaffa war für uns definitiv der schönste Teil der Stadt. In den verwinkelten Gassen gibt es so viel zu entdecken und bestaunen. Besonders schön fanden wir den Jaffa-Markt, es gab dort so viele wunderschöne handgemachte Dinge wie Schmuck und Kerzen und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Deswegen schlenderten wir auch stundenlang durch die kleinen Straßen. Am Rande der Stadt ist außerdem direkt das Meer, wo man die wohl schönsten Sonnenuntergänge der Stadt anschauen kann.



Märkte

Die Metropole ist berühmt für ihre Märkte und deshalb dürfen diese in unseren Tipps natürlich nicht fehlen. Am schönsten fanden wir, wie bereits erwähnt, den Jaffa-Market weil die Lage mit den vielen urigen Gassen einfach traumhaft schön ist. Der größte ist der Carmel Markt, der Sonntag bis Freitag ab 10 Uhr geöffnet ist. Dort gibt es eine riesige Auswahl an Obst und Gemüse. Toll fanden wir auch die bunten Stände auf der Levinsky Street. Hier gibt es Gewürze, Nüsse, Oliven und alle möglichen Früchte. Ein super Ort um hier und da mal etwas zu Naschen und sich einfach treiben zu lassen.


Florentin

Im Hipsterviertel Florentin leben viele Studenten und Künstler und es gibt jede Menge Streetart zu erkunden. Es werden sogar Graffiti Touren angeboten oder man kann online einen Street-Art Führer mit Karte verwenden und selbst auf die Suche gehen.



Mizpe Ramon

Rund zwei Stunden südlich von Tel Aviv liegt die Kleinstadt Mizpe Ramon. Dort befindet sich der nördliche Kraterrand des gleichnamigen Ramon-Kraters, der größte Erosionskrater in der Wüste Negev. In der größten Ausdehnung misst er fast 40 km, er ist zwischen 2 und 10 km breit und 500 m tief. Der gesamte Krater ist Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Für uns war der erste Ausblick in den Krater ein absoluter Wow-Moment. Die unendliche Weite ist einfach nur beeindruckend, so ähnlich muss es wohl auf dem Mond aussehen. Übernachtet haben wir im Green Backpackers, das kleine und günstige Hostel bietet Übernachtungen in Schlafsälen und im Doppelzimmern an und wir haben uns dort super wohl gefühlt. Leider hatten wir nur eine Nacht aber der Sonnenuntergang hinter dem Krater war atemberaubend und im Anschluss gab es einen unvergesslichen Sternenhimmel. Das Städtchen Mizpe Ramon ist auch sehr schön zum Durchschlendern und interessant ist auch das Besucherzentrum. Dort erfährt man alles rund um die Entstehung des Kraters.



Red Canyon

Unser nächstes Ziel war der Red Canyon ganz im Süden Israels. Die Strecke dorthin führte uns mitten durch die Militärzone. War ein ziemlich komisches Gefühl dort entlang zu fahren und wir waren beide ziemlich nervös. Zu Beginn wird man direkt mit Schildern mit der Aufschrift "Firing Zone" gewarnt. Wir kamen immer wieder an riesigen Panzern, Soldaten mit Maschinengewehren und Militärcamps vorbei. Wir waren froh, als wir die Zone hinter uns liessen und endlich am Red Canyon ankamen.


Direkt an der Straße befindet sich ein Parkplatz und ein weiterer kurz vor Beginn des Red Canyons. Dort gibt es eine gut ausgeschilderte Wanderkarte, welche alle Trails aufzeigt. Wir haben den grün-weiss markierten Weg genommen, welcher anfangs etwas geschlängelt in eine enger werdende Schlucht verläuft. Dann ging es im Red Canyon abwärts. Der Weg ist relativ einfach und es gibt immer wieder Stahlklammern und Halteseile, die einem den Abstieg erleichtern. Dieser Ort ist einfach nur beeindruckend und auch wenn der Red Canyon für uns ein kleiner Umweg war, hat es sich doch sehr gelohnt. Wir waren früh dran und auf dem gesamten Hinweg sind uns nur vier weitere Personen begegnet. Als wir zurück am Parkplatz waren, kam ein Reisebus nach dem anderen, es empfiehlt sich also wirklich sehr früh da zu sein.



Negev Desert

Ein Besuch in der Wüste darf bei keinem Isareal Roadtrip fehlen. Wenn ihr auf der Suche nach etwas ganz Besonderem seid, dann bucht (mindestens) für eine Nacht eine der Hütten der Desert Days Ecolodge im Herzen der Negev Wüste. Die Unterkunft liegt etwa eine Stunde von Mizpe Ramon entfernt und besteht aus Öko-Hütten, die alle von den Eigentümern von Hand gebaut wurden. Diese niedlichen kleinen Hütten sind nach ökologischen Bauprinzipien gebaut, wobei jede nachhaltige Hütte aus selbstgemachten Lehmziegeln, Stroh und Lehmstreichputz errichtet wurde. Jede Öko-Hütte verfügt über ein Doppelbett mit 2 zusätzlichen, versenkbaren Matratzen, eine Sitzecke, eine Küche, eine Dusche mit warmem Wasser, eine kompostierbare Toilette und einem mit Holz versorgten privaten Lagerfeuerplatz. Es gibt auch eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche, die allen Gästen zur Verfügung steht. Das Highlight ist der erfrischenden Pool mit Blick auf die Wüste.



Unsere Hütte lag ganz am Rande des Camps und wir hatten einen ungestörten Blick auf die Negev-Wüste, was einfach nur unbeschreiblich schön war. Am Abend machten wir unter einem atemberaubenden Sternenhimmel ein Lagerfeuer und verbrachten die halbe Nacht staunend draußen am Feuer. Ein weiteres Highlight war das sensationelle Frühstücksbuffet mit allerlei israelischen Köstlichkeiten.

Festungsanlage Masada

Masada ist eine archäologische Stätte in Israel. Auf einem Gipfelplateau am Rand der Judäischen Wüste, hoch über dem Toten Meer, ließ sich Herodes eine Palastfestung erbauen. Seit 2001 zählt die Wüstenfestung zum UNESCO Weltkulturerbe. Auch wenn dieser Ort mittlerweile eine der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten Israels ist, fanden wir es wunderschön und sind der Meinung es gehört bei einer Rundreise durch Israel definitiv dazu. Ganz früh am Morgen, noch vor Sonnenaufgang, wanderten wir den sogenannten "Schlangenpfad" hinauf. Der Aufstieg dauert in etwa eine Stunde und obwohl noch keine Sonne da war, kamen wir ordentlich ins schwitzen. Die Aussichten auf dem Weg nach oben waren bereits so beeindruckend, dass wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus kamen.



Oben angekommen haben wir uns ein schönes Plätzchen für den Sonnenaufgang gesucht und erstmal verschnauft und literweise Wasser getrunken. Dann war sie plötzlich da, die Sonne und die Aussicht mit dem Toten Meer im Hintergrund war einfach nur atemberaubend schön. Die meisten sind direkt nach Sonnenaufgang wieder nach unten, was wir so absolut nicht nachvollziehen können. Wir hätten stundenlang in der riesigen und beeindruckenden Festungsanlage umherlaufen können. Speziell Patrick liebt diese Art von geschichtsträchtigen Orten und hätte am liebsten jeden einzelnen Zentimeter erkundet. Irgendwann wurde es jedoch so unerträglich heiß, dass auch wir uns wieder auf den Weg nach unten begaben.



Dead Sea

Einmal Treiben lassen im Toten Meer, das stand schon eine halbe Ewigkeit auf unserer Bucket-List, in Israel war es dann endlich so weit. Das Tote Meer ist zwar malerisch, aber die Gegend drum herum ist etwas dürftig. Viele Hotels haben schon vor Jahren ihren Anspruch auf Immobilien in Meeresnähe erhoben, entsprechend ist die Gegend gut bebaut. Anstatt uns also für das Wasser vor den Hotelbunkern zu entscheiden, fuhren wir nach Süden, wo es einige Strände gibt bei denen auch die Lokals baden gehen. Wir landeten unterhalb von En Bokek und hatten den Strandabschnitt größtenteils für uns allein. Es ist so ein verrücktes Gefühl, man versucht jedes einzelne Körperteil unterzutauchen aber es funktioniert einfach nicht. Mit dem Kopf ist es besser nicht unter Wasser zu gehen, das Salzwasser trocknet nämlich ganz schön aus und das war teilweise schon auf der Haut recht unangenehm. Floating in the Dead Sea - einfach unbeschreiblich!



Ein Gedi

Ganz in der Nähe unserer Badestelle, in der Judäischen Wüste, liegt die Oase Ein Gedi. Seit Jahrtausenden ist diese besiedelt und heute befinden sich dort ein Nationalpark und ein Kibbuz (Kommune). Das Naturreservat zählt mit seinen zahlreichen Wasserfällen zu den schönsten in ganz Israel und es gibt unzählige Möglichkeiten für Wanderungen um diese zu erkunden. Da wir schon relativ spät dran waren, entschieden wir uns für die ca. 90 Minütige Tour bis zum David Wasserfall. Unterwegs kommt man immer wieder an kleinen Naturpools und Quellen vorbei, in denen man sich abkühlen kann. Wir haben vermutlich nur einen Bruchteil des Parks gesehen aber es war trotzdem wunderschön und lohnenswert.



Übernachtet haben wir in einem Gemeinschaftszelt der Ein Gedi Camp Lodge, diese befindet sich direkt am Eingang des Kibbuz. Es gibt in der Umgebung nicht viele Übernachtungsmöglichkeiten und die Lodge liegt sehr zentral zum Nationalpark, dem Toten Meer und auch zur Festungsanlage Masada. Die Lage ist daher top, die Unterkunft an sich war allerdings kein Highlight (ausgenommen dem tollen Ausblick auf das Tote Meer). Das Zelt teilten wir uns mit vier weiteren Personen und außer einer Matratze, die im übrigen alles andere als sauber war, gab es dort nichts. In der Nähe ist ein Supermarkt, den man auch braucht, da es im Hostel außerdem kein Frühstück gibt. Hört sich alles sehr negativ an aber letztendlich hat es seinen Zweck erfüllt und für zwei Nächte war es auch völlig ok.


Jerusalem

Mit diesem Städtetrip haben wir uns einen lang ersehnten Traum erfüllt. Während Tel Aviv eine pulsierende Metropole ist, ist Jerusalem einen Schritt in der Zeit zurück. Egal ob religiös oder nicht, die Geschichte dieser Stadt ist einfach unglaublich. Wir waren drei Nächte in Jerusalem und fanden das eigentlich genau richtig. Ein Großteil der Stadt ist sehr religiös, daher empfehlen wir, sich in diesen Stadtteilen entsprechend zu kleiden (bedeckte Schultern und Knie).


Cinema Hostel

Das alte Kino beherbergte früher klassische Filme, in den 80er Jahren erlebte es jedoch leider einen Niedergang und das wunderschöne Gebäude lag 25 Jahre lang verlassen. Durch zwei junge Unternehmer wurde dem Haus wieder neues Leben eingehaucht. 2018 öffnete das Orion nach einer vollständigen Renovierung erneut seine Türen für die Öffentlichkeit; diesmal als Cinema Hostel Jerusalem. Jedes einzelne Zimmer ist einem anderen Filmthema gewidmet und am Abend werden sogar regelmäßig Filme gezeigt. Das Cinema Hostel liegt ganz in der Nähe der Altstadt und ist perfekt für Erkundungstouren geeignet. Es werden auch jede Menge Führungen und Aktivitäten angeboten und das Personal ist super nett und hilfsbereit. Wir können es somit absolut empfehlen.


Altstadt

In der Altstadt befinden sich die interessantesten Spots. Die Old City von Jerusalem ist noch heute von ihrer alten Stadtmauer umschlossen, die man über sieben verschiedene Tore betreten kann. Innerhalb der Stadtmauern liegen die wichtigsten Highlights. Die komplette Altstadt ist in vier Viertel aufgeteilt (jüdisch, christlich, muslimisch und armenisch), dort leben auf engstem Raum Kulturen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.



Besonders in Erinnerung blieb uns das Muslimische Viertel, dass aus vielen quirligen und engen Gassen besteht. Die vielen Gerüche, Klänge aus den Moscheen, die vielen Menschen, die kreuz und quer über die Straßen schlendern und die arabischen Verkäufer, die lauthals ihre Waren anpreisen, waren uns fast ein bisschen zu viel. Wir wussten gar nicht wohin mit uns und den vielen neuen Eindrücken.


Im armenischen Viertel geht es hingegen deutlich ruhiger zu. Die Stimmung dort hat uns besonders gut gefallen und es gibtso viele tolle Fotomotive. Um etwas mehr über die einzelnen Stadtviertel zu erfahren, machten wir mit SANDEMANs eine Free Walking Tour durch die Altstadt. Der Anbieter ist sehr zu empfehlen und wir haben dabei so viele interessante Dinge über Jerusalem erfahren.


Klagemauer/Western Wall

Die verbliebene Mauer dieses alten Tempels ist eine der historischsten Stätten der Welt und mit dem Tempelberg und der gold leuchtenden Kuppel des Felsendoms im Hintergrund wohl DAS Wahrzeichen Jerusalems. Ganz gleich welche religiösen Überzeugungen man hat, diesen Ort muss man einfach gesehen haben. Nach einem Sicherheitscheck ist der Zugang zur Klagemauer problemlos möglich und auch kostenlos. Beim Betreten sollte man unbedingt auf angemessene Kleidung achten (bedeckte Schultern und Knie). Männer müssen außerdem eine Kippa tragen. Traditionell werden in die Ritzen der Mauer kleine Zettelchen mit Gebeten und Wünschen gesteckt, Männer und Frauen tun dies getrennt voneinander.



Via Dolorosa

Die Via Dolorosa ist der Weg, den Jesus Christus vor seiner Kreuzigung zurückgelegt haben soll. Entlang des Weges werden jede Menge christliche Souvenirs wie Dornenkronen und Holzkreuze verkauft. Wir sind nur ein kleines Stück entlang gegangen, man musste sich nämlich förmlich durchschieben und das war uns schon nach wenigen Minuten einfach to much.


Grabeskirche

An der Endstation des Kreuzweges befindet sich die Grabeskirche. Dort wurde den Überlieferungen zufolge Jesus Christus gekreuzigt und begraben und das Grab befindet sich tatsächlich noch heute dort. Vermutlich wird jeder, der das erste Mal in Jerusalem ist der Kirche einen Besuch abstatten und entsprechend viel ist dort los. Trotzdem wollten wir einen Blick auf das Grab werfen und mussten hierfür satte 90 Minuten anstehen. Die ganze Situation vor Ort war irgendwie strange und beeindruckend zu gleich. Es gab Menschen, die weinten vor Glück, knieten sich ehrfürchtig nieder, direkt daneben kamen Männer in der Schlange vorbei, bei denen man sich einen Platz weiter vorne in der Schlange "erkaufen" konnte. Am Grab angekommen war es verboten stehen zu bleiben und es standen überall Security, die einen deutlich darauf hinwiesen. Alles in Allem müssen wir sagen, ein Besuch der Kirche hätte uns gereicht und im Nachhinein würden wir uns für das Grab nicht noch einmal extra anstellen.


Rundgang Stadtmauer

Auf der Stadtmauer kann man einen kleinen Rundgang machen und von dort große Teile der faszinierenden Altstadt aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Es gibt eine Nordroute und eine Südroute, beide starten in der Nähe des Jaffa Gate. Ein Schild mit der Aufschrift “Ramparts Walk” weißt dort auf den Eingang hin.


Mahane Yehuda Market

Überfüllt, verrückt, bunt und nicht zu übersehen. Dieser Markt ist eine Mischung aus Lebensmitteln, Gewürzen, Bars & Kneipen und ein absolutes Muss. Wo tagsüber die Rollläden mit den bunten Graffitis geschlossen sind, öffnen sich am Abend die Türen zu Bars und Kneipen und es dröhnt laute Musik durch die Gänge. Die Obst- und Gemüsehändler verkaufen ihre letzten Reste des Tages und lassen wiederum ihre Rollläden herunter.


Aussicht vom Dach des Österreichischen Hospiz

Kurz hinter dem Damaskustor liegt das Österreichische Hospiz. Ein Ort mit Ausblick, Kaffee und ganz viel Charme. Jerusalem ist unglaubhlich hektisch und voll mit Touristen. Das Hospiz ist perfekt geeignet, um dem Ganzen Trubel für einen Moment zu entfliehen. Durch die große Eingangstüre aus Holz kommt man nur mit Klingeln bzw. wenn jemand rauskommt. Die Aussicht vom Dach ist noch ein richtiger Geheimtipp. Uns hat es so gut gefallen, dass wir gleich zweimal kamen. Unten im Gebäude ist das einzige Wiener Kaffeehaus des Nahen Ostens und einem leckeren Stück Torte aus Österreich konnten selbst wir nicht Wiederstehen.



Ölberg & Tempelberg mit Felsendom

Der Ölberg ist einer der bekanntesten Berge in Jerusalem und wurde nach den Olivenhainen am Rand des Berges benannt. Von dort hat man eine schöne Aussicht auf Jerusalem und speziell am Abend muss es dort sehr schön sein. Leider schafften wir es aus Zeitgründen nicht auf den Ölberg zu laufen.


Auch die Besichtigung des Felsendom blieb für uns leider aus. Man hat jedoch auch von der Klagemauer aus eine tolle Sicht auf die wunderschön goldene Kuppel. Der Felsendom ist der älteste Sakralbau des Islams und somit hohes Heiligtum. Nach jüdischer Tradition wurde auf den Fels, der sich in dem Dom befindet, die Welt gegründet.


Bethlehem

Von Jerusalem aus ging es mit dem Bus für uns noch einen Tag nach Bethlehem. Die Busse fahren regelmäßig vom Damaskustor und die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Für die Fahrt nach Bethlehem braucht man unbedingt einen Reisepass samt Visum, da man am Checkpoint kontrolliert wird. Palästinenser müssen für dieses Prozedere sogar den Bus verlassen und sich draußen aufreihen. Die Stadt befindet sich im Westjordanland und gehört demnach zu Palästina. Viele Mietwagenfirmen verbieten die Fahrt in dieses Gebiet, noch ein Grund mehr mit dem Bus zu fahren. Außerdem sollte man sich zuvor über die aktuelle Sicherheitslage beim Auswärtigen Amt erkundigen. Die Lage Bethlehems in den palästinensischen Gebieten, direkt an der von Israel erbauten Mauer nahe Jerusalem, ist schließlich nicht unproblematisch. Uns erschienen die Menschen dort durchweg gastfreundlich und aufgeschlossen. Wir haben sicherlich nur einen Bruchteil der Stadt gesehen, wollen euch aber trotzdem einen kleinen Einblick geben.


Separation Wall

Die Separation Wall in Bethlehem ist ein Teil der Israelischen Sperranlagen. Sie wurde ab 2002 erbaut und trennt Palästina im Westjordanland von Israel. Insgesamt ist die Separation Wall über 759 km lang und bis zu acht Meter hoch. Seit dem Bau ist die Anzahl der Selbstmordattentate durch Palästinenser in Israel deutlich zurückgegangen, leider findet dies jedoch auf Kosten der Bewegungsfreiheit der palästinensischen Allgemeinheit statt. Es gibt nur sehr wenige Orte, an denen der Nahostkonflikt so deutlich sichtbar wird wie hier. Sehenswert macht den Besuch der Separation Wall vor allem die Street Art, dort wird der Nahostkonflikt durch moderne Kunst dargestellt und das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.



Banksy

Über die ganze Stadt verteilt findet man vier Werke des weltberühmten, anonym gebliebenen Graffiti-Künstlers Banksy. Als wir in Bethlehem ankamen, wurden wir direkt von einigen Taxi-Fahrern angesprochen, die uns eine Banksy-Tour andrehen wollten. Wir haben die Werke allerdings mit Hilfe von Google auf eigene Faust erkundet. Seit 2017 steht direkt an der Separation Wall außerdem das von Banksy finanzierte und entworfene Hotel Walled Off. Auch Nicht-Gäste dürfen das Hotel betreten und sich dort weitere Kunstwerke von Banksy anschauen. In den Räumen des Hotels gibt es auch ein Museum mit Hintergründen zum Bau der Mauer.


Die Geburtskirche

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Bethlehem ist die Geburtskirche, entsprechend viele Touristen tummeln sich an diesem Ort. Die Kirche zählt zu den ältesten der Welt und nach biblischer Überlieferung befindet sich unter der Geburtskirche die Höhle, in der Jesus Christus geboren wurde. Genau auf der Mittelachse der Kirche befindet sich ein Stern mit vierzehn Zacken. Er markiert die Stelle, an der Jesus geboren worden sein soll, bewiesen ist dies allerdings nicht.


Fazit Israel

Als Land ist Israel eine perfekte Mischung von Gegensätzen: Es hat Regionen, die reich an Geschichte sind und Städte, die voller neuer Weltenergie stecken. Tel Aviv ist eine Traumstadt für jeden, der das Essen liebt (Hummus, Pita und Falafel all day long). Auf der anderen Seite ist ein Besuch in Jerusalem eine erstaunliche Erfahrung, da es voller jahrhundertealter Gebäude und einer unglaublichen Geschichte steckt. Eine Übernachtung in der Negev-Wüste und "Schwimmen" im Toten Meer ist ein absolutes Muss, denn diese Landschaften sind völlig einzigartig und runden das Erlebnis perfekt ab.



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